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Wilscher, Stephanie

Statische und kinetische Gesichtsfelduntersuchung bei Kindern mittels verschiedener Strategien

Wilscher, Stephanie (2010) Statische und kinetische Gesichtsfelduntersuchung bei Kindern mittels verschiedener Strategien. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 11 Okt 2010 12:04
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.16900


Zusammenfassung (Deutsch)

Gesichtsfelduntersuchungen bei Kindern unterliegen speziellen Anforderungen und Schwierigkeiten. Die Untersuchung bei Kindern ist im Vergleich mit der von Erwachsenen ungleich schwieriger. In den letzten Jahren wurden viele Studien mit neuen Strategien veröffentlicht, um die Dauer der Untersuchung zu verkürzen. Die Tests wurden allerdings stets nur bei Erwachsenen durchgeführt. Veröffentlichte ...

Gesichtsfelduntersuchungen bei Kindern unterliegen speziellen Anforderungen und Schwierigkeiten. Die Untersuchung bei Kindern ist im Vergleich mit der von Erwachsenen ungleich schwieriger. In den letzten Jahren wurden viele Studien mit neuen Strategien veröffentlicht, um die Dauer der Untersuchung zu verkürzen. Die Tests wurden allerdings stets nur bei Erwachsenen durchgeführt. Veröffentlichte Ergebnisse von Untersuchungen mit Kindern finden sich kaum.
Ziel dieser Studie war die Überprüfung der Durchführbarkeit der Gesichtsfeldtestung bei Kindern.
Benutzt wurde ein handelsübliches Twinfield Perimeter (Halbkugelperimeter der Firma Oculus). Es wurden 50 Kinder zwischen fünf und 14 Jahren untersucht. 21 der Kinder waren gesund, 29 hatten die Diagnose Strabismus.
Begonnen wurde mit der kinetischen Perimetrie, analog zur klassischen Goldmannuntersuchung testeten wir auf zwölf Meridianen (in jeweils 30º Abstand) vier sich in Helligkeit und Punktgröße unterscheidenden Marken (III4, I4, I2, I1.) mit der Prüfgeschwindigkeit 2º/sec entsprechend dem Goldmann Standard.
Darauf folgend wurden die statischen Untersuchungen durchgeführt. Idealerweise wurde das Raster „Quick Screening“ mit 27 Prüfpunkten im 30º Gebiet viermal geprüft. Hierbei sollten jeweils zwei Untersuchungen mit jeder der beiden ausgewählten Strategien getestet werden. Neben der Schnellen Schwellen Strategie, wurde in dieser Studie mit der CLIP („continous light increment perimetrie“) gearbeitet. Als Abschluss erfolgte ein zweiter kinetischer Test.
Die Kinder wurden nach der Untersuchung gebeten diese im Bezug auf Schwierigkeit und Anstrengung zu bewerten. Der Untersucher beurteilte die zentrale Fixation der Kinder anhand einer Kontrollkamera auf dem Bildschirm und gab Bewertungen über Mitarbeit und Fixation ab.
Die automatische kinetische Untersuchung dauerte im Mittel 3,5 min pro Auge. Trotz der geringeren Testgeschwindigkeit ließ sich die Testdauer im Vergleich mit der manuellen Untersuchungsmethode verkürzen.
Bei der statioschen Perimetrie zeigten die Werte für die mittlere Empfindlichkeit, den mittleren Verlust und den Varianzverlust eine signifikante Altersabhängigkeit.
Bei der Untersuchung mit der CLIP Strategie fanden sich weniger abnormale Testpunkte und eine kleiner Rate flasch positiver Antworten im Vergleich mit der schnellen Schwellen Strategie.
Mit der Ausnahme eines 11 jährigen Mädchen konnten alle Kinder die Untersuchungen zumindest einmal durchführen. Ein Unterschied zwischen den schielenden und nichtschielenden Kindern zeigte sich nicht.
Bei 49 von 50 Kindern (98%) war die Untersuchung in einer im klinischen Alltag praktikablen Zeitdauer durchführbar.
Bei den statischen Tests was die Untersuchung mit der CLIP Strategie für Kinder unter 8 Jahren leichter.
Ältere Kinder erkanten die Stimuli tendenziell etwas weiter aussen und wurde durch den Untersucher in den Punkten Aufmerksamkeit und FIxation besser bewertet. Die Ergebnisse wurden nicht nur vom Alter des Probanden beeinflusst, sondern umso mehr von der Konzentration und der Motivation des Kindes.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Visual field testing in children is often a challenge as testing can be hampered by fatigue effects, easy distraction and lack of comprehension. For that reason new testing strategies for kinetic and static perimetry in children must be carefully evaluted. Automated kinetic and static perimetry has been successfully established in adults, but to date few results have been published relating to ...

Visual field testing in children is often a challenge as testing can be hampered by fatigue effects, easy distraction and lack of comprehension. For that reason new testing strategies for kinetic and static perimetry in children must be carefully evaluted.
Automated kinetic and static perimetry has been successfully established in adults, but to date few results have been published relating to children. A major advantage of automated kinetic perimetery is constant test velocity, independant of the examiner. This thesis describes the feasibility and outcome of automated kinetic and static perimetry in children in a standard clinical setting.
Fifty children aged 5-14 years were examined using a Twinfield-perimeter (Oculus Inc., Wetzlar, Germany), including healthy children, children with unilateral pathologies (normal eye tested) and children with unilateral strabismus (non-affected eye tested). Kinetic perimetry was performed using stimuli III4, I4, I2 and I1 (Goldmann standard) with a test velocity of 2°/s.
Static perimetry was performed with the fast threshold strategy and continous light increment perimetry (CLIP) in a 30° Raster with 27 points tested. Whenever possible, each test was performed twice. The children’s ability to complete the testing was scored by the examiner based on several parameters including attentiveness and central fixation.
Automated kinetic perimetry took about 3.5 min per eye and could be completed more quickly than manual Goldmann-perimetry, despite the lower test velocity. There was no significant correlation between age and the isopters or the area inside the isopters.
In static perimetry mean sensitivity increased and fixation losses decreased as a function of age. Contious light increment perimetry showed a lower number of abnormal fields an fewer false positive errors compares to fast threshold.
All children – with the exception of one 11 year old - were able to perform the tests at least once. No significant difference was found between children with and without strabismus.
In 49 out of 50 children (98%) automatic static and kinetic perimetry were possible in a clinical setting using a commercially available Twinfield-perimeter in a session of clinically practical duration.
In the static tests especially young children (under the age of 8) found that testing with CLIP was easier than with a fast threshold strategy.
Older children tended to detect the stimuli more peripherally. However, test performance was not only dependent on age, but also on the child’s maturity and ability to concentrate. Older children also got better results from the examiner evaluation parameters attention and central fixation.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum11 Oktober 2010
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Birgit Lorenz und Prof. Dr. Hugo Segerer
Tag der Prüfung16 September 2010
InstitutionenMedizin > Abteilung für Pädiatrische Ophthalmologie, Strabismologie und Ophthalmogenetik
ThemenverbundNicht ausgewählt
Stichwörter / Keywordsautomated kinetic perimetry, automated static perimetry, children, visual field, strabismus
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-169008
Dokumenten-ID16900

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