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Schmid, Ursula

Prospektive, randomisierte, klinische Pilotstudie zur Untersuchung der postoperativen Nachbehandlung von Patienten mit distaler Radiusfraktur nach palmarer winkelstabiler Plattenosteosynthese

Schmid, Ursula (2011) Prospektive, randomisierte, klinische Pilotstudie zur Untersuchung der postoperativen Nachbehandlung von Patienten mit distaler Radiusfraktur nach palmarer winkelstabiler Plattenosteosynthese. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Jul 2011 07:02
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.21287


Zusammenfassung (Deutsch)

Die distale Radiusfraktur ist einer der häufigsten menschlichen Knochenbrüche. Mit der Einführung winkelstabiler Implantate am distalen Radius wurde vor allem die frühfunktionelle Nachbehandlung als großer Vorteil dieser Versorgung angesehen. Die These, die frühe Mobilisation liefere bessere klinische Ergebnisse, ist nicht bewiesen. Die vorliegende Arbeit dient der Planung einer Folgestudie zur ...

Die distale Radiusfraktur ist einer der häufigsten menschlichen Knochenbrüche. Mit der Einführung winkelstabiler Implantate am distalen Radius wurde vor allem die frühfunktionelle Nachbehandlung als großer Vorteil dieser Versorgung angesehen. Die These, die frühe Mobilisation liefere bessere klinische Ergebnisse, ist nicht bewiesen. Die vorliegende Arbeit dient der Planung einer Folgestudie zur Überprüfung dieser These. Es wurden erste systematische Daten erhoben, um die Machbarkeit einer Folgestudie zu untersuchen und geeignete Effektorgrößen zu bestimmen. Hierzu wurden im Zeitraum eines Jahres Patienten in die Studie eingeschlossen. Diese wurden in zwei Gruppen randomisiert: eine Gruppe mit früher Mobilisation und einer Gruppe mit Ruhigstellung für vier Wochen. Jeder Patient wurde innerhalb von sechs Monaten an fünf Terminen klinisch nachuntersucht.
Die Ergebnissezeigen, dass einer Folgestudie machbar ist. Außerdem zeigten sich einzelne Schwachstellen im Studienprotkoll. Zum Beispiel führte die Art der Randomisierung bei kleiner Fallzahl zu einer ungleichen Aufteilung der Patienten. Außerdem sollten Patienten mit beidseits verletzten Armen und Patienten mit schwerwiegenden Begleitverletzungen von einer Folgestudie ausgeschlossen werden, um die Vergleichbarkeit der Gruppen zu gewährleisten. Einzelne Ergebnisse zeigten schlechtere Werte in der Ruhigstellungsgruppe im Vergleich zur Mobilisierungsgruppe. Bei anderen Parametern deuteten sich Vorteile der Ruhigstellungsgruppe gegenüber der frühfunktionellen Gruppe an. Aufgrund der schlechten Vergleichbarkeit der beiden Gruppen können daraus keine eindeutigen Rückschlüsse gezogen werden.
Als Haupteffektorgröße für eine Folgestudie wird der DASH-Score vorgeschlagen. Dieser stellt den Verlauf gut dar und lässt sich günstig und schnell ermitteln. Alternativ bietet sich der Quick-DASH an. Als Nebengrößen sollten Schmerzstärke mittels VAS und erster Schmerzauslöser dokumentiert werden. Die Wertigkeit der Parameter Kraft und Bewegungsumfang ist unklar. Diese dokumentieren die Einschränkungen der Patienten nicht ausreichend, sind aber bei der Frage Mobilisation vs. Immobilisation doch interessant.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The distal radial fracture is one of the most common injuries to the human skeletal system. When angular stable implants for the distal radius were introduced, the possibility of early functional treatment was believed to be a particular advantage of this treatment. The hypothesis that early mobilisation is leading to better clinical results is yet to be attested. This study is part of the ...

The distal radial fracture is one of the most common injuries to the human skeletal system. When angular stable implants for the distal radius were introduced, the possibility of early functional treatment was believed to be a particular advantage of this treatment. The hypothesis that early mobilisation is leading to better clinical results is yet to be attested. This study is part of the planning of a subsequent study, testing this hypothesis. A first set of data was collected systematically to examine the feasibility of a future study and to determine adequate parameters. Over the course of 12 months, patients were admitted to the study. These patients were randomly assigned to two groups: one with early motion and one with immobilisation for four weeks. Each patient was clinically examined on five appointments over the course of six months.
The results show that a future study would be feasible. Moreover some weaknesses in the study protocol were revealed: For instance, the method of randomization lead to disproportionate groups due to the small number of cases. Moreover, patients with injuries of both upper extremities and patients with grave concomitant injuries should be excluded in a future study to ensure the comparability of the groups. Several results show worse clinical function of the immobilisation group in comparison to the early function group. Concerning other parameters there seem to be some advantages of immobilisation e over mobilisation. Considering the weak comparability of both groups, no clear conclusions can be drawn on this basis.
The DASH-Score is recommended to be the main parameter for a subsequent study. This score illustrates the healing process clearly and can be calculated easily. Alternatively, the Quick-Dash can be chosen. As additional side parameters pain intensity should be measured, using VAS and the activity leading to pain should be documented. The significance of the parameters of force and ROM remains unclear. They do not sufficiently represent the patients´ limitations but are of some interest for the comparison of mobilisation and immobilisation.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum5 Juli 2011
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Michael Nerlich und PD Dr. Martin Proescholdt
Tag der Prüfung30 Mai 2011
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Unfallchirurgie
ThemenverbundNicht ausgewählt
Stichwörter / Keywordsdistale Radiusfraktur, winkelstabile Plattenosteosynthese, postoperative Nachbehandlung, Mobilisation
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-212872
Dokumenten-ID21287

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