Einführung der Intraoperativen Bestrahlung (IORT) mit dem INTRABEAM-System (Zeiss) als Boostersatz bei der brusterhaltenden Therapie im Universitätsklinikum Regensburg

Görse, Regina and Giese, Thorsten and Pohl, Fabian and Härtl, Petra and Dobler, Barbara and Treutwein, Marius and Putnik, Kurt and Ortmann, Olaf and Kölbl, Oliver (2011) Einführung der Intraoperativen Bestrahlung (IORT) mit dem INTRABEAM-System (Zeiss) als Boostersatz bei der brusterhaltenden Therapie im Universitätsklinikum Regensburg. Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 8 (02).

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Abstract



Fragestellung: Die IORT mit niederenergetischen Röntgenstrahlen ist eine innovative Behandlungsoption als Boostersatz nach homogener Ganzbrustbestrahlung oder Teilbrustbestrahlung. Nach einem intramammärer Schwenklappen ist die Festlegung des Zielvolumens für den perkutanen Elektronenboost fehleranfällig. Wir berichten über die Einführung der IORT mit dem INTRABEAM hinsichtlich Praktikabilität, Toxizität, Kosmetik und Patientenzufriedenheit.

Methodik: 10/07 bis 12/09 wurden 25Pat. mit IORT (20Gy/50kV, Zeiss Surgical) als vorgezogener Boost behandelt. 5-6 Wochen postoperativ erfolgte die perkutane Bestrahlung (GD45-50,4Gy, ED1,8Gy). Einschlussparameter: BH-Größe ≥ C, Tumorgröße präoperativ ≤ cT1c, invasiv duktal. Bewertungskriterien: Bestrahlungszeit, Liegezeit postoperativ und Wundheilungsstörung, Toxizität im Verlauf (Range 12-26 Monate) nach Common Toxicity Criteria und LENT-SOMA-Kriterien, Kosmetik (Punktescore von 1-4) sowie die Patientenzufriedenheit mit der Therapie (ZUF-8 Fragebogen).

Ergebnis: Die Bestrahlungsdauer lag im Mittel bei 33min, Applikatorenverteilung: 1×3cm, 2×3, 5cm, 9×4cm, 4×4,5cm, 9×5cm. Die Liegedauer lag im Median bei 6d, 1Pat. wies eine verlängerte Liegedauer von 20d auf. Es zeigten sich keine Nahtdehiszenzen, 3Pat. entwickelten ein Serom, bei allen Pat. war ventral der Bestrahlungsregion ein moderates Erythem (CTC I°) zu beobachten. Bei 4Pat. war der Sentinel-Lymphknoten befallen, eine Axilladissektion erfolgte. 1Pat. erhielt eine CHT vor der perkutanen Serie. Es zeigten sich keine Hauttoxizitäten größer Grad 2, 1Pat. entwickelte Teleangiektasien. 8Pat. zeigten eine umschriebene Fibrose. Die Kosmetik war bei allen Pat. gut oder exzellent. Die Auswertung des ZUF 8-Bogens zeigte eine hohe Therapiezufriedenheit.

Schlussfolgerung: Die IORT mit INTRABEAM zeigt sich als gut durchführbare Methode. Die Dauer der perkutanen Bestrahlungsserie verkürzt sich max. 2Wochen. Bei unserem noch kleinen Kollektiv ist keine höhergradige Akut- oder Spättoxizität zu verzeichnen.

Item Type:Article
Institutions: Medicine > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Frauenheilkunde)
Medicine > Lehrstuhl für Strahlentherapie
Identification Number:
ValueType
10.1055/s-0031-1278060DOI
Keywords:IORT, intraoperative Strahlentherapie, Mamma, Boost
Subjects:600 Technology > 610 Medical sciences Medicine
Status:Published
Refereed:Yes, this version has been refereed
Created at the University of Regensburg:Yes
Owner:Dipl.-Phys. (Univ.) Marius Treutwein
Deposited On:25 Sep 2012 08:18
Last Modified:25 Sep 2012 08:18
Item ID:25942
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