Direkt zum Inhalt

Stadler, Helmut

Verminderte Herzfrequenzvariabilität und Baroreflex-Sensitivität als Ausdruck einer gestörten autonomen kardialen Regulation bei Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe

Stadler, Helmut (2009) Verminderte Herzfrequenzvariabilität und Baroreflex-Sensitivität als Ausdruck einer gestörten autonomen kardialen Regulation bei Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 01 Apr 2009 13:40
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12246


Zusammenfassung (Deutsch)

Das Krankheitsbild der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) ist durch ein rasches Fortschreiten, eine schlechte Prognose und frühzeitiges Versterben gekennzeichnet. Analog zur chronischen Linksherzinsuffizienz werden Schweregrad und Prognose der Erkrankung am besten durch Parameter der körperlichen Leistungsfähigkeit reflektiert. Eine gestörte kardiale autonome Regulation ist bei Patienten mit ...

Das Krankheitsbild der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) ist durch ein rasches Fortschreiten, eine schlechte Prognose und frühzeitiges Versterben gekennzeichnet.
Analog zur chronischen Linksherzinsuffizienz werden Schweregrad und Prognose der Erkrankung am besten durch Parameter der körperlichen Leistungsfähigkeit reflektiert.
Eine gestörte kardiale autonome Regulation ist bei Patienten mit chronischer Linksherzinsuffizienz seit längerem bekannt und wurde bereits in mehreren Studien durch eine Verminderung von Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Baroreflexsensitivität (BRS) untermauert. Dies wird auf eine anhaltende Erhöhung des Sympathikotonus zurückgeführt.
Da die pathophysiologische Endstrecke der PAH und der chronischen Linksherzinsuffizienz weitgehend übereinstimmt, stellten wir die Hypothese auf, dass auch bei Patienten mit PAH ein erhöhter Sympathikotonus und eine gestörte kardiale autonome Regulation vorliegen.
In der vorliegenden Arbeit wurden 49 Patienten mit PAH im Vergleich zu 41 Probanden einer �gesunden� Kontrollgruppe betrachtet. Bei der Patientengruppe wurde zusätzlich zur nicht-invasiven Messung von HRV und BRS mittels Power-Spektralanalyse eine ergospirometrische Untersuchung mit Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme (peak VO2) und der ventilatorischen Effizienz (VE/VCO2-slope) durchgeführt.
Die drei bestimmten Parameter zur Beschreibung der BRS zeigten bei den Patienten mit PAH eine signifikante (p<0.05) Verminderung der BRS im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Ebenso war auch eine signifikante Verminderung der gemessenen HRV-Parameter in der Patientengruppe gegenüber der Kontrollgruppe zu sehen.
Außerdem korrelierte die peak Sauerstoffaufnahme gleichsinnig mit den HRV- und BRS-Parametern, wohingegen der Parameter für die ventilatorische Effizienz (VE/VCO2-slope) nicht mit der peak Sauerstoffaufnahme korrelierte.
Aus diesen Daten ergeben sich Hinweise dafür, dass bei Patienten mit PAH ebenso wie bei Patienten mit chronischer Linksherzinsuffizienz eine gestörte kardiale autonome Regulation vorliegt. Die Daten aus der Ergospirometrie, insbesondere die peak Sauerstoffaufnahme als wichtiger Prognoseparameter, zeigen eine signifikante Korrelation mit Daten der HRV und BRS.
Daher kann angenomme werden, dass eine verminderte HRV und BRS bei Patienten mit PAH einen zusätzlichen unabhängigen Parameter zur Risikostratifizierung darstellt, der noch dazu nicht-invasiv, einfach und kostengünstig bestimmt werden kann.
Darüber hinaus könnte der Grad der Verminderung von HRV- und BRS-Parametern bei Patienten mit PAH auch Hinweise auf das Ausmaß der kardialen autonomen Regulationsstörung geben und somit auch den Schweregrad der Erkrankung anzeigen.
Weitere groß angelegte Studien sind jedoch nötig um dies abzusichern.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

49 patients with pulmonary-arterial hypertension (pah) were examined in comparison to 41 healthy control persons. In the pah-group we found a lowered hrv and brs. The lowered parameters (measured non-invasive by power-spectral-analysis) correlated positive with the established prognosis factor of pah peak v o2 (maximal oxygen uptake in ergospirometry). So lowered hrv and brs can be used as a risk ...

49 patients with pulmonary-arterial hypertension (pah) were examined in comparison to 41 healthy control persons. In the pah-group we found a lowered hrv and brs. The lowered parameters (measured non-invasive by power-spectral-analysis) correlated positive with the established prognosis factor of pah peak v o2 (maximal oxygen uptake in ergospirometry). So lowered hrv and brs can be used as a risk stratificator and eventually as a prognosis parameter in patients with
pah. Further studies are needed to insure this.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum0 April 2009
Begutachter (Erstgutachter)Michael (Prof. Dr.) Pfeifer
Tag der Prüfung11 März 2009
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin II
Stichwörter / KeywordsPulmonale Hypertonie , Herzfrequenz , Pulmonal-arterielle Hypertonie , Pulmonary arterial hypertension
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-11800
Dokumenten-ID12246

Bibliographische Daten exportieren

Nur für Besitzer und Autoren: Kontrollseite des Eintrags

nach oben