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Wolfsteiner, Jochen

Einfluss eines CT-freien Navigationssystems auf die Implantationsgenauigkeit in der Knieendoprothetik

Wolfsteiner, Jochen (2009) Einfluss eines CT-freien Navigationssystems auf die Implantationsgenauigkeit in der Knieendoprothetik. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Jan 2010 14:10
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12345


Zusammenfassung (Deutsch)

Die zunehmende Lebenserwartung und der gewachsene Anspruch an die medizinische Versorgung, macht eine langlebige Implantation von künstlichen Kniegelenken unabdingbar. Die korrekte Achslage der Komponenten und eine gerade postoperative Beinachse zählen mit zu den wichtigsten Kriterien, um eine lange Standzeit von Knieendoprothesen zu gewährleisten. Unter Verwendung konventioneller Instrumentarien ...

Die zunehmende Lebenserwartung und der gewachsene Anspruch an die medizinische Versorgung, macht eine langlebige Implantation von künstlichen Kniegelenken unabdingbar. Die korrekte Achslage der Komponenten und eine gerade postoperative Beinachse zählen mit zu den wichtigsten Kriterien, um eine lange Standzeit von Knieendoprothesen zu gewährleisten. Unter Verwendung konventioneller Instrumentarien traten in Studien immer wieder Fehlimplantationsraten, außerhalb des Sicherheitsbereichs von ±3°, von bis zu 30° auf.
Das Ziel dieser Arbeit war es, zu ermitteln, inwieweit sich die Implantationsqualität bezüglich der Achslage mittels Navigation bei einem großen unselektierten Patientenkollektiv verbessern lässt.
In einer prospektiven Studie wurden unselektiert 400 Patienten mit primärer Gonarthrose ausgewählt, die eine Endoprothese (PFC-Sigma, Fa. Depuy) durch Verwendung eines navigationsgestützten Verfahrens (Vektor Vision, Fa. BrainLab) erhielten. Die Röntgensätze bestehend aus prä- und postoperativer Ganzbeinstandaufnahme anterior-posterior und lateral wurden bezüglich der einzelnen Komponentenlage und der Beinachse vermessen. Zusätzlich wurde die OP-Dauer und das OP-Team festgehalten.
Eine postoperative Beinachse im Toleranzintervall von ± 3° konnte in 375 der Fälle (93%) festgestellt werden. In der Vermessung der frontalen Lage erreichten 88% der Patienten femoral und 91% tibial ein exaktes Ergebnis. Die Bestimmung der sagittalen Achsen ergab in 44% der Femur- und 91% der Tibiakomponenten ein Ergebnis im Referenzbereich. Die Analyse bezüglich der Abhängigkeit der Ergebnisse vom Erfahrungsgrad des Operateurs zeigte keinerlei Unterschied zwischen Fach- und Assistenzärzten.
Durch die Verwendung eines CT-freien Navigationssystems lässt sich die Implantationsgenauigkeit wesentlich steigern. Hohe Anschaffungskosten und zusätzlicher Materialaufwand sowie verlängerte OP-Zeiten stehen der Einsparung des Planungsaufwands in finanzieller Hinsicht entgegen. Operativ lässt sich durch die real-time Darstellung, jederzeit korrigierend bei Schnittabweichungen eingreifen.
Die Frage, ob eine präzisere Implantation mittels Navigation zur einer längeren Prothesenstandzeit führt, kann gegenwärtig noch nicht beantwortet werden. Die Untersuchung der potentiellen Verbesserung der Standzeiten und des klinischen Patienten-Outcomes durch die achskorrekte Implantation muss Gegenstand zukünftiger Studien sein.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Restoration of the mechanical leg axis and component positioning are crucial factors affecting long-term results in total knee arthroplasty (TKA). In a prospective study, 800 patients were operated on either using a CT-free navigation system or the conventional jig-based technique. Leg alignment and component orientation were determined on postoperative X-rays. The mechanical leg axis was ...

Restoration of the mechanical leg axis and component positioning are crucial factors affecting long-term results in total knee arthroplasty (TKA). In a prospective study, 800 patients were operated on either using a CT-free navigation system or the conventional jig-based technique. Leg alignment and component orientation were determined on postoperative X-rays. The mechanical leg axis was significantly better in the computer-assisted group (93%, within ±3° varus/valgus) compared to the conventional group (78%, within ±3° varus/valgus). On average, the operating time was increased by 7 min in the computer-assisted group. No significant differences were seen between senior and younger surgeons regarding postoperative leg alignment and operating time. Computer-assisted TKA leads to a more accurate restoration of leg alignment and component orientation compared to the conventional jig-based technique. Potential benefits in long-term outcome and functional improvement require further investigation.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum6 Oktober 2009
Begutachter (Erstgutachter)Markus (PD Dr.) Tingart
Tag der Prüfung28 September 2009
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Stichwörter / KeywordsKniegelenk , Totalendoprothese , Endoprothese , Gelenkendoprothese , Kniegelenkprothese , Navigationschirurgie , Navigation , Navigationssystem , CT-frei , TKA , total knee arthroplasty , imageless , CT-free , navigation
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-13748
Dokumenten-ID12345

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