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Skrebsky, Thomas Maximilian

Klinisch-funktionelles Outcome nach dorsoventralen Wirbelsäulenspondylodesen unter Verwendung von Titan Cages und corticospongiösen Spänen

Skrebsky, Thomas Maximilian (2013) Klinisch-funktionelles Outcome nach dorsoventralen Wirbelsäulenspondylodesen unter Verwendung von Titan Cages und corticospongiösen Spänen. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 11 Feb 2013 07:43
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.27031


Zusammenfassung (Deutsch)

Die Entwicklung im Bereich der Wirbelsäulenstabilisierung schreitet seit ihrer Erstanwendung bei Albee und Hibbs im Jahre 1911 immer weiter voran. Die alleinigen dorsalen langstreckigen Verfahren wurden mittlerweile zu Gunsten der dorsoventralen Stabilisierungen verlassen. Die minimalinvasive Versorgung, sowohl für die dorsale Instrumentierung als auch für die thorakoskopische Versorgung der ...

Die Entwicklung im Bereich der Wirbelsäulenstabilisierung schreitet seit ihrer Erstanwendung bei Albee und Hibbs im Jahre 1911 immer weiter voran. Die alleinigen dorsalen langstreckigen Verfahren wurden mittlerweile zu Gunsten der dorsoventralen Stabilisierungen verlassen. Die minimalinvasive Versorgung, sowohl für die dorsale Instrumentierung als auch für die thorakoskopische Versorgung der ventralen Säule, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ungeachtet dessen wird weiterhin diskutiert, ob die Interposition von autologem Knochen bzw. CS-Span zur Rekonstruktion der ventralen Säule verwendet werden sollte oder die von der Industrie angebotenen Titan Cages, die sowohl expandierbar als auch fest erhältlich sind. In der hier vorgestellten Arbeit sollen unsere Ergebnisse aus den Jahren 2006 bis 2010 vorgestellt werden. Unser Patientenkollektiv umfasste 51 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren. Das Verhältnis von Männern und Frauen lag bei 34 > 17. Es wurden ausschließlich traumatische Frakturen eingeschlossen. In den aufgearbeiteten 4 Jahren wurden die Patienten sowohl von dorsal klassisch offen reponiert als auch minimalinvasiv versorgt. Die ventrale Säule wurde sowohl mit autogenem corticospongiösem Span als auch mittels Verwendung verschiedener Titan Cages wiederhergestellt. Die Verteilung der Frakturen über die Wirbelsäule hinweg entsprach der in der Literatur. Der thorakolumbale Übergang war mit Abstand der am häufigsten betroffen. Die von uns nachuntersuchten Patienten zeigten einen Score Verlust bei Verwendung des VAS-Wirbelsäulenscores von 40%, wobei dieser Score Verlust in den unterschiedlichen Gruppen der 21-40jährigen, der 41-60jährigen und der über 60jährigen unterschiedlich verteilt war. Die Patienten wurden von uns auch bezüglich der Einschränkung im täglichen Leben unter Verwendung des Modified Oswestry Low Back Pain Questionnaire in der deutschen Fassung befragt. Hierbei zeigte sich bei 76% nur eine minimale bis gemäßigte Beeinträchtigung und lediglich 3% unseres Patientengutes musste als invalidisiert betrachtet werden. Bei der Auswertung der radiologischen Nachuntersuchung zeigten unsere Patienten nach Metallentfernung einen Repositionsverlust zwischen 1° und 31°, im Mittel 10,4°. Dies entspricht der Literatur.

Zusammenfassend zeigt das Ergebnis unserer Nachuntersuchung ein mit der Literatur übereinstimmendes Bild:
Die anteriore Spondylodese nach vorangegangener dorsaler Instrumentierung, unter alleiniger Verwendung eines autologen Knochens führt zu einem deutlichen Repositionsverlust mit Kyphosierung der Wirbelsäule.
Deshalb empfehlen wir die Wiederherstellung der ventralen Säule durch expandierbare Titan Cages. Die ventrale Versorgung mit corticospongiösem Span, nach dorsaler Stabilisierung, sollte nur für die monosegmentale Fusion, gegebenenfalls mit ventraler Zusatzinstrumentierung durchgeführt werden.
Eine interessante technologische Neuentwicklung stellen Knochenersatzmaterialien wie z.B. das Trabecular Metal™ der Fa. Zimmer (Zimmer, USA) dar. Diese neuartigen Materialien weisen nicht nur eine sehr hohe Flexibilität, Festigkeit und Stabilität auf, sondern stellen durch ihr poröses Gewebe ein osteokonduktives Gerüst dar. Die etwaige Überlegenheit dieser neuartigen Materialien gegenüber den etablierten Titan Cages muss bei einem größeren Patientenkollektiv im Rahmen von Studien noch verglichen werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The development of spinal stabilization proceeds since its adoption by Albee and Hibbs in 1911. The sole long segmental posterior procedures have now been abandoned in favor of the dorsoventral stabilization. The minimally invasive treatment, for the posterior instrumentation and for the thoracoscopic supply of the anterior column, is gaining increasing importance. Despite this it is still ...

The development of spinal stabilization proceeds since its adoption by Albee and Hibbs in 1911. The sole long segmental posterior procedures have now been abandoned in favor of the dorsoventral stabilization. The minimally invasive treatment, for the posterior instrumentation and for the thoracoscopic supply of the anterior column, is gaining increasing importance. Despite this it is still discussed whether the interposition of autologous bone graft should be used to reconstruct the anterior column or titanium cages offered by industry, which are available expandable and fixed. In this paper, our results should be presented for the years 2006 to 2010. Our population of patients consisted of 51 patients with an average age of 51 years. The ratio between men and women was 34 : 17. There were included only traumatic fractures. In the worked-4 years, patients were repositioned with both dorsal classic open and minimally invasive technique. The anterior column was recovered with both autogenous bone graft and by use of various means of titanium cages. The distribution of the fractures across the spine corresponded to the literature. The thoracolumbar junction was affected most. The study reported by our patients showed a score loss when using the VAS spine score of 40%. This score loss was distributed differently in the diverse groups of the patients aged from 21 up to 40, from 41up to 60 and in the group of patients older than 60. The Patients were interviewed by us relating to their limitation in daily life using the Modified Oswestry Low Back Pain Questionnaire in the German version. It was found only a minimal to moderate impairment in 76%, and only 3% of our population of patients had to be considered as disabled. Evaluating the radiological follow-up of our patients it could be found a loss of repositioning between 1 ° and 31 °, this means 10.4 ° on average after removing the dorsal instrumentation. This corresponds to the literature.

The fusion of the anterior column after a previous posterior instrumentation, just by using an autologous bone graft leads to a significant loss of repositioning with a consecutive kyphosis of the spine.
Therefore, we recommend restoring the anterior column by expandable titanium cages. The ventral supply by using bone graft, after posterior stabilization should only be executed for the monosegmental fusion if necessary with additional anterior instrumentation.
An interesting new technological development in substituting bone is for example Trabecular Metal ™ produced by Zimmer, USA. These novel materials have not only a very high level of flexibility, strength and stability, they are by their porous fabric a kind of osteoconductive scaffold. The superiority of any of these novel materials to the established titanium cages needs to be compared with a larger group of patients.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum11 Februar 2013
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Bernd Füchtmeier
Tag der Prüfung8 Mai 2012
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Unfallchirurgie
Stichwörter / KeywordsWirbelsäulenspondylodese, Titan Cages, Corticospongiöse Späne
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-270311
Dokumenten-ID27031

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