Stellenwert des anti-MCV-Antikörpernachweises im Vergleich zu Rheumafaktoren und anti-CCP-Antikörpern bei Patienten mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Routinediagnostik

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Bedö, Helmut (2011) Stellenwert des anti-MCV-Antikörpernachweises im Vergleich zu Rheumafaktoren und anti-CCP-Antikörpern bei Patienten mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Routinediagnostik. PhD, Universität Regensburg

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Abstract (German)

In der vorliegenden Arbeit wurde die diagnostische Relevanz des Biomarkers anti-MCV-Antikörper mit den bereits etablierten und in die Leitlinien aufgenommenen Biomarkern anti-CCP-Antikörper und Rheumafaktoren verglichen. Diskutiert wird die Aufnahme von anti-MCV-Antikörpern in die rheumatologische Routinediagnostik. Grundlage der retrospektiv analytischen Arbeit waren die Patientenakten sowie die Laborbefunde von 2641 Patienten, die sich mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Klinik Bad Abbach im Zeitraum vom 02. Januar 1995 2005 bis zum 20. Dezember 2008 4200 vorstellten. Die Patientenseren wurden auf das Vorliegen von anti-CCP-Antikörper, anti-MCV-Antikörpern und Rheumafaktoren untersucht, und in Zusammenschau mit dem klinischen Beschwerdebild gebracht. Bei 1143 (43,3%) Patienten, also fast der Hälfte des Kollektivs, (43,3%) zeigte sich mindestens einer dieser Autoantikörper signifikant erhöht. Bei 130 (4,9%) Patienten fanden sich als alleinige Seromarker anti-MCV-Antikörper. Unter allen 2641 analysierten Patientenseren gab es keine Probe, die sich ausschließlich auf anti-CCP-Antikörper positiv zeigte. Somit zeigte sich bei den seropositiven Arthritiden anti-MCV-Antikörper als wichtiger diagnostischer Marker. Im analysierten Patientenkollektiv war die Bestimmung von anti-MCV-Antikörpern in Kombination mit Rheumafaktoren völlig ausreichend, um alle seropositiven Patienten mit Arthritiden aus dem rheumatologischen Formenkreis zu diagnostizieren. Der Verzicht auf die Bestimmungen von Anti-CCP-Antikörpern ergab im analysierten Kollektiv keine diagnostische Lücke. Als stufendiagnostisches Modell zeigt sich die Bestimmung von Rheumafaktoren und Anti-MCV-Antikörpern, möglicherweise auch als Bedsidetest, sowohl effizient als auch als kostengünstige Alternative zur bisherigen Bestimmung von Anti-CCP-Antikörpern im rheumatologischen Speziallabor.

Translation of the abstract (German)

In der vorliegenden Arbeit wurde die diagnostische Relevanz des Biomarkers anti-MCV-Antikörper mit den bereits etablierten und in die Leitlinien aufgenommenen Biomarkern anti-CCP-Antikörper und Rheumafaktoren verglichen. Diskutiert wird die Aufnahme von anti-MCV-Antikörpern in die rheumatologische Routinediagnostik. Grundlage der retrospektiv analytischen Arbeit waren die Patientenakten sowie die Laborbefunde von 2641 Patienten, die sich mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Klinik Bad Abbach im Zeitraum vom 02. Januar 1995 2005 bis zum 20. Dezember 2008 4200 vorstellten. Die Patientenseren wurden auf das Vorliegen von anti-CCP-Antikörper, anti-MCV-Antikörpern und Rheumafaktoren untersucht, und in Zusammenschau mit dem klinischen Beschwerdebild gebracht. Bei 1143 (43,3%) Patienten, also fast der Hälfte des Kollektivs, (43,3%) zeigte sich mindestens einer dieser Autoantikörper signifikant erhöht. Bei 130 (4,9%) Patienten fanden sich als alleinige Seromarker anti-MCV-Antikörper. Unter allen 2641 analysierten Patientenseren gab es keine Probe, die sich ausschließlich auf anti-CCP-Antikörper positiv zeigte. Somit zeigte sich bei den seropositiven Arthritiden anti-MCV-Antikörper als wichtiger diagnostischer Marker. Im analysierten Patientenkollektiv war die Bestimmung von anti-MCV-Antikörpern in Kombination mit Rheumafaktoren völlig ausreichend, um alle seropositiven Patienten mit Arthritiden aus dem rheumatologischen Formenkreis zu diagnostizieren. Der Verzicht auf die Bestimmungen von Anti-CCP-Antikörpern ergab im analysierten Kollektiv keine diagnostische Lücke. Als stufendiagnostisches Modell zeigt sich die Bestimmung von Rheumafaktoren und Anti-MCV-Antikörpern, möglicherweise auch als Bedsidetest, sowohl effizient als auch als kostengünstige Alternative zur bisherigen Bestimmung von Anti-CCP-Antikörpern im rheumatologischen Speziallabor.

Item Type:Thesis of the University of Regensburg (PhD)
Referee:Prof. Dr. Martin Fleck and PD Dr. Johannes Beckmann
Date of exam:07 September 2011
Institutions: Medicine > Lehrstuhl für Innere Medizin I
Interdisciplinary subject network:Not selected
Keywords:Anti-MCV, mutiertes citrulliniertes Vimentin, ACPA, Rheumafaktoren, Anti-CCP, Rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis
Subjects:600 Technology > 610 Medical sciences Medicine
Status:Published
Refereed:Yes, this version has been refereed
Created at the University of Regensburg:Yes
Owner:Universitätsbibliothek Regensburg
Deposited On:26 Sep 2011 10:32
Last Modified:10 Oct 2011 13:00
Item ID:22132
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