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Wortmann, Teresa

Dr. Johann Ulrich Gottlieb von Schäffer (1753 - 1829) - Regensburger Arzt zwischen Aufklärung und Romantischer Medizin

Wortmann, Teresa (2012) Dr. Johann Ulrich Gottlieb von Schäffer (1753 - 1829) - Regensburger Arzt zwischen Aufklärung und Romantischer Medizin. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 28 Feb 2012 07:17
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.23488


Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit befasst sich mit der Würdigung der biographischen und wissenschaftlichen Leistungen des Regensburger Arztes Dr. Johann Ulrich Gottlieb von Schäffer (1753-1829). Als Spross einer Gelehrtenfamilie und erfolgreicher Mediziner genoss Schäffer ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Nach Abschluss des Medizinstudium war er zunächst als Leibarzt am Hof des Fürsten von Öttingen-Wallerstein ...

Die Arbeit befasst sich mit der Würdigung der biographischen und wissenschaftlichen Leistungen des Regensburger Arztes Dr. Johann Ulrich Gottlieb von Schäffer (1753-1829).
Als Spross einer Gelehrtenfamilie und erfolgreicher Mediziner genoss Schäffer ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Nach Abschluss des Medizinstudium war er zunächst als Leibarzt am Hof des Fürsten von Öttingen-Wallerstein tätig und kehrte schließlich in seine Heimatstadt zurück. Dort wurde er 1804 zum Mitglied des Sanitätsrates. In dieser Position beteiligte er sich aktiv an der Gesundheitspolitik und suchte den wissenschaftlichen Austausch mit ärztlichen Kollegen. Sein Einsatz wurde 1824 durch die Verleihung des Zivilverdienstordens der bayerischen Krone belohnt. Während seiner Laufbahn veröffentlichte Schäffer zahlreiche wissenschaftliche Publikationen.. Neben der Rezeption zeitgenössischer Ansichten entwickelte er eigenständige Medizinkonzepte. Ein Leitgedanke ist seine tiefe Überzeugung von der pathogenetischen Bedeutung der Nerven. Das Konzept der sogenannte rationelle Nervenpathologie ist Grundlage vieler Veröffentlichungen. Neben seiner neuropathologischen Überzeugung legte Schäffer großen Wert auf die Individualität. Die Berücksichtigung individueller Aspekte wie Alter, Konstitution und Geschlecht war für ihn unerlässliche Voraussetzung für eine fehlerfreie Diagnose und Therapie von Erkrankungen. Ein weiterer Aspekt ist die Bedeutung der Präventivmedizin. Neben aufgeklärten Ansichten Schäffers finden sich einige romantisch geprägte Veröffentlichungen. Trotz allem war Schäffer zu keiner Zeit ein typischer Romantiker. Die Mehrzahl seiner Publikationen zeigt ihn als rationellen Arzt, der sich weniger in metaphysischen Spekulationen verging, sondern eine praxisbezogene Medizin vertrat.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The thesis deals with the biographic and scientific achievements of the Regensburg physician Dr. Johann Ulrich Gottlieb von Schäffer (1753-1829). As a sprout of an academic family and successful health professional he had an excellent social reputation. After finishing his medical studies he worked as a personal physician at the court of Öttingen-Wallerstein and afterwards returned to his ...

The thesis deals with the biographic and scientific achievements of the Regensburg physician Dr. Johann Ulrich Gottlieb von Schäffer (1753-1829). As a sprout of an academic family and successful health professional he had an excellent social reputation. After finishing his medical studies he worked as a personal physician at the court of Öttingen-Wallerstein and afterwards returned to his hometown. There he became member of the Sanitätsrat in 1804. In this position he was actively involved in health politics and scientific conferences with his colleagues. During his career he published many academic papers. Besides from reviewing contemporary ideas he developed his own medical concepts. One of them is the so called rational neuropathology. In addition to that he emphasized the value of individuality. The consideration of individual aspects such as age, sex and constitution was absolutely necessary for an accurate diagnosis and therapy of diseases. Another aspect is the importance of preventive medicine. Apart from enlightened papers there are also some romantic publications. However Schäffer never was a typical romantic physician. The majority of his articles shows him as a rational health professional, who did not went into unrealistic speculations, but stood for a practical health care.


Beteiligte Einrichtungen


    Details

    DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
    Datum28 Februar 2012
    Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Dr. Werner E. Gerabek
    Tag der Prüfung22 Februar 2012
    InstitutionenNicht ausgewählt
    Stichwörter / KeywordsSchäffer, Medizingeschichte, Regensburg, Aufklärung, Romantische Medizin
    Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
    StatusVeröffentlicht
    BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
    An der Universität Regensburg entstandenJa
    URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-234888
    Dokumenten-ID23488

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