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Friemel, Christina Elisabeth Hildegard

Visuell räumliches Vorstellungsvermögen - Ein Vergleich zwischen Chirurgen und Internisten

Friemel, Christina Elisabeth Hildegard (2013) Visuell räumliches Vorstellungsvermögen - Ein Vergleich zwischen Chirurgen und Internisten. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 03 Sep 2013 10:58
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.28702


Zusammenfassung (Deutsch)

Einige Forschungsgruppen attestieren Chirurgen ein besonders gutes visuell räumliches Vorstellungsvermögen (Risucci, 2002), (Boom- Saad et al., 2008). Während sich einige Forscher für die einzelnen Teilbereiche der Raumvorstellung interessieren, die bei Operateuren besonders gut ausgeprägt zu sein scheinen, liegt das Interesse anderer vielmehr darin, zu testen, ob dreidimensionale ...

Einige Forschungsgruppen attestieren Chirurgen ein besonders gutes visuell räumliches Vorstellungsvermögen (Risucci, 2002), (Boom- Saad et al., 2008). Während sich einige Forscher für die einzelnen Teilbereiche der Raumvorstellung interessieren, die bei Operateuren besonders gut ausgeprägt zu sein scheinen, liegt das Interesse anderer vielmehr darin, zu testen, ob dreidimensionale Simulator-Programme von Chirurgen zur Entwicklung von Raumvorstellung genutzt und Leistungssteigerungen effektiv auf reale Operationen übertragen werden können.
Da alle bisherigen Studien Vergleichsgruppen aus Personen ohne medizinischen Hintergrund rekrutierten, stellt sich die Frage, ob Chirurgen oder Studenten, die eine operative Karriere anstreben, auch im Vergleich zu ihren internistischen Kollegen bei Tests zur Raumvorstellung deutlich besser abschneiden. Zunächst wurde der Intelligenzquotient der Probanden mittels des Zahlenverbindungstest ermittelt, wobei hier zwischen den zu vergleichenden Gruppen keine Unterschiede manifest wurden. Da der Faktor Intelligenz als potentielle Einflussgröße relativiert werden konnte, war es möglich Unterschiede der räumlichen Vorstellungskraft zwischen den Versuchsgruppen besonders gut zu objektivieren. Der mentale Rotationstest diente zur Erfassung des visuell räumlichen Vorstellungsvermögens der Ärzte. Entgegen der Hypothese, dass Chirurgen bessere Ergebnisse erzielen würden als Internisten, zeigten sich vergleichbare Leistungsnachweise. Bezüglich Geschlechtsdifferenzen wurden die Ergebnisse vieler bisheriger Untersuchungen repliziert. Männer haben demnach ein deutlich besseres räumliches Vorstellungsvermögen als Frauen.
Weiterhin war es Ziel der Studie, individualspezifische Einflussfaktoren in Bezug zu Raumkompetenz zu setzten. Weder für den Faktor Sport noch für den Faktor Musik konnten positive Korrelationen aufgezeigt werden. Der Einflussfaktor Übung mit 3- dimensionalen Computerspielen/Simulatorprogrammen konnte aufgrund der nicht repräsentativen Datenlage nicht gewertet werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Several studies have reported statistically significant correlations between performance of surgeons and surgical trainees on tests of VSP and evaluations of performance of surgical technical skills (Risucci, 2002), (Boom- Saad et. A., 2008) There is also evidence that computer-aided simulators may increase the safety and efficiency of training in laparoscopic surgery. But most of this studies ...

Several studies have reported statistically significant correlations between performance of surgeons and surgical trainees on tests of VSP and evaluations of performance of surgical technical skills (Risucci, 2002), (Boom- Saad et. A., 2008) There is also evidence that computer-aided simulators may increase the safety and efficiency of training in laparoscopic surgery. But most of this studies compared surgeons with a normative sample. This study aimed to find out if there is a significant difference between surgeons and specialists for internal medicine performing the MRT, which measures visual spatial perception. ZVT was performed by the physicians to determine their IQ. As it was close-to-balance it must not be seen as a distracting determining factor on VSP. The hypothesis that surgeons outperform internist on VSP could not be shown in this study. But there is evidence that there exist significant sex differences in visual spatial perception in favor of men, which also is consistent with the current state of research. Individual factors such as physical activity and musical education did not influence VSP in a significant way. Experience using 3-D-simulation programs as a potential determining factor could not be considered because of not enough represantable facts.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum3 September 2013
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Bernd Kinner
Tag der Prüfung15 Juli 2013
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Unfallchirurgie
Humanwissenschaften > Institut für Sportwissenschaft
Stichwörter / KeywordsVisuell räumliches Vorstellungsvermögen, Chirurgen und Internisten, Geschlechtsdifferenzen, visual spatial perception, surgeons and specialists in internal medicine, sex differences
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-287029
Dokumenten-ID28702

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