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Die Eignung immunhistochemischer Parameter zur Erkennung von Erkrankungssubphänotypen bei Morbus Crohn
Liebl, Andrea (2010) Die Eignung immunhistochemischer Parameter zur Erkennung von Erkrankungssubphänotypen bei Morbus Crohn. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Mrz 2010 14:26
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.13270
Zusammenfassung (Deutsch)
Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch- entzündliche Darmerkrankung, welche einen äußerst variablen Verlauf aufweist. Zum einen ist die Krankheit durch Schübe mit erhöhter Aktivität charakterisiert, zum anderen durch das Gegenüber von rein entzündlichen Krankheitsverläufen und Verläufen mit der Entstehung von Komplikationen wie Fisteln und Stenosen. Marker, welche mit dem ...
Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch- entzündliche Darmerkrankung, welche einen äußerst variablen Verlauf aufweist. Zum einen ist die Krankheit durch Schübe mit erhöhter Aktivität charakterisiert, zum anderen durch das Gegenüber von rein entzündlichen Krankheitsverläufen und Verläufen mit der Entstehung von Komplikationen wie Fisteln und Stenosen. Marker, welche mit dem Krankheitsverlauf assoziiert sind und Komplikationen voraussagen können, wären daher von großem Nutzen.
In dieser Arbeit wurden insbesondere immunhistochemische Parameter (Actin, Chymase, Tryptase, CD3, CD4, CD8, CD25 und CD68) aus Darmbiopsien, aber auch klinische Parameter auf eine mögliche Korrelation mit dem Krankheitsverlauf insgesamt und innerhalb eines Jahres nach Biopsieentnahme untersucht.
In der univariaten Analyse waren folgende Parameter mit dem Krankheitsverlauf assoziiert: weibliches Geschlecht (Fistel), Befall des terminalen Ileum (komplikationsloser Verlauf), fehlender Nachweis einer Vermehrung von CD3- positiven Lymphozyten (Krankheitsschub innerhalb eines Jahres), vermehrte CD20- Lymphozyten (Fistel) und vermehrter Nachweis von Chymase- positiven Zellen (Stenose innerhalb eines Jahres). In logistischen Regressionsanalysen ließen sich bei Verwendung nur einer Biopsie pro Patient als sehr gut bewertete Modelle (Nagelkerke R² ≥ 0,5) für einen rein entzündlichen Verlauf innerhalb eines Jahres, eines fistulierenden Verlaufs innerhalb eines Jahres und eines stenosierenden Verlaufs innerhalb eines Jahres erstellen. Die Wertigkeit des Modells für den fistulierenden Verlauf erscheint wegen der Bedeutung des Parameters „Antibiose“ fraglich. Die Beschränkung auf immunhistochemische Parameter ergibt lediglich schwächere Modelle. Für den prinzipiellen Krankheitsverlauf ließen sich keine oder lediglich akzeptable Modelle (0,2 < R² < 0,5) errechnen. Die Verwendung aller Biopsien erbringt Modelle mit zum Teil erheblich unterschiedlichen Einflußparametern.
Der Nutzen der gefundenen Prädiktionsmodelle muss in einer zweiten Kohorte bestätigt werden. Allerdings lässt die fehlende Konsistenz der Einflußparameter Zweifel an der Reliabilität der Modelle.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Background: Recent classification systems discriminate non-stricturing/non-penetrating Crohn`s disease (CD) from stricturing and penetrating Crohn`s disease. As yet, no easily detectable marker is known that can predict the course of CD. Individual, clinical course- specific new treatment schemes would be highly desirable for different potentially divergent pathophysiological pathways. Methods: ...
Background: Recent classification systems discriminate non-stricturing/non-penetrating Crohn`s disease (CD) from stricturing and penetrating Crohn`s disease. As yet, no easily detectable marker is known that can predict the course of CD. Individual, clinical course- specific new treatment schemes would be highly desirable for different potentially divergent pathophysiological pathways.
Methods: Intestinal tissue biopsies from 47 CD patients (69 biopsies) were studied retrospectively. In biopsy specimens, 9 immunochemical features and several clinical features present prior to the onset of strictures or fistulas were evaluated and compared with biopsies from patients with non- stricturing/non- penetrating disease in general, then with biopsies from patients with stricturing, penetrating or non- stricturing/non- penetrating course of CD within a year after biopsies were taken.
Results: Two clinical and three immunohistochemical parameters demonstrated significant associations to different disease courses when applying univariate analysis. In a multivariate logistic regression model, absence of CD3+- cells, absence of chymase, presence of CD68+- macrophages and CD8+- cells are the best variables to predict an uncomplicated disease course within a year.
Conclusion: Some immunohistochemical parameters may help to predict complications of CD prior to their onset. The results of this study have to be confirmed.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 18 März 2010 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Frank Klebl |
| Tag der Prüfung | 1 März 2010 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Innere Medizin I |
| Stichwörter / Keywords | Crohn`s disease, immunhistochemical feature, disease behavior, Morbus Crohn, Krankheitsverlauf, Immunhistochemie |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-132701 |
| Dokumenten-ID | 13270 |
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