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Blasi, Melanie

Insulinresistenz und Inzidenz eines Gestationsdiabetes bei Kinderwunschpatientinnen mit und ohne Polyzystischem Ovarsyndrom

Blasi, Melanie (2009) Insulinresistenz und Inzidenz eines Gestationsdiabetes bei Kinderwunschpatientinnen mit und ohne Polyzystischem Ovarsyndrom. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 16 Feb 2009 15:24
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12115


Zusammenfassung (Deutsch)

Fragestellung: Das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO-Syndrom), eine der häufigsten Infertilitätsursachen, geht oft neben Anovulation und Androgenisierung bzw. Hyperandrogenämie mit einer Insulinresistenz einher. Ziel der Studie war es, den Schwangerschaftsverlauf und insbesondere die Entwicklung eines Gestationsdiabetes bei Patientinnen mit (PCO+) PCO-Syndrom im Vergleich zu infertilen ...

Fragestellung: Das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO-Syndrom), eine der häufigsten Infertilitätsursachen, geht oft neben Anovulation und Androgenisierung bzw. Hyperandrogenämie mit einer Insulinresistenz einher. Ziel der Studie war es, den Schwangerschaftsverlauf und insbesondere die Entwicklung eines Gestationsdiabetes bei Patientinnen mit (PCO+) PCO-Syndrom im Vergleich zu infertilen Risikopatientinnen für einen Gestationsdiabetes (PCO-) einer Kinderwunschpraxis zu vergleichen.

Material und Methodik: Die 97 (56 PCO+, 41 PCO-) Patientinnen erhielten nach Erstkontakt mit der Praxis einen oralen Glukosetoleranztest (OGTT) mit basaler Insulin- und Glukosemessung und Messung nach 30, 60, 90 und 120 Minuten und Bestimmung des Insulinresistenzquotienten nach Matsuda und deFronzo. Die späteren Schwangerschaften dieser Patientinnen wurden retrospektiv ausgewertet. In der Frühschwangerschaft wurde erneut ein OGTT zum Ausschluss bzw. Nachweis eines Gestationsdiabetes durchgeführt.

Ergebnisse: Bei den 97 Patientinnen kam es zu 105 Konzeptionen und 79 Geburten, davon 12 Mehrlingsschwangerschaften (10 x Zwillinge und 2 x Drillinge) sowie zu 26 (26,8%) Aborten. 19 (19,6%) der Frauen blieben im Beobachtungszeitraum von 2 1/2 Jahren kinderlos. Ein Gestationsdiabetes wurde bei 25 Schwangeren (25,8%) diagnostiziert (n=11 (19,6%) PCO+, n=14 (34,1%) PCO-); 9 PCO+ bzw. 14 PCO- Patientinnen davon zeigten im OGTT vor Konzeption eine Insulinresistenz. Bei den PCO- Patientinnen war eine positive Assoziation zwischen BMI und Insulinresistenz nachweisbar (p= 0,010), bei den PCO+ dagegen nicht.

Schlussfolgerungen: Bei (insulinresistenten) Kinderwunschpatientinnen mit und ohne PCO-Syndrom ist das Risiko eines Gestationsdiabetes mit 20 bzw. 34% hoch. Bereits präkonzeptionell sollte daher eine Insulinresistenz nachgewiesen werden, um Risikopatientinnen frühzeitig identifizieren zu können.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Purpose: A main cause of infertility is PCO-syndrome. In PCO-syndrome anovulation and hyperandrogenemia as well as insulin resistance are common findings. Aim of our study was to compare course of pregnancy e.g. the incidence of gestational diabetes in infertile patients with (PCO+) and without (PCO-) PCO-syndrome high�risk for gestational diabetes. Material and methods: In 97 patients (56 ...

Purpose: A main cause of infertility is PCO-syndrome. In PCO-syndrome anovulation and hyperandrogenemia as well as insulin resistance are common findings. Aim of our study was to compare course of pregnancy e.g. the incidence of gestational diabetes in infertile patients with (PCO+) and without (PCO-) PCO-syndrome high�risk for gestational diabetes.

Material and methods: In 97 patients (56 PCO+, 41 PCO-) an oral glucose tolerance testing (OGTT) was undertaken before conception according WHO-criteria. Blood samples were taken in 30 minute intervals up to 120 minutes and insulin resistance was determined (Matsuda and deFronzo). Patients were followed up during following pregnancies while in early pregnancy another OGTT was done to diagnose or exclude gestational diabetes.

Results: During follow-up 105 pregnancies and 79 deliveries (out of them ten twins and two three produced at a birth) as well as 26 abortions (26,8%) were documented, 19 (19,6%) women remained child-less. In 25 pregnant patients (n=11 (19,6%) PCO+ n=14 (34,1%) PCO-) gestational diabetes was diagnosed, out of them 9 (PCO+) as well as 14 (PCO-) were found to be insulin resistant before conception. BMI-classes were associated with insulin resistance in PCO- patients (p=0,010) but not in PCO+.

Conclusion: In infertile, especially in insulin resistant, PCO+ and PCO- patients incidence of gestational diabetes of 20% as well as 34% is high. Therefore testing for insulin resistance should be undertaken before conception, e.g. before ART (artificial reproductive technique) to identify patients at risk for gestational diabetes in later pregnancies.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum15 Februar 2009
Begutachter (Erstgutachter)Monika (PD Dr.) Bals-Pratsch
Tag der Prüfung28 November 2008
Zusätzliche Informationen (Öffentlich)Blasi M, Nusser H, Zietz B, Seifert B, Bals-Pratsch M: Insulinresistenz und Inzidenz eines Gestationsdiabetes bei Kinderwunschpatientinnen mit und ohne PCOS-Syndrom. Geburtsh Frauenheilk 2008; 68: 62-68
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Frauenheilkunde)
Stichwörter / KeywordsInsulinresistenz , Stein-Leventhal-Syndrom , Schwangerschaftsdiabetes , OGTT , PCO-Syndrom , Gestationsdiabetes , OGTT , PCO-syndrome , gestational diabetes , insulin resistance
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-11370
Dokumenten-ID12115

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