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May, Sabine

Klinische Anwendungsbeobachtung von Zahnhalsrestaurationen aus einem konventionellen und einem auf einer Dimer-Säure-Technologie basierenden fließfähigen Methacrylatkomposit

May, Sabine (2016) Klinische Anwendungsbeobachtung von Zahnhalsrestaurationen aus einem konventionellen und einem auf einer Dimer-Säure-Technologie basierenden fließfähigen Methacrylatkomposit. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 02 Feb 2016 12:35
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.32016


Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Studie war es, während eines Beobachtungszeitraumes von 18 Monaten das klinische Verhalten von zwei für die Restauration nicht-kariöser Zahnhalsdefekte auf dem Markt befindlichen fließfähigen Kompositen zu untersuchen, wobei es sich um ein konventionelles (FS: Filtek Supreme XTE Flow; 3M ESPE) und ein Komposit mit neuer Matrixtechnologie und ausgewiesenem verbesserten ...

Das Ziel dieser Studie war es, während eines Beobachtungszeitraumes von 18 Monaten das klinische Verhalten von zwei für die Restauration nicht-kariöser Zahnhalsdefekte auf dem Markt befindlichen fließfähigen Kompositen zu untersuchen, wobei es sich um ein konventionelles (FS: Filtek Supreme XTE Flow; 3M ESPE) und ein Komposit mit neuer Matrixtechnologie und ausgewiesenem verbesserten Schrumpfungsverhalten (ND: N´Durance Dimer Flow; Septodont) handelte. Die Nullhypothese war, dass beide Materialien ein ähnliches klinisches Verhalten zeigen.
In dieser kontrollierten prospektiven klinischen Studie im Split-Mouth-Design erhielten 50 Patienten, 16 Männer und 34 Frauen (medianes Alter 49 Jahre), je eine ND- und eine FS-Klasse-V-Restauration an Prämolaren in Verbindung mit dem selbstätzenden Adhäsivsystem Clearfil Protect Bond (Kuraray). Die Füllungen wurden von zwei unabhängigen Nachuntersuchern (nicht Behandler) unter Nutzung der FDI-Kriterien zum Zeitpunkt Baseline und 6, 12 und 18 Monate nach Füllungslegung bewertet. Die statistische Analyse der Daten erfolgte mittels Chi-Quadrat-Test bei einem Signifikanzniveau von α = 0,05. Der Patient galt als unabhängige statistische Einheit.
Alle Patienten wurden zu jedem Recall nachuntersucht. Der mediane PBI betrug 16% (Maximum 29). Alle ND- und FS-Restaurationen wurden als klinisch akzeptabel bewertet mit Ausnahme einer ND-Restauration, die zwischen dem 6- und 12-Monats-Recall verloren ging. Die fließfähigen Methacrylatkomposite ND und FS präsentierten generell ähnliche klinische Eigenschaften, ein signifikanter Unterschied zwischen den Materialien, unabhängig von den Einzelparametern, konnte nicht gezeigt werden. Ein allgemeines Problem waren ein Verlust der marginalen Integrität der Füllungen und die Zunahme der Randverfärbungen mit der Zeit. Sowohl für ND als auch für FS zeigte sich generell ein signifikanter Einfluss der Zeit, unabhängig von Einzelparametern. In den paarweisen Vergleichen zeigten sich signifikante Unterschiede für die Materialien ND und FS an Schmelz und Dentin. Für die marginale Adaptation zum Dentin waren die Ergebnisse für das Material ND besser. Dies war zum Untersuchungszeitpunkt Baseline statistisch signifikant. Hinsichtlich der Randverfärbung zum Schmelz und der marginalen Adaptation zum Schmelz waren die Ergebnisse für das Methacrylatkomposit FS besser. Dies war zum Untersuchungszeitpunkt 18 Monate für die Randverfärbung zum Schmelz und zum Untersuchungszeitpunkt 12 Monate für die marginale Adaptation zum Schmelz statistisch signifikant.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich nach 18 Monaten ein Unterschied zwischen dem Komposit mit der neuen Matrixtechnologie und dem mit der konventionellen Zusammensetzung klinisch nicht nachweisen ließ. Über die Zeit ist eine signifikante Alterung der Restaurationen festzustellen, die sich bei beiden Materialien in einer Zunahme von marginalen Verfärbungen und einem Verlust der marginalen Integrität in Form von einer Zunahme tastbarer Randunregel-mäßigkeiten zeigt.
Die Nullhypothese, dass das Material mit der neuen Matrix-Technologie ND ein ähnliches klinisches Verhalten wie das Referenzmaterial FS bei der Therapie nicht-kariöser Defekte zeigt, wurde nicht widerlegt.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The aim of the study was to evaluate two flowable composites advocated for the restoration of non-carious-cervical-lesions, one of them a conventional composite (FS: Filtek Supreme XTE Flow; 3M ESPE) and one of them a composite with new matrix-technology and improved shrinkage behaviour according to the manufacturers information (ND: N`Durance Dimer Flow; Septodont) over a period of 18 months. ...

The aim of the study was to evaluate two flowable composites advocated for the restoration of non-carious-cervical-lesions, one of them a conventional composite (FS: Filtek Supreme XTE Flow; 3M ESPE) and one of them a composite with new matrix-technology and improved shrinkage behaviour according to the manufacturers information (ND: N`Durance Dimer Flow; Septodont) over a period of 18 months. The null hypothesis was that both materials show a similar clinical performance.
In this controlled prospective clinical split-mouth study 50 patients, 16 male and 34 female (median age 49 years), received one ND and one FS Class-V-restoration in premolar teeth in combination with the self-etch adhesive system Clearfil Protect Bond (Kuraray). The restorations were clinically rated by two independent examiners (not operators) using FDI criteria at baseline and 6, 12 and 18 months after placement. The chi-square test on a level of significance of α = 0,05 was applied for statistical analysis of the data. The patient was regarded as a independent statistical unit.
All patients participated in all recalls. Median PBI was 16% (maximum 29%). All ND- and FS-restorations were rated clinically acceptable, expect for one ND-restoration that had debonded between 6 and 12 months-recall. The clinical performance of the flowable methacrylate composites ND and FS was generally similar. There was no statistically significant difference between the materials, independent of individual parameters. A general problem was loss of marginal integrity and corresponding increase of marginal staining over time. Significant influence of time was recorded for ND and FS, independent of individual parameters. The pairwise tests showed significant differences for the materials ND and FS within enamel and dentin. For the criterion marginal adaptation to dentin ND revealed better adaptation then FS. This was statistically significant at baseline. Regarding marginal staining along the enamel margin and marginal adaptation to enamel, the methacrylate composite FS revealed better results than ND. This was statistically significant at 18 months for marginal staining along the enamel margin and at 12 months for marginal adaptation to enamel.
In summary it can be said that after 18 month no difference can be detected between the composite with new matrix- technology and the composite with the conventional composition regarding clinical behaviour and retention of class V restorations. Over time, a significant alteration of restorations was observed in terms of marginal staining and loss of marginal integrity, noticeable as an increase of detectable irregularities of the restoration margins but all within the range of "satisfactory" and "good" ratings.
The null hypothesis, that the material with new matrix-technology ND shows a clinical performance similar to the reference material FS for therapy of non-carious-cervical-lesions was therefore not rejected.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum2 Februar 2016
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Gottfried Schmalz
Tag der Prüfung22 Juni 2015
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Zahnerhaltung und Parodontologie
Stichwörter / Keywordsnicht-kariöse Zahnhalsdefekte, fließfähige Komposite, FDI-Kriterien
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-320168
Dokumenten-ID32016

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