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Genetische Untersuchungen zur weiteren Entschlüsselung der Ursache der North Carolina Makular Dystrophie
Holterman, Larissa (2016) Genetische Untersuchungen zur weiteren Entschlüsselung der Ursache der North Carolina Makular Dystrophie. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 07 Sep 2016 12:39
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.34202
Zusammenfassung (Deutsch)
Die North Carolina Makuladystrophie (NCMD) ist eine autosomal-dominant vererbte Netzhauterkrankung mit vollständiger Penetranz, die sich bereits in Utero manifestiert. Erstmals wurde sie 1971 in einer großen, aus Irland stammenden Familie, in North Carolina, USA beschrieben. Genetische Kopplungsanalysen in dieser Familie kartierten das ursächliche Gen in eine 7,2 cM große Kandidatenregion auf ...
Die North Carolina Makuladystrophie (NCMD) ist eine autosomal-dominant vererbte Netzhauterkrankung mit vollständiger Penetranz, die sich bereits in Utero manifestiert. Erstmals wurde sie 1971 in einer großen, aus Irland stammenden Familie, in North Carolina, USA beschrieben. Genetische Kopplungsanalysen in dieser Familie kartierten das ursächliche Gen in eine 7,2 cM große Kandidatenregion auf Chromosom 6q14-q16.2 (MCDR1). Haplotypenanalysen
in dieser und anderen NCMD Familien führten zur schrittweisen Einengung der Kandidatenregion auf 3 cM (1,8 Mbp) und zeigten, dass die NCMD in den meisten bekannten Familien auf eine Gründermutation zurückzuführen ist.
In der MCDR1 Region liegen neun bekannte Gene. Darunter befindet sich PRDM13, welches eine regulatorische Rolle in der Entwicklung wichtiger zentralnervöser Strukturen spielt. Außerdem findet sich das Gen FAXC in dieser Region, welches für die Differenzierung und das Überleben von Fotorezeptoren verantwortich ist In früheren Studien konnte mittels Sequenzanalyse der kodierenden Regionen keine Krankheitsursache nachgewiesen werden.
Ziel dieser Arbeit war es, die MCDR1 Region mittels aplotypanalyse weiter einzugrenzen und mit weiteren Untersuchungen der Ursache der NCMD näher zu kommen. In der vorliegenden Arbeit wurde die Genotypisierung von acht Familien mit insgesamt 54 Individuen mit klinischer Diagnose
NCMD mit acht Mikrosatellitenmarkern aus der andidatenregion durchgeführt. Die anschließende Haplotypenanalyse zeigte, dass vier Familien den anzestralen Haplotypen tragen. Dadurch konnte die Region um 60 Mbp am
centromeren Ende eingegrenzt werden. Bei einer weiteren, allerdings sehr kleinen Familie wurde eine Kopplung zum MCDR1-Lokus und ein nichtanzestraler Haplotyp festgestellt. In dieser Familie könnte eine unabhängige Mutation im NCMD-Gen entstanden sein. Die Sequenzanalyse der kodierenden Exone der Kandidatengene PRDM13 und FAXC bei einer dieser beiden Familien zeigte keine krankheitsassoziierte Mutation. Um zu untersuchen, ob der Gründermutation ein chromosomales Rearrangement, wie beispielsweise eine größere Inversion, Deletion oder Duplikation zugrunde liegt, wurde eine Southern Blot Analyse des PRDM13-Gens durchgeführt. Im Vergleich zu einem gesunden Probanden konnte keine Änderung des Genoms detektiert werden, die als Ursache für NCMD in Frage kommen
könnte.
Diese Arbeit wurde im Zeitraum zwischen Oktober 2010 und Mai 2011 am Institut für Humangenetik der Universität Regensburg durchgeführt.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
The North Carolina macular dystrophy is an autosomal dominant deseas of the retina with complete penetrance, that is already manifested in utero. It was for the first time discribed in 1971 in a large family originated in Ireland. Genetic analysis in this family place the original gene in a 7.2cM great region of the chromosome 6q14-q16.2 (MCDR1). Haplotypeanalysis in this and other NCMD families ...
The North Carolina macular dystrophy is an autosomal dominant deseas of the retina with complete penetrance, that is already manifested in utero. It was for the first time discribed in 1971 in a large family originated in Ireland. Genetic analysis in this family place the original gene in a 7.2cM great region of the chromosome 6q14-q16.2 (MCDR1). Haplotypeanalysis in this and other NCMD families resulted in a stepwise specification of the candidate region to 3cM (1.8 Mbp) and showed that NCMD in most of the known families originates in one founder mutation.
Nine known genes lie in the MCDR1 region. One of them is the PRDM13 which has a regulatory role in the development of important central nervous structures. Moreover the gene FAXC, which is responsible for differentiation and survival of photoreceptors, is located in this region. Prior studies using sequential analysis could not identify a cause for the disease in the coding region.
Aim of this work was to further refine the MCDR1 region by using a haplotypeanalysis and to find out more about the genetic cause of the NCMD with further investigations. In The present work genotyping of eight families with a total of 54 individuals and the clinical diagnosis NCMD with eight microsatellite markers of the candidate region was applied. The consecutive haplotypeanalysis showed that four of the families bare the ancestral haplotype. That analysis resulted in a specification in the region by 60Mbp at the centromeric end. In a further family there was found a linkage to the MCDR1 locus and a none ancestral haplotype. In this family an independent mutation of the NCMD gene could have developed. The sequential analysis of the coding exons of the candidate genes PRDM13 and FAXC in one of these families did not show an mutation associated with the disease. A southern blot analysis of the PRDM13 gene was applied to investigate if the founder mutation was based on a chromosomal rearragemant like e g a greater inversion, deletion, or duplication. In comparison with a healthy subject there could not be detected a genetic mutation that might be a cause for NCMD.
The present work was applied at the institute of human genetics between October 2010 and may 2011.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 7 September 2016 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Bernhard Weber |
| Tag der Prüfung | 9 August 2016 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Humangenetik |
| Stichwörter / Keywords | NCMD North Carolina Makuladystophie Kopplungsanalyse Southern Blot |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-342022 |
| Dokumenten-ID | 34202 |
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