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Betcher, Olga

Systematische Evaluierung von vier unterschiedlichen Real-Time-PCR-Nachweisverfahren für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) im Vergleich zu modernen kulturellen Nachweisverfahren

Betcher, Olga (2010) Systematische Evaluierung von vier unterschiedlichen Real-Time-PCR-Nachweisverfahren für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) im Vergleich zu modernen kulturellen Nachweisverfahren. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Mrz 2010 12:51
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.13226


Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Ziel dieser Promotionsarbeit war es, vier unterschiedliche aktuelle PCRNachweisverfahren für Methicillin-resistente Stapyhlococcus aureus (MRSA) untereinander und gegenüber modernen kulturellen Ansätzen in Bezug auf Sensitivität, Spezifität, Zeitaufwand, Kosteneffizienz und Anwendungsfreundlichkeit zu vergleichen. Ergebnisse: Der kulturelle Nachweis äußerte sich durch seine hohe ...

Hintergrund: Ziel dieser Promotionsarbeit war es, vier unterschiedliche aktuelle PCRNachweisverfahren
für Methicillin-resistente Stapyhlococcus aureus (MRSA) untereinander und
gegenüber modernen kulturellen Ansätzen in Bezug auf Sensitivität, Spezifität, Zeitaufwand,
Kosteneffizienz und Anwendungsfreundlichkeit zu vergleichen.
Ergebnisse: Der kulturelle Nachweis äußerte sich durch seine hohe diagnostische Wertigkeit
( Sensitivität und Spezifität von 100% ) und eine lange Befundübermittlung von mindestens 24-72h.
Mit dem GeneXpert MRSA Test erreichten wir bei der Sensitivität Werte von 90% und bei der
Spezifität 100%; zudem war die Probenaufbereitung und die Laufzeit die kürzeste aller Verfahren.
Der BD GeneOhm™MRSA Test lieferte eine Sensitivität von 94% und eine Spezifität von 100%;
die Vorbereitung der Proben war relativ aufwendig und konnte durch den kurzen Lauf nicht
ausgeglichen werden. Beim LightCycler®MRSA Advance Test ergab sich eine Sensitivität von
100%, eine Spezifität von 98,7% und außerdem eine einfache Lyse und durchschnittlich lange
Laufzeit. Die Regensburger in-house MRSA PCR erbrachte eine Sensitivität und Spezifität gleich
100%, wobei die Aufbereitung leicht und die Laufzeit die längste war.
Zusammenfassung: Durch schnelle PCR-gestützte Verfahren können kostenintensive und
umfangreiche Isolierungsmaßnahmen nach Aufnahmescreenings so effizient und so kurz wie
möglich gehalten werden. Die ansteigende Anzahl von MRSA-Trägern in deutschen
Krankenhäusern soll dadurch deutlich reduziert werden. Trotz der neuen Entwicklungen sollte der
kulturelle Nachweis als Goldstandard und als kostengünstigstes Verfahren nicht vergessen werden.
Welche Methode letztendlich zum Einsatz kommt, ist Frage der Laborausstattung, des klinischen
Patientenfalls und der zur Verfügung stehenden Gelder der Einrichtungen.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Background: The aim of this study was to compare four different topical PCR proof procedures for Methicillin Resistant Stapyhlococcus aureus (MRSA) together and with modern cultural attempts concerning sensitivity, specificity, time involved, cost efficiency and use friendliness. Results: The cultural proof expressed itself by his high diagnostic valency (sensitivity and specificity of 100%) and ...

Background: The aim of this study was to compare four different topical PCR proof procedures for
Methicillin Resistant Stapyhlococcus aureus (MRSA) together and with modern cultural attempts
concerning sensitivity, specificity, time involved, cost efficiency and use friendliness.
Results: The cultural proof expressed itself by his high diagnostic valency (sensitivity and
specificity of 100%) and a long findings transmission from at least 24-72h.
With the GeneXpert MRSA Test we reached sensitivity values from 90% and specificity values
from 100%; besides, was the test processing and the running time shortest of all procedures.
The BD GeneOhm™ MRSA test delivered a sensitivity of 94% and a specificity of 100%; the
preparation of the samples was relatively laborious and could not be compensated by the short
runtime. With the LightCycler®MRSA Advance Test arose a sensitivity of 100%, a specificity of
98.7% and, moreover, an easy lysis and on an average long running period. The Regensburger in
house MRSA PCR produced a sensitivity and specificity of 100%, at which the processing was
easily and the running time the longest one.
Conclusion: Cost-intensive and extensive isolation measures after screenings can be held as briefly
and efficiently as possible by quick PCR-supported procedures. The rising number of MRSA
carriers in German hospitals should be thereby reduced clearly. In spite of the new developments
the cultural proof should not be forgotten as a golden standard and as the cheapest procedure.
Which method is used at last, is question of the lab equipment, the clinical patient's case and the
available money of the facilities.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum18 März 2010
Begutachter (Erstgutachter)PD Dr. Udo Reischl
Tag der Prüfung3 Februar 2010
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Stichwörter / KeywordsMRSA, Real-Time-PCR, Nachweisverfahren, Vergleich, SCCmec, Infektion, Screening, Kosteneffizienz, detection, comparison, infection, cost efficiency
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-132262
Dokumenten-ID13226

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