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Kurz- und langfristige Ergebnisse nach intestinalen Resektionen bei Patienten mit Morbus Crohn
Kilger, Alexandra (2010) Kurz- und langfristige Ergebnisse nach intestinalen Resektionen bei Patienten mit Morbus Crohn. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 26 Mai 2010 13:14
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.15003
Zusammenfassung (Deutsch)
Unsere Arbeit konnte deutlich die zentrale Bedeutung der postoperativen Morbidität nach intestinalen Resektionen in der Behandlung der Patienten mit M. Crohn aufzeigen. Die anastomosennahen Komplikationen sind häufiger als bei Patienten, die vergleichbare Eingriffe wegen anderer Indikationen erhalten. Wir konnten die Risikofaktoren für die Entwicklung der postoperativen intraabdominellen ...
Unsere Arbeit konnte deutlich die zentrale Bedeutung der postoperativen Morbidität nach intestinalen Resektionen in der Behandlung der Patienten mit M. Crohn aufzeigen. Die anastomosennahen Komplikationen sind häufiger als bei Patienten, die vergleichbare Eingriffe wegen anderer Indikationen erhalten. Wir konnten die Risikofaktoren für die Entwicklung der postoperativen intraabdominellen septischen Komplikationen (IASC) identifizieren und damit die Erkenntnisse aus der Literatur nochmal bestätigen. Das postoperative Risiko wird durch den präoperativen Zustand des Patienten determiniert – ausgedrückt durch Variablen wie Gewichtsverlust, Vorliegen perforierender Entzündung, nicht drainierte Abszesse, Anämie, hohe Steroiddosierungen etc. Durch chirurgisch-technische Maßnahmen kann das Morbiditätsrisiko nicht beeinflusst werden. Es muss jedoch bei entsprechender Risikokonstellation die Option eines zwei-zeitigen Operierens, also zunächst Diskontinuitätsresektion und später Wiederanschlussoperation, in Erwägung gezogen werden, ähnlich wie dies z. B. bei Patienten mit schwerer Divertikulitis oder fulminanter Colitis ulcerosa bereits häufig gehandhabt wird. Andere Präventionsmaßnahmen wie präoperative Drainageeinlage, Antibiotika, Ernährung etc. müssen weiterhin erforscht werden.
Treten postoperative IASC auf, so bedeuten sie ein deutlich erhöhtes Mortalitätsrisiko und Risiko für weitere Komplikationen von Seiten des M. Crohn wie die Notwendigkeit weiterer Resektionen, Bildung enterokutaner Fisteln, erhöhtes Risiko, Stomaträger zu werden. Vor allem bei Patienten mit terminaler Ileitis und Dünndarm-Crohn kann jedoch die weitere Prognose durch die sekundäre Bildung einer Diskontinuitätssituation deutlich verbessert werden. Die Behandlungsstrategie bei Patienten mit Crohn-Colitis konnte nicht mit gleicher Klarheit festgestellt werden. Im Einzelfall ist die Erhaltung der Anastomose wohl jedoch gerechtfertigt.
Die laparoskopische Chirurgie hat ihren festen Stellenwert in der Behandlung der Patienten mit M. Crohn bereits erobert. Vor allem bei Patienten mit ileokolischen Resektionen ist das laparoskopische Vorgehen vielerorts eine Standardoperation. Der Eingriff kann ohne erhöhtes Risiko, gleichzeitig jedoch mit deutlich besserem kosmetischen Ergebnis durchgeführt werden. Letzteres ist besonders wichtig, da die Mehrzahl der Patienten jünger als 40 Jahre alt ist. Bei Patienten mit perforierender Entzündung muss jedoch eine hohe Bereitschaft für eine Konversion vorhanden sein. Auch ein primär offenes Vorgehen sollte bei diesen Patienten stets in Erwägung gezogen werden.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
This study clearly showed the central importance of postoperative morbidity following intestinal bowel resection in patients with Crohn´s disease. The complications at the anastomotic site following intestinal resection for Crohn´s disease are higher than for other benign disease. We were able to identify the risk factors for intraabdominal septic complications (IASC) and again support the ...
This study clearly showed the central importance of postoperative morbidity following intestinal bowel resection in patients with Crohn´s disease. The complications at the anastomotic site following intestinal resection for Crohn´s disease are higher than for other benign disease. We were able to identify the risk factors for intraabdominal septic complications (IASC) and again support the findings of the literature. The incidence of IASC is determined by preoperative disease severity – expressed by variables like weight loss, fistula or undrained abscess at the time of laparatomy, anemia, preoperative steroids etc. With surgical-technical measures the risk for postoperative complications can´t be influenced. For patients with relevant risk factors the possibility of a two stage procedure, e.g. first discontinuity resection and later Hartmann reversal should be considered, like it is already usual managed for example in patients with severe diverticulitis or fulminant colitis. Other preventive measures like preoperative use of percutaneuous abscess drainage, antibiotics, enteral or parenteral feeding etc. must further be researched.
If postoperative IASC occure, they have a detrimental influence on mortality risk and risk for further complications concerning Crohn´s disease, like the need for further resections, persistent complaints of enterocutaneus fistula or getting a stoma-carrier. Especially in patients with terminal ileitis and IASC a secondary creation of a discontinuity situation can significantly improve the prognosis. The therapeutic strategy in patients with Crohn´s Colitis could not be determined with the same clearness. In particular cases the prevention of the anastomosis is probably justified.
Laparoscopic surgery gained an important value in the therapy of patients with Crohn´s disease. Especially in patients with ileocolic resection the laparoscopic approach is a standard procedure in many places. Laparoscopic surgery can be done without increased risk, but with a significant better cosmetic result. Last is especially important as the majority of patients is younger than 40 years. In patients with perforating disease the threshold for conversion should be low. A primary open approach should always be considered in these patients.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 26 Mai 2010 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Pompiliu Piso und PD Dr. Frank Klebl |
| Tag der Prüfung | 12 Mai 2010 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Chirurgie |
| Stichwörter / Keywords | Morbus Crohn, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Darmresektion, intraabdominell septische Komplikationen und Risikofaktoren, chirurgisches Rezidiv, laparoskopische Chirurgie, Crohn´s disease, inflammatory bowel disease, intestinal bowel resection, intraabdominal septic complications and risk factors, surgical recurrence, laparoscopic surgery |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-150039 |
| Dokumenten-ID | 15003 |
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