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Kriener, Christina Anna Margarete

Untersuchung von Polymorphismen in der Promotorregion des Östrogenrezeptor-beta-Gens bei Mammatumoren

Kriener, Christina Anna Margarete (2010) Untersuchung von Polymorphismen in der Promotorregion des Östrogenrezeptor-beta-Gens bei Mammatumoren. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 29 Nov 2010 08:10
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.18384


Zusammenfassung (Deutsch)

Steroidhormone wie Östrogene beeinflussen das Wachstum und die Entwicklung, aber auch die Entstehung von benignen und malignen Veränderungen des Mammagewebes. Vor dem Hintergrund, dass Polymorphismen in der Promotorregion des ERβ-Gens einen Einfluss auf dessen Expression und somit auf den Östrogensignalweg haben, wurden in dieser Arbeit drei ERβ-Promotor-SNPs untersucht. Insgesamt konnte ein ...

Steroidhormone wie Östrogene beeinflussen das Wachstum und die Entwicklung, aber auch die Entstehung von benignen und malignen Veränderungen des Mammagewebes.
Vor dem Hintergrund, dass Polymorphismen in der Promotorregion des ERβ-Gens einen Einfluss auf dessen Expression und somit auf den Östrogensignalweg haben, wurden in dieser Arbeit drei ERβ-Promotor-SNPs untersucht.
Insgesamt konnte ein Kollektiv von 183 Mammakarzinom-Patientinnen, 151 gesunde Kontrollen, 46 Patientinnen mit DCIS, 49 Patientinnen mit Fibroadenomen und 54 Mastopathie-Patientinnen in die Studie aufgenommen werden.
Für die Gruppe der Mammakarzinome wurden klinisch-pathologische Daten wie Tumorstatus, Nodalstatus, Differenzierungsgrad, Steroidhormonrezeptorstatus, HER-2-Status und das Diagnosealter der Patientinnen erfasst.
Von allen Teilnehmern standen Blutproben zur Verfügung, aus denen zunächst DNA isoliert wurde. Es folgte eine Genotypisierung mit Hilfe der Tetra-Primer ARMS-PCR Methode anhand der Promotor-SNPs rs2987983, rs3020450 und rs3020449 im ERβ-Gen.
Anschließend erfolgte eine Genotyp-Phänotyp-Assoziation der Gruppen untereinander und der Mammakarzinome mit den klinisch-pathologischen Daten.
Die Assoziation der Mammakarzinome mit den Allelen der ERβ-SNPs oder deren Haplotypen und dem klinischen Phänotyp hinsichtlich des Tumorstatus, des Lymphknotenbefalls, des Steriodhormonrezeptorstatus oder des Tumorgradings ergaben keine statistisch signifikanten Ergebnisse. Die Assoziation mit dem HER-2-Status konnte nur eine Tendenz anhand eines SNP zeigen.
Bei der Assoziation mit dem Diagnosealter der Patientinnen konnte für einen SNP ein signifikanter Unterschied in der Allelpositivität gefunden werden, für einen weiteren SNP eine Tendenz.
In den Gruppenvergleichen konnte im Vergleich der Mammakarzinome mit den gesunden Kontrollen eine fragliche Assoziation mit der Allelpositivität eines SNPs gezeigt werden.
Einen weiteren Trend ergab der Vergleich von DCIS mit der Kontrollgruppe für einen SNP. Dieses Ergebnis konnte durch einen Vergleich von Karzinomen mit DCIS gestützt werden.
Um die Aktualität dieses Studienthemas zu verdeutlichen, wurden alle Ergebnisse mit der Literatur aufgearbeitet und verglichen. Dabei ergaben sich hinsichtlich der Assoziationen der Genotypen der Mammakarzinome mit den klinisch-pathologischen Daten Parallelen. Anhand der Gruppenvergleiche, insbesondere der Mammakarzinome mit der Kontrollgruppe, stimmten die Ergebnisse teilweise nicht mit der Literatur überein.
Gerade aber die Ergebnisse des DCIS-Kollektivs ermutigen dazu, diese Untersuchung im Rahmen einer erweiterten Studie zu wiederholen, um Ergebnisse, die bislang nur als Trend beschrieben werden konnten, zu untermauern.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Steroid hormones like estrogens influence both growth and development, as well as formation of benign and malignant changes of the breast. Considering the fact, that single nucleotide polymorphisms (SNPs) in the promoter region of the ERß-gen influence its expression and consecutively have an impact on the estrogen dependent signalling, three ERß-promotor-SNPs have been analysed in this study. ...

Steroid hormones like estrogens influence both growth and development, as well as formation of benign and malignant changes of the breast.
Considering the fact, that single nucleotide polymorphisms (SNPs) in the promoter region of the ERß-gen influence its expression and consecutively have an impact on the estrogen dependent signalling, three ERß-promotor-SNPs have been analysed in this study.
In total, 183 breast cancer patients, 151 healthy controls, 46 patients with DCIS, 49 patients with fibroadenomas and 54 patients with a mastopathy have been included in the study.
Clinical pathological data like tumor status, lymph node status, grade of differentiation, steroid hormone receptor status, HER-2 status and age at diagnosis have been gathered from the breast cancer patients.
From all participants blood samples were available for DNA extraction. The samples were further analysed for genotyping using the tetra-primer ARMS-PCR method on the basis of the promoter-SNPs rs2987983, rs3020450 and rs 3020449 in the ERß-gene.
Afterwards, a genotype-phenotype-association between the different groups and breast cancer patients analysing the clinical pathological data was performed.
The analysis of the ERß-SNPs alleles or its haplotypes to detect an association between breast cancer patients and the different clinical phenotypes showed no statistical significance for the tumor status, lymph node status, steroid hormone receptor status or tumor grading. The investigation of the association with the HER-2 status showed a tendency to one SNP.
A significant difference for one SNP in the allele positivity was detected analysing age at diagnosis, while for another SNP a tendency versus significance was detected.
The comparison of the different subgroups showed an arguable association between the breast cancer patients and healthy controls.
While comparing DCIS samples with normal controls, a further trend for one SNP was detectable. This result was further strengthened by the comparison of breast cancer with DCIS samples.
All results have been re-analysed and discussed in context with current literature. At this, associations in regard to the genotypes of breast cancers and clinical pathological data were detectable. Considering the group comparison results of our study, in particular the results of the breast cancer group comparing the normal controls did not match with literature.
However, the results regarding the DCIS patients should encourage performing further studies with an increased patient number to fortify our results.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum29 November 2010
Begutachter (Erstgutachter)PD Dr. Oliver Treeck und Prof. Dr. Rainer Straub
Tag der Prüfung24 November 2010
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Frauenheilkunde)
ThemenverbundNicht ausgewählt
Stichwörter / KeywordsMammakarzinom, Östrogenrezeptor beta, SNPs, Assoziationsstudie breast cancer, estrogen receptor beta, SNPs, association study
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-183844
Dokumenten-ID18384

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