Studentenwohnheime als Umwelt - Zufriedenheit und Ausbaustandard

URN to cite this document: urn:nbn:de:bvb:355-epub-209662

Rohenroth, Sabrina (2011) Studentenwohnheime als Umwelt - Zufriedenheit und Ausbaustandard. Diplomarbeit, Universität Regensburg

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Abstract (German)

Die hier beschriebene Studie hatte zum Ziel, Studentenwohnheime als Umwelt und die Wohnzufriedenheit bei Studierenden zu untersuchen, sowie die Auswirkungen von Renovierungsmaßnahmen auf die studentische Wohnzufriedenheit zu überprüfen. Ort der Untersuchung war das vom Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz getragene
„Gesslerheim“ in Regensburg, das aus einem nicht renovierten und drei renovierten Wohnhäusern besteht.
Die eigentliche Untersuchung gliederte sich in drei Teilschritte. Im Rahmen der Voruntersuchung wurden insgesamt 21 Studierende interviewt, von denen sechs an der Focus Group teilnahmen. Die hieraus gewonnen Ergebnisse bildeten die Grundlage für den Fragebogen der Hauptuntersuchung. Dieser beinhaltete offene Fragen zum Wohnheim, Fragen zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem Gesslerheim, die Abfrage
der „gewichteten Zufriedenheit“ mit einzelnen Wohnaspekten und sog. „Wunschitems“, die Einschätzung von quantitativen Aspekten, einen Tutoren Score, Fragen zum Zimmer und dem Leben der Teilnehmer sowie demografische Angaben. Der Fragebogen wurde von insgesamt 95 Bewohnern ausgefüllt zurückgegeben. In die Analyse der Mietdauer flossen die vom Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz zur Verfügung gestellten Daten von 431 Bewohnern ein, die die Wohnhäuser 1 und 5 zwischen 2008 und 2010 bewohnten.
Bei der Auswertung galt es die Faktoren der studentischen Wohnzufriedenheit zu ermitteln aber auch zu untersuchen, ob die Renovierungsmaßnahmen als Erfolg zu werten sind. Dabei zeigte sich, dass zahlreiche Faktoren einen Zusammenhang mit der Wohnzufriedenheit von Studierenden aufweisen, wobei die Sicherheit und das „Wohlfühlen“ den größten Einfluss haben. Die Gesamtzufriedenheit mit dem Gesslerheim ist insgesamt hoch und weist einen positiven Zusammenhang mit der Zufriedenheit mit dem Zimmer und der Gemeinschaftsküche auf. Zwischen den renovierten und den nicht renovierten Wohnhäusern ergab sich aber überraschenderweise kein signifikanter Unterschied in der Gesamtzufriedenheit (t(21) = - 1.378, p = .183). Dennoch wurden
einzelne Wohnaspekte von den Studierenden in den renovierten Häusern signifikant besser bewertet, wie die Gestaltung des Zimmers oder des Bads. Auch wohnen Bewohner der renovierten Wohnhäuser im Schnitt 3,5 Monate länger im Gesslerheim.
Abschließend wurden die Existenz eines Wohnzufriedenheitsparadoxons, die Ergebnisse zur Sicherheit und dem Tutorenprogramm, sowie der Erfolg der bisherigen
Renovierungsmaßnahmen diskutiert. Zusätzlich wurden räumlich-bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnzufriedenheit und Nutzer-Passung
im Gesslerheim dargestellt.

Item Type:Thesis of the University of Regensburg (Diplomarbeit)
Referee:Prof. Dr. Alf Zimmer
Date of exam:2011
Institutions: Psychology and Pedagogy
Interdisciplinary subject network:Not selected
Keywords:Umweltpsychologie, Architekturpsychologie, Studentenwohnheim, Wohnzufriedenheit, Gesslerheim
Subjects:100 Philosophy & psychology > 150 Psychology
Status:Published
Refereed:Yes, this version has been refereed
Created at the University of Regensburg:Yes
Owner:Universitätsbibliothek Regensburg
Deposited On:21 Jun 2011 15:12
Last Modified:21 Jul 2011 04:13
Item ID:20966
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