Vergleichende molekulare Untersuchungen syn- und metachroner kolorektaler Karzinome sowie synchroner Magenkarzinome im Bezug auf chromosomale Instabilität und Mikrosatelliten Instabilität

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Ulrich, Nicole (2009) Vergleichende molekulare Untersuchungen syn- und metachroner kolorektaler Karzinome sowie synchroner Magenkarzinome im Bezug auf chromosomale Instabilität und Mikrosatelliten Instabilität. PhD, Universität Regensburg

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Abstract (German)

Die Instabilität von Mikrosatelliten (MSI) wurde als ein möglicher Schritt der Karzinogenese (Replication Error Pathway) von gastrointestinalen Karzinomen beschrieben. Hierbei handelt es sich um kurze repetitive DNA-Sequenzen, deren Länge im Tumorzellgenom durch Mutationen, die durch Insertion oder Deletion von Basenpaaren zustande kommen, variiert. Ein anderer Weg der Tumorentstehung erfolgt über die chromosomale Instabilität (CIN), den Tumor Suppressor Pathway.

Die Untersuchung erfasste sechs Patientinnen mit zwölf metachronen und 15 Patientinnen mit 32 synchronen Dickdarmkarzinomen, des Weiteren zwölf synchrone Magenkarzinome von sechs Patientinnen. Bei diesen 27 Patientinnen wurden Karzinomgewebe und korrespondierendes Normalgewebe auf Mikrosatelliteninstabilität (MSI) und Loss of Heterozygosity (LOH) evaluiert.
Die DNA für die molekularbiologische Untersuchung der Mikrosatellitenloci wurde durch Mikrodissektion und Proteinase-K-Verdau aus Paraffinblöcken gewonnen. Daran anschließend erfolgte mit Hilfe der Polymerase-Ketten-Reaktion eine Amplifikation der Ausgangs-DNA für die MSI- und LOH-Analyse. Hierfür dienten das Referenzpanel mit den Primern BAT25, BAT26, APC, Mfd 15CA, D2S123 und elf weitere Primer des Chromosoms 5 (Loci: 5q12.1-12.3, 5q13.1-13.2, 5q13.3-14.1, 5q14.1-14.3, 5q13.3, 5q12.3-13.1, 5q13.2, 5q11.2-12.1, 5q13.1-33.3, 5q21.3-22.1, 5q14-21) als Marker.

Die häufigste Ursache der Mikrosatelliteninstabilität beim kolorektalen Karzinom stellt der Funktionsverlust von Mismatchrepairgenen dar. In dieser Arbeit wurde die immunhistochemische Expression von hMLH1, hMSH2 und hMSH6 analysiert.

Unsere Daten zeigen, dass die Karzinome nicht alle durch den gleichen Mechanismus verursacht werden: Es besteht somit eine unabhängige und simultane Karzinogenese. Der karzinogene Prozess kann also selbst in derselben Mikroumwelt und bei gleichem genetischen Hintergrund verschiedenen Wegen der Karzinomentwicklung folgen. Andererseits kann Mikrosatelliteninstabilität aber auch ein zufälliger Prozess sein, der die individuelle Klonalität � im Sinne einer permanenten Hintergrundinstabilität � des jeweiligen Karzinoms widerspiegelt.

Translation of the abstract (English)

Microsatellite instability and chromosomal instability analysis: comparison of syn- and metachronous colorectal cancer and synchronous gastric cancer.

Item Type:Thesis of the University of Regensburg (PhD)
Referee:Frauke (PD Dr.) Bataille
Date of exam:02 March 2009
Institutions: Medicine > Lehrstuhl für Pathologie
Keywords:Magenkrebs , Chromosom , Satelliten-DNS , Dickdarmkrebs , syn- und metachrone Doppelkarzinome , MSI , LOH , CIN , MSI , LOH , CIN , double cancer
Subjects:600 Technology > 610 Medical sciences Medicine
Status:Published
Refereed:Yes, this version has been refereed
Created at the University of Regensburg:Yes
Owner:Universitätsbibliothek Regensburg
Deposited On:18 Jan 2010 14:40
Last Modified:02 Oct 2012 11:35
Item ID:12245
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