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Bedö, Helmut

Stellenwert des anti-MCV-Antikörpernachweises im Vergleich zu Rheumafaktoren und anti-CCP-Antikörpern bei Patienten mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Routinediagnostik

Bedö, Helmut (2011) Stellenwert des anti-MCV-Antikörpernachweises im Vergleich zu Rheumafaktoren und anti-CCP-Antikörpern bei Patienten mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Routinediagnostik. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 26 Sep 2011 08:32
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.22132


Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde die diagnostische Relevanz des Biomarkers anti-MCV-Antikörper mit den bereits etablierten und in die Leitlinien aufgenommenen Biomarkern anti-CCP-Antikörper und Rheumafaktoren verglichen. Diskutiert wird die Aufnahme von anti-MCV-Antikörpern in die rheumatologische Routinediagnostik. Grundlage der retrospektiv analytischen Arbeit waren die Patientenakten sowie die ...

In der vorliegenden Arbeit wurde die diagnostische Relevanz des Biomarkers anti-MCV-Antikörper mit den bereits etablierten und in die Leitlinien aufgenommenen Biomarkern anti-CCP-Antikörper und Rheumafaktoren verglichen. Diskutiert wird die Aufnahme von anti-MCV-Antikörpern in die rheumatologische Routinediagnostik. Grundlage der retrospektiv analytischen Arbeit waren die Patientenakten sowie die Laborbefunde von 2641 Patienten, die sich mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Klinik Bad Abbach im Zeitraum vom 02. Januar 1995 2005 bis zum 20. Dezember 2008 4200 vorstellten. Die Patientenseren wurden auf das Vorliegen von anti-CCP-Antikörper, anti-MCV-Antikörpern und Rheumafaktoren untersucht, und in Zusammenschau mit dem klinischen Beschwerdebild gebracht. Bei 1143 (43,3%) Patienten, also fast der Hälfte des Kollektivs, (43,3%) zeigte sich mindestens einer dieser Autoantikörper signifikant erhöht. Bei 130 (4,9%) Patienten fanden sich als alleinige Seromarker anti-MCV-Antikörper. Unter allen 2641 analysierten Patientenseren gab es keine Probe, die sich ausschließlich auf anti-CCP-Antikörper positiv zeigte. Somit zeigte sich bei den seropositiven Arthritiden anti-MCV-Antikörper als wichtiger diagnostischer Marker. Im analysierten Patientenkollektiv war die Bestimmung von anti-MCV-Antikörpern in Kombination mit Rheumafaktoren völlig ausreichend, um alle seropositiven Patienten mit Arthritiden aus dem rheumatologischen Formenkreis zu diagnostizieren. Der Verzicht auf die Bestimmungen von Anti-CCP-Antikörpern ergab im analysierten Kollektiv keine diagnostische Lücke. Als stufendiagnostisches Modell zeigt sich die Bestimmung von Rheumafaktoren und Anti-MCV-Antikörpern, möglicherweise auch als Bedsidetest, sowohl effizient als auch als kostengünstige Alternative zur bisherigen Bestimmung von Anti-CCP-Antikörpern im rheumatologischen Speziallabor.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde die diagnostische Relevanz des Biomarkers anti-MCV-Antikörper mit den bereits etablierten und in die Leitlinien aufgenommenen Biomarkern anti-CCP-Antikörper und Rheumafaktoren verglichen. Diskutiert wird die Aufnahme von anti-MCV-Antikörpern in die rheumatologische Routinediagnostik. Grundlage der retrospektiv analytischen Arbeit waren die Patientenakten sowie die ...

In der vorliegenden Arbeit wurde die diagnostische Relevanz des Biomarkers anti-MCV-Antikörper mit den bereits etablierten und in die Leitlinien aufgenommenen Biomarkern anti-CCP-Antikörper und Rheumafaktoren verglichen. Diskutiert wird die Aufnahme von anti-MCV-Antikörpern in die rheumatologische Routinediagnostik. Grundlage der retrospektiv analytischen Arbeit waren die Patientenakten sowie die Laborbefunde von 2641 Patienten, die sich mit Gelenkbeschwerden in der rheumatologischen Klinik Bad Abbach im Zeitraum vom 02. Januar 1995 2005 bis zum 20. Dezember 2008 4200 vorstellten. Die Patientenseren wurden auf das Vorliegen von anti-CCP-Antikörper, anti-MCV-Antikörpern und Rheumafaktoren untersucht, und in Zusammenschau mit dem klinischen Beschwerdebild gebracht. Bei 1143 (43,3%) Patienten, also fast der Hälfte des Kollektivs, (43,3%) zeigte sich mindestens einer dieser Autoantikörper signifikant erhöht. Bei 130 (4,9%) Patienten fanden sich als alleinige Seromarker anti-MCV-Antikörper. Unter allen 2641 analysierten Patientenseren gab es keine Probe, die sich ausschließlich auf anti-CCP-Antikörper positiv zeigte. Somit zeigte sich bei den seropositiven Arthritiden anti-MCV-Antikörper als wichtiger diagnostischer Marker. Im analysierten Patientenkollektiv war die Bestimmung von anti-MCV-Antikörpern in Kombination mit Rheumafaktoren völlig ausreichend, um alle seropositiven Patienten mit Arthritiden aus dem rheumatologischen Formenkreis zu diagnostizieren. Der Verzicht auf die Bestimmungen von Anti-CCP-Antikörpern ergab im analysierten Kollektiv keine diagnostische Lücke. Als stufendiagnostisches Modell zeigt sich die Bestimmung von Rheumafaktoren und Anti-MCV-Antikörpern, möglicherweise auch als Bedsidetest, sowohl effizient als auch als kostengünstige Alternative zur bisherigen Bestimmung von Anti-CCP-Antikörpern im rheumatologischen Speziallabor.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum26 September 2011
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Martin Fleck und PD Dr. Johannes Beckmann
Tag der Prüfung7 September 2011
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin I
ThemenverbundNicht ausgewählt
Stichwörter / KeywordsAnti-MCV, mutiertes citrulliniertes Vimentin, ACPA, Rheumafaktoren, Anti-CCP, Rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-221328
Dokumenten-ID22132

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