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Analyse der Abwärtsnominallohnstarrheit in Mikrodaten
Bläs, Barno (2008) Analyse der Abwärtsnominallohnstarrheit in Mikrodaten. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Apr 2008 16:23
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10730
Zusammenfassung (Deutsch)
Die vorliegende Dissertation leistet einen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion um nach unten starre Nominallöhne. Die Arbeit besteht aus drei eigenständigen Aufsätzen. Der erste Aufsatz, Ausmaß und reale Konsequenzen nach unten starrer Nominallöhne: Eine Untersuchung für den deutschen Arbeitsmarkt, analysiert die Existenz, das Ausmaß sowie die realwirtschaftlichen Implikationen nach unten ...
Die vorliegende Dissertation leistet einen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion um nach unten starre Nominallöhne. Die Arbeit besteht aus drei eigenständigen Aufsätzen.
Der erste Aufsatz, Ausmaß und reale Konsequenzen nach unten starrer Nominallöhne: Eine Untersuchung für den deutschen Arbeitsmarkt, analysiert die Existenz, das Ausmaß sowie die realwirtschaftlichen Implikationen nach unten starrer Nominallöhne in Deutschland. Unter Verwendung von drei alternativen Modellvarianten für die proportionale Abwärtsnominallohnstarrheit wird auf Grundlage der IAB-Regionalstichprobe (1975�2001) nachgewiesen, dass das Ausmaß der Abwärtsnominallohnstarrheit in Deutschland erheblich ist. Die realen Implikationen der nach unten starren Nominallöhne fallen bei konstantem Rigiditätsgrad umso höher aus, je geringer die Inflationsrate ist. Für Inflationsraten unter zwei Prozent sind diese realen Effekte nicht mehr vernachlässigbar. Zusätzlich kann im Rahmen dieses Beitrags aufgezeigt werden, dass das Ausmaß der Abwärtsnominallohnstarrheit vom inflationären Umfeld selbst abhängt und in Phasen mit niedriger Inflation sinkt.
Das Anliegen des zweiten Beitrags, Abwärtsnominal- und Tariflohnstarrheit in Deutschland, ist, sowohl nach unten starre Nominallöhne als auch starre Tariflöhne mit der Earnings-Function-Methode gleichzeitig zu untersuchen. Die Analysen werden mit der IAB Regionalstichprobe (1975�2001) separat für Arbeiter und Angestellte sowie für Frauen und Männer in West-Deutschland durchgeführt. Die Schätzungen legen nahe, dass der Lohnbildungsprozess in allen untersuchten Beschäftigtengruppen durch die Existenz von Abwärtslohnstarrheiten stark geprägt wird, wobei die Tariflohnstarrheit die Abwärtsnominallohnstarrheit dominiert. Im Unterschied zu vergleichbaren Studien können in diesem Beitrag mittels Monte-Carlo-Simulationen auch mögliche Probleme der Earnings-Function-Methode bei der gleichzeitigen Untersuchung von nach unten starren Nominallöhnen und Tariflöhnen aufgezeigt werden.
Der dritte Aufsatz, Evidence of Downward Nominal Wage Rigidity in European Micro Data, entstand in Zusammenarbeit mit Christoph Knoppik und Thomas Beissinger. Dieser Beitrag belegt die Existenz der Abwärtsnominallohnstarrheit international auf Grundlage des European Community Household Panel (1994�2001). Die Nutzung von vergleichbaren Daten sowie einer einheitlichen ökonometrischen Methode ermöglichen den direkten Vergleich der resultierenden Abwärtsnominallohnstarrheit in den untersuchten 12 EU-Ländern, die einen durchschnittlichen Rigiditätsgrad von 60 Prozent aufweisen. Die resultierenden Unterschiede zwischen den Ländern sind beträchtlich, können jedoch nicht durch die länderspezifischen Arbeitsmarktcharakteristika erklärt werden, was auf die Bedeutung von Fairnessüberlegungen und Geldillusion hindeutet.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
This thesis contributes to the present discussion on Downward Nominal Wage Rigidity. It consists of three self-contained essays. The first essay, Impact and Real Implications of Downward Nominal Wage Rigidity: An Investigation for the German Labour Market, examines the existence and the extent of downward nominal wage rigidity and its real implications on the Ger-man labour market. Using the ...
This thesis contributes to the present discussion on Downward Nominal Wage Rigidity. It consists of three self-contained essays.
The first essay, Impact and Real Implications of Downward Nominal Wage Rigidity: An Investigation for the German Labour Market, examines the existence and the extent of downward nominal wage rigidity and its real implications on the Ger-man labour market. Using the regional file of the IAB Regionalstichprobe (1975�2001) and applying three alternative models of proportional wage rigidity reveals that the extent of downward nominal wage rigidity in Germany is considerable. The real implications of the downward nominal wage rigidity�under a constant degree of rigidity�increase for lower inflation rates. For inflation rates less than two per-cent the real implications are non-negligible. Additionally, the degree of rigidity itself declines during years of low inflation.
The second essay, Downward Nominal and Contractual Wage Rigidity in Germany, investigates simultaneously downward nominal wage rigidity and contractual wage rigidity using the earnings-function approach. The analyses are carried out for male and female workers as well as salaried employees in Western Germany separately applying the IAB-Regionalstichprobe (1975�2001). The results suggest that wages in all examined groups of employed persons are strongly affected by the existence of downward wage rigidities, whereas the contractual wage rigidity dominates the downward nominal wage rigidity. In addition to past studies, monte-carlo simulations reveal potential problems of the earnings-function approach when inspecting downward nominal and contractual wage rigidity simultaneously.
The third essay, Evidence of Downward Nominal Wage Rigidity in European Micro Data, is co-authored with Christoph Knoppik and Thomas Beissinger. It provides new internationally comparable evidence on the extent of downward nominal wage rigidity based on the European Community Household Panel (1994�2004). We obtain comparable estimates of nominal wage rigidity for 12 EU countries, which average at around 60 percent, i.e. a large share of desired wage cuts was not implemented. Differences among countries are substantial, but cannot be explained by country-specific labour market institutions and, therefore, suggest a role for fairness considerations and money illusion.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) | ||||
| Datum | 17 April 2008 | ||||
| Begutachter (Erstgutachter) | Joachim (Prof. Dr.) Möller | ||||
| Tag der Prüfung | 10 März 2008 | ||||
| Institutionen | Wirtschaftswissenschaften > Institut für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie > Entpflichtete oder im Ruhestand befindliche Professoren > Lehrstuhl für Empirische Makroökonomie und Regionalökonomie (Prof. Dr. Joachim Möller) Wirtschaftswissenschaften > Institut für Immobilienenwirtschaft / IRE|BS > Entpflichtete oder im Ruhestand befindliche Professoren > Lehrstuhl für Empirische Makroökonomie und Regionalökonomie (Prof. Dr. Joachim Möller) | ||||
| Klassifikation |
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| Stichwörter / Keywords | Lohnstarrheit , Arbeitslosigkeit , Inflation Targeting , Phillips-Kurve , Inflationsziel , Lucas Kritik , downward wage rigidity, equilibrium unemployment , inflation target , Phillips Curve , Lucas Critique | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-9569 | ||||
| Dokumenten-ID | 10730 |
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