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Hartl, Jürgen

Ergebnisse quantitativer und qualitativer Messungen an der Muskelmanschette des Hüftgelenkes vor und nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese mittels minimal-invasivem anterolateralem und konventionellem transglutaealem Zugang

Hartl, Jürgen (2009) Ergebnisse quantitativer und qualitativer Messungen an der Muskelmanschette des Hüftgelenkes vor und nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese mittels minimal-invasivem anterolateralem und konventionellem transglutaealem Zugang. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Mai 2009 13:43
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12271


Zusammenfassung (Deutsch)

Weichteilschonung durch minimal-invasive Operationstechnik beim Hüftgelenksersatz � eine randomisierte, prospektive Studie unter Zuhilfenahme der Kernspintomographie ZIEL: Aufzeigen des Vorteils hinsichtlich der Weichteilschonung beim minimal-invasiven Zugang am Hüftgelenk im Vergleich zum traditionellen transglutaealen Zugang. MATERIAL UND METHODIK: Eine monozentrische, randomisierte, ...

Weichteilschonung durch minimal-invasive Operationstechnik beim Hüftgelenksersatz � eine randomisierte, prospektive Studie unter Zuhilfenahme der Kernspintomographie

ZIEL: Aufzeigen des Vorteils hinsichtlich der Weichteilschonung beim minimal-invasiven Zugang am Hüftgelenk im Vergleich zum traditionellen transglutaealen Zugang.
MATERIAL UND METHODIK: Eine monozentrische, randomisierte, zweiarmige und prosepektive Studie mit unabhängigen Untersuchern. 14 Patienten (7 pro Therapiearm) zwischen 40 und 85 Jahren und einer primären Koxarthrose. Präoperative und postoperative quantitative (Intensität und Muskelfläche) und qualitative (Grad der fettigen Degeneration nach Goutailler und Häufigkeit des Auftretens postoperativer morphologischer Veränderungen im umliegenden Weichteilgewebe) kernspintomographische Messung in einem Abstand von 5 Wochen. Die qualitative Auswertung wurde von den gleichen Untersuchern 4 Wochen später wiederholt.
ERGEBNISSE: Quantitative Messung: Die Ergebnisse der Intensitäts- und Flächenmessung eines jeden Muskels prä- und postoperativ waren nicht zuverlässig. Die Intensität aller Muskeln nahm ab, das bedeutete weniger Atrophie. Dies konnte auf die Metallartefakte der liegenden Hüfttotalendoprothese in der Kernspintomographie zurückgeführt werden. Gleichzeitig war auch die Muskelflächenmessung aufgrund unterschiedlicher Positionierung der Patienten im Kernspintomographen nicht zuverlässig. Die qualitative Messung zeigt eine größere Atrophie des M. glutaeus medius beim transglutaealen Zugangsweg und eine stärkere Atrophie des M. obturatorius internus und des M. tensor fasciae latae beim minimal-invasiven Zugangsweg. Dabei ergab sich eine Übereinstimmung zwischen 1. und 2. Auswertung von 57%. Ein Serom zeigte sich in 4 von 14 Fällen in der 1. Auswertung wie auch in der 2. Auswertung. Somit erhielt man hier eine 100%ige Übereinstimmung zwischen der 1. und 2. Auswertung.
DISKUSSION: Die quantitative Messung mittels MRT zur Ermittlung des Weichteilschadens vor und nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese ist nicht zuverlässig. Die qualitative Messung hingegen ist gerade im Hinblick auf das Auftreten von Seromen durchaus zuverlässig. Die Ermittlung des Grades der fettigen Degeneration der Rotatorenmanschette an der Schulter nach Goutailler kann dem zu Folge nicht mit der gleichen Zuverlässigkeit am Hüftgelenk angewandt werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Soft tissue sparing in minimally invasive total hip replacement � a prospective randomised trial using MRI AIM: To show the advantage of the minimally invasive approach regarding soft tissue sparing compared to traditional transgluteal approach. MATERIAL AND METHODS: A monocentric, randomised, two-armed and prospective study with independent examiners. 14 patients (7 per group) between 40 and ...

Soft tissue sparing in minimally invasive total hip replacement � a prospective randomised trial using MRI

AIM: To show the advantage of the minimally invasive approach regarding soft tissue sparing compared to traditional transgluteal approach.
MATERIAL AND METHODS: A monocentric, randomised, two-armed and prospective study with independent examiners. 14 patients (7 per group) between 40 and 85 years with primary arthrosis. Preoperative und postoperative quantitative (intensity and area of the muscle) and qualitative (stage of fatty degeneration according to Goutailler and frequency of appearance of morphological findings postoperatively) measurements using MRI at an interval of 5 weeks. The qualitative staging was repeated by the same raters 4 weeks later.
RESULTS: Quantitative measurement: the results of the intensity and the area of each muscle pre-and postoperatively were not reliable. The intensity of all muscles was less, that means less atrophy. This is a bias due to the metal artefacts in MRI caused by the components of THR. In the same way the cross sectional area was not reliable due to different positioning of the patients during second MRI measurement. The qualitative measurement shows more atrophy of the gluteus medius muscle using the traditional transgluteal approach and more atrophy of the obturatorius internus and tensor muscle using the minimally invasive approach, the agreement between first and second rating was 57%. A seroma was presented in 4 of 14 cases in the first rate and in 4 of 14 cases in the second rate. This measurement showed full agreement between first and second rating.
DISCUSSION: Quantitative measurement of soft tissue damage before and after THR using MRI is not reliable. Qualitative measurement regarding the presence of seroma is reproducible. The staging of fatty degeneration of muscles of the rotator cuff of the shoulder according to Goutailler cannot be applied with the same reliability to the hip.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum19 Mai 2009
Begutachter (Erstgutachter)Joachim (Prof. Dr. Dr.) Grifka
Tag der Prüfung5 Mai 2009
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Stichwörter / KeywordsHüftgelenkprothese , Minimal-invasive Chirurgie , NMR-Tomographie , Muskulatur , minimal-invasiv , transglutaeal , Hüfttotalendoprothese , Weichteilschonung , Kernspintomographie , total hip replacement , minimally-invasive approach , transgluteal approach , MRI , soft tissue sparing
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-12421
Dokumenten-ID12271

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