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Kuchlbauer, Stephanie

Transplantatnierenarterienstenose: Perkutane transluminale Angioplastie als First-Line-Therapie

Kuchlbauer, Stephanie (2009) Transplantatnierenarterienstenose: Perkutane transluminale Angioplastie als First-Line-Therapie. PhD, Universität Regensburg.

Date of publication of this fulltext: 08 Jan 2009 15:22
Thesis of the University of Regensburg
DOI to cite this document: 10.5283/epub.12082


Abstract (German)

Eine Transplantatnierenarterienstenose (TNAS) ist eine behandelbare Komplikation bei nierentransplantierten Patienten und eine häufige Ursache für Hypertonus nach Nierentransplantation. Perkutane transluminale Angioplastie (PTA) wird derzeit als Mittel der ersten Wahl hierfür angesehen. Ziel der Studie ist es, längerfristige Ergebnisse der Therapie einer TNAS bei 13 Patienten darzustellen. Eine ...

Eine Transplantatnierenarterienstenose (TNAS) ist eine behandelbare Komplikation bei nierentransplantierten Patienten und eine häufige Ursache für Hypertonus nach Nierentransplantation. Perkutane transluminale Angioplastie (PTA) wird derzeit als Mittel der ersten Wahl hierfür angesehen.
Ziel der Studie ist es, längerfristige Ergebnisse der Therapie einer TNAS bei 13 Patienten darzustellen.

Eine technisch erfolgreiche PTA konnte bei 92,3 % der Patienten, also 12 von 13 durchgeführt werden. Ein Patient musste wegen einer Knickstenose operiert werden. Komplikationen der PTA traten nicht auf. Bis auf einen Patienten, der nur eine mittelgradige Stenose aufwies, erhielten alle Patienten einen oder mehrere Stents. Bei den sechs Patienten, die auf eine Restenose untersucht wurden, fand sich keine höhergradige Stenosierung mehr nach Stenteinlage
Eine langfristige, teilweise signifikante Absenkung des Kreatinins konnte erreicht werden, die glomeruläre Filtrationsrate und die Kreatininclearance stiegen nach Intervention signifikant an und blieben für ein Jahr signifikant gesteigert. Kurzfristig konnte auch eine Senkung des Harnstoffwertes erreicht werden, die längerfristig jedoch nicht signifikant war.
Bei den eingenommenen Antihypertensiva zeigte sich kein Trend bezüglich der Anzahl der Medikamente, ein speziell entwickelter Medikamentenscore zeigte jedoch, dass zumindest kleinere Dosen oder weniger starke Antihypertensiva nach PTA eingenommen werden mussten. Nach 24 und nach 30 Monaten war dieser Trend auch signifikant. Eine signifikante Absenkung des Blutdrucks konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.
Des Weiteren wurden auch die Auswirkungen der PTA auf die Hämoglobinkonzentration überprüft, hier zeigte sich nach 3 bis 9 Monaten jeweils ein signifikanter Anstieg, später findet man ebenfalls die Tendenz zum Anstieg, aber ohne Signifikanz.
Die Resistance Indices, die leider nicht bei allen Patienten erfasst wurden, zeigten direkt nach der PTA einen signifikanten Anstieg, der sich jedoch nicht fortsetzte.
Im Elektrolythaushalt, bei der Protein- und Eryhrtozyturie ergaben sich durch die Intervention keine Veränderungen. Auch Trends waren nicht erkennbar.

Die PTA bestätigt sich als Mittel der ersten Wahl mit hohen kurzfristigen Erfolgsquoten. Auch zeigen sich teilweise gute Langzeitergebnisse, wobei immer in Betracht gezogen werden muss, dass eine erneute Verschlechterung der Nierenfunktion nach PTA auch durch andere Transplantationskomplikationen bedingt sein kann und deshalb nicht nur gute Langzeitergebnisse erwartet werden können.

Translation of the abstract (English)

In our transplant centre 11 of 264 patients (4,17%) who underwent kidney transplantation were diagnosed with significant transplant renal artery stenosis. In addition to that, TRAS occurred in two elsewhere transplanted patients who had their follow-up examinations in our centre. Either a rise of the creatinine level or/and worsened systemic hypertension or routine examination with color doppler ...

In our transplant centre 11 of 264 patients (4,17%) who underwent kidney transplantation were diagnosed with significant transplant renal artery stenosis. In addition to that, TRAS occurred in two elsewhere transplanted patients who had their follow-up examinations in our centre. Either a rise of the creatinine level or/and worsened systemic hypertension or routine examination with color doppler sonography were the indication to perform an angiography which was extended to percutaneous transluminal angioplasty after the diagnosis of TRAS was confirmed in all of these patients. The immediate success rate for PTA was 92,3% (12/13). Only one patient with a kinking of the renal artery had to undergo surgery to restore renal function. No complications occurred after the interventions. The patients were monitored for a mean observation time of 33,15 months. The creatinine levels were lower after the intervention (mostly significantly), the effect on blood pressure was immediate, but not long-lasting, whereas the dose of the prescribed drugs decreased within time. A rise of the hemoglobine level could also be seen. So the effect of the PTA is not only temporarily, but mostly long-lasting, which means it should be first-line treatment in TRAS except for kinking stenosis which should be treated by surgery.


Involved Institutions


Details

Item typeThesis of the University of Regensburg (PhD)
Date7 January 2009
RefereeBernhard K. (Prof. Dr.) Krämer
Date of exam15 November 2008
InstitutionsMedicine > Lehrstuhl für Innere Medizin II
KeywordsNierenarterienstenose , Nierentransplantation , Arteria renalis , Stenose , Transplantatnierenarterienstenose , PTA , perkutane transluminale Angioplastie , transplant renal artery stenosis , renal artery stenosis , percutaneous transluminal angioplasty , renal transplantation , kidney transplantation
Dewey Decimal Classification600 Technology > 610 Medical sciences Medicine
StatusPublished
RefereedYes, this version has been refereed
Created at the University of RegensburgYes
URN of the UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-11165
Item ID12082

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