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Cvetkova, Nadezhda

Vergleich von normalen und glaukomatösen Papillen bei Kindern und Erwachsenen mittels Optischer Kohärenztomografie Spectralis (Heidelberg Instruments)

Cvetkova, Nadezhda (2013) Vergleich von normalen und glaukomatösen Papillen bei Kindern und Erwachsenen mittels Optischer Kohärenztomografie Spectralis (Heidelberg Instruments). Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 13 Nov 2013 12:41
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.29006


Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Das Ziel unserer Studie war es festzustellen, ob die OCT-Untersuchung für Kinder geeignet ist und inwieweit die Papillenmorphologie und die retinale Nervenfaserschicht durch die Aufnahmen beurteilbar sind. Deswegen wurden in unserer Studie zwei Gruppen von Kindern mittels optischer Kohärenztomografie (OCT) untersucht, solche mit kongenitalem Glaukom und solche, bei denen keine ...

Ziel: Das Ziel unserer Studie war es festzustellen, ob die OCT-Untersuchung für Kinder geeignet ist und inwieweit die Papillenmorphologie und die retinale Nervenfaserschicht durch die Aufnahmen beurteilbar sind. Deswegen wurden in unserer Studie zwei Gruppen von Kindern mittels optischer Kohärenztomografie (OCT) untersucht, solche mit kongenitalem Glaukom und solche, bei denen keine Auffälligkeiten der Augen bekannt sind. Die Ergebnisse wurden mit den Messungen bei Erwachsenen mit Glaukomen und denjenigen bei gesunden erwachsenen Probanden verglichen.
Methoden: OCT-Aufnahmen der Papille wurden bei 27 Kindern ohne Glaukom und bei zwei mit bekannten, kongenialen Glaukomen aufgenommen im Alter von fünf bis 18 Jahren (Durchschnitt: Acht Jahre und fünf Monate). Dieselben Messungen wurden bei 18 Erwachsenen ohne Glaukom und 14 Erwachsenen mit Glaukomen (Durschnitt: 64 Jahre) durchgeführt. Augen mit hoher Myopie (>-8dpt) und hoher Hyperopie (>+6dpt) wurden in die Studie nicht eingeschlossen. Eine ophthalmologische Routineuntersuchung wurde bei jedem Patienten entsprechend des Alters durchgeführt, bevor der Patient in die Studie eingeschlossen wurde.
Ergebnisse: Zentraler Punkt dieser Studie waren die Messungen der Dicke der retinalen Nervenfaserschicht. Die OCT-Messung ergab die bekannte Verteilung mit den höchsten Nervenfaserschichtdicken inferior gefolgt von superior, nasal und zuletzt temporal. Diese Ergebnisse stimmen also mit denen anderer Verfahren sowie histologischen Ergebnissen überein.
Es konnte eine statistisch signifikante Abnahme der Dicke der retinalen Nervenfaserschicht bei den Glaukompatienten im Vergleich zur Kontrollgruppe dargestellt werden. Es wurde gezeigt, dass sowohl im superioren als auch im inferioren Bereich der Unterschied in der retinalen Nervenfaserschichtdicke bei gesunden Probanden und solchen mit Glaukomen signifikant war (p-Wert < 0,05). Im nasalen und temporalen Quadrant war die Abnahme der RNFL-Dicke, verursacht durch die Glaukomerkrankung, nicht so deutlich ausgeprägt, und es zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen der Fall- und der Kontrollgruppe.
In der hier vorliegenden Studie konnte deutlich gezeigt werden, dass die OCT-Untersuchung eine geeignete Methode für die Beobachtung der Papillenmorphologie bei Kindern und Erwachsenen ist. Eine weitere technische Entwicklung dieser Methode sollte dazu führen, dass die OCT-Aufnahme eine Routinemaßnahme bei der Bestimmung der Papillenstruktur im klinischen Alltag wird und somit einen bedeutenden Beitrag zur Diagnostik und Kontrolle der Glaukome bringt.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Aims: To assess optic disc parameters in children and adults by optical coherence tomography (OCT) and to compare normals with congenital, childhood and adult glaucomas. Methods: Fast optic disk scans using OCT were taken in 27 children without glaucoma and two children with congenital or childhood glaucomas (age five to 18 years, mean eight years and five months). The same examination was taken ...

Aims: To assess optic disc parameters in children and adults by optical coherence tomography (OCT) and to compare normals with congenital, childhood and adult glaucomas.

Methods: Fast optic disk scans using OCT were taken in 27 children without glaucoma and two children with congenital or childhood glaucomas (age five to 18 years, mean eight years and five months). The same examination was taken in 18 adults without glaucoma and 14 adults with glaucomas (mean 64 years). Eyes with high myopia (>-8dpt) and high hyperopia (>+6dpt) were not included in this study. Standardized eye examinations included best-corrected visual acuity, cycloplegic refraction and biometry measurements were made in the patients.

Results: From the age of five years on optic disk scans by OCT could be well conducted in most of the children. In normal subjects, the optic disk shape was oval in vertical direction. There was no statistically significant correlation between the optic disk shape and the axial length or the ametropia (spherical equivalent refraction). The retinal nerve fibre layer thickness was highest in the inferior quadrant, followed by the superior, the nasal, and the temporal region. The thickness of the retinal nerve fibre layer of adult with and without glaucomas was significant different in the inferior and superior region (p<0, 05). There was no significant difference in the nasal and temporal area. We did not compare the results in children groups because of the small number of children with glaucomas. These measurements were made manually, because in that period there was no automatically version for measuring the retinal nerve fibre layer.

Conclusions: Optical coherence tomography seems to be a valuable additional examination in children with childhood glaucomas and adults with glaucomas to monitor optic disk parameters. The results found in normal children are comparable to the findings in normal adults. The regions, at which the thickness of the retinal nerve fibre layer decreased first, were the inferior and superior ones. There was a significant difference between the groups of adults with glaucomas and without glaucoma. The OCT- Examination of the optic disk is a good additional method for the diagnosis and control of patients with glaucomas in clinical routine.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum13 November 2013
Begutachter (Erstgutachter)PD Dr. Isabel Oberacher-Velten
Tag der Prüfung5 November 2013
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Augenheilkunde
Medizin > Lehrstuhl für Neurologie
Stichwörter / KeywordsOCT, Glaukom, Nervenfaserschichtdicke, Kinder
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-290069
Dokumenten-ID29006

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