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Braun, Bernhard

Kombinierte Genom- und Transkriptomanalyse von einzelnen disseminierten Tumorzellen aus dem Knochenmark von Prostatakarzinompatienten

Braun, Bernhard (2016) Kombinierte Genom- und Transkriptomanalyse von einzelnen disseminierten Tumorzellen aus dem Knochenmark von Prostatakarzinompatienten. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Dez 2016 06:32
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.33055


Zusammenfassung (Deutsch)

Die ossäre Metastasierung ist beim Prostatakarzinom (PCa) die häufigste Art der Metastasenbildung und Patienten mit ossärer Metastasierung werden für unheilbar erachtet. Die Entwicklung gezielter Therapie gegen Prostatakarzinomzellen, die bereits vor Prostatektomie ins Knochenmark disseminiert sind – d.h. vor der klinisch fassbaren Metastasierung – könnte einen Ansatz darstellen, den letztendlich ...

Die ossäre Metastasierung ist beim Prostatakarzinom (PCa) die häufigste Art der Metastasenbildung und Patienten mit ossärer Metastasierung werden für unheilbar erachtet. Die Entwicklung gezielter Therapie gegen Prostatakarzinomzellen, die bereits vor Prostatektomie ins Knochenmark disseminiert sind – d.h. vor der klinisch fassbaren Metastasierung – könnte einen Ansatz darstellen, den letztendlich letal verlaufenden Prozess der Metastasierung zu verhindern. Deshalb analysierten wir das Transkriptom von disseminierten Tumorzellen (DCCs), die aus dem Knochenmark von Prostatakarzinompatienten ohne manifeste Metastasen (UICC Stadium M0) isoliert wurden. Wir untersuchten 105 Knochenmarksproben von M0-PCa Patienten und 18 Knochenmarksproben von männlichen Kontrollpatienten nach dem Vorhandensein von EpCAM+ Einzelzellen. Insgesamt konnten wir 270 Zellen aus beiden Kollektiven isolieren und deren Transkriptome für weitere Untersuchungen amplifizieren. Mittels gezielter Expressionsanalyse sollten DCCs eindeutig identifiziert werden, um sie im Folgenden einer kombinierten Genom- und Transkriptomanalyse zuzuführen. Alle Zellen wurden auf die Expression von EPCAM, KRT8, KRT18, KRT19, KRT14, KRT6a, KRT5, KLK3 (PSA), AR, ERG, CD44, PROM1 (CD133), MAGEA2, MAGEA4, PTPRC (CD45), CD33, CD34, CD19, GYPC, SCL4A1 (Bande 3 Protein), und HBA2 untersucht. Mittels dieser Transkripte war es jedoch unmöglich DCCs verlässlich zu identifizieren. Durch kombinierte Genom- und Transkriptomanalyse konnten wir nachweisen, dass EpCAM+ Zellen aus Kontrollpatienten Transkripte exprimierten, die eigentlich epithelialen Zellen zugeordnet werden, wohingegen DCCs auch hämatopoetische Transkripte exprimieren können. Diese Ergebnisse weisen auf eine unerwartet hohe Plastizität epithelialer Tumorzellen im Knochenmark hin und hinterfragen die heutzutage üblichen Kriterien bei der Identifikation von DCCs.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Bone is the most frequent site of metastasis in prostate cancer (PCa) and patients with bone metastases are deemed incurable. Targeting prostate cancer cells that disseminated to the bone marrow (BM) prior to surgery and before metastatic outgrowth may therefore prevent lethal metastasis. This prompted us to directly analyse the transcriptome of disseminated cancer cells (DCC) isolated from ...

Bone is the most frequent site of metastasis in prostate cancer (PCa) and patients with bone metastases are deemed incurable. Targeting prostate cancer cells that disseminated to the bone marrow (BM) prior to surgery and before metastatic outgrowth may therefore prevent lethal metastasis. This prompted us to directly analyse the transcriptome of disseminated cancer cells (DCC) isolated from non-metastatic (UICC stage M0) prostate cancer patients. We screened 105 BM samples of M0-stage prostate cancer patients and 18 BM samples of patients without malignancy for the presence of EpCAM+ single cells. In total we isolated 270 cells from both groups by micromanipulation and globally amplified their mRNA. We used targeted transcriptional profiling to unambiguously identify DCCs for subsequent in-depth analysis. Transcriptomes of all cells were examined for the expression of EPCAM, KRT8, KRT18, KRT19, KRT14, KRT6a, KRT5, KLK3 (PSA), MAGEA2, MAGEA4, PTPRC (CD45), CD33, CD34, CD19, GYPC, SCL4A1 (band 3), and HBA2. Using these transcripts we found it impossible to reliably identify true DCCs. Applying combined genome and transcriptome analysis of single cells we could prove that EpCAM+ cells from controls expressed transcripts thought to be epithelial-specific, while true DCCs express haematopoietic transcripts. These results point to an unexpected transcriptome plasticity of epithelial cancer cells in bone marrow and question common transcriptional criteria to identify DCCs.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum5 Dezember 2016
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Christoph A. Klein
Tag der Prüfung3 Dezember 2015
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für experimentelle Medizin und Therapieverfahren
Stichwörter / KeywordsDCCs, bone marrow, prostate cancer
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-330553
Dokumenten-ID33055

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