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Assmann, Franziska

Spatial aspects of the labor market

Assmann, Franziska (2016) Spatial aspects of the labor market. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 23 Sep 2016 10:18
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.34405


Zusammenfassung (Englisch)

This thesis discusses spatial aspects of the labor market. I analyze the interplay of spatial location of residential location and the labor market as well as a policy designed to affect individuals' residential distribution throughout space. Chapter 2 addresses the question whether migrants earn less than Germans due to specific residential locations. I examine the role of residential ...

This thesis discusses spatial aspects of the labor market. I analyze the interplay of spatial location of residential location and the labor market as well as a policy designed to affect individuals' residential distribution throughout space.
Chapter 2 addresses the question whether migrants earn less than Germans due to specific residential locations. I examine the role of residential segregation on wage differentials using panel and cross sectional regression analysis. In contrast to previous findings on the topic, I find no negative correlation of migrants' concentration in city districts with individual wages. Rather, the correlation is slightly positive. A possible driver for this positive relationship are networks based on residential locations which facilitate the integration into the German labor market. Chapter 3 analyzes the existence of informal job market networks based on residential location networks. For our analysis we use a geo-coded employer-employee data set consisting of the universe of workers in the Rhine-Ruhr metropolitan area in 2008. We show that living in the same neighborhood (defined as a 500 x 500m grid cell) increases the probability of working in the same firm by 30%. The finding is robust to several other specifications such as reverse causality, sorting and clustering close to central business districts.
In chapter 4 I analyze how a spatial policy affects outcomes on the labor market. Namely, we analyze how a partly withdrawal of commuting subsidies affects individual wages. Using a large and unique geo-coded data set including exact route commuting distances, we find that net wage losses are only compensated to a small extent. While the policy design before the withdrawal is regressive, the introduction of a lower bound on commuting subsidies leads to a more equal distribution of tax savings.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Die Dissertation thematisiert räumliche Aspekte des Arbeitsmarktes. Ich analysiere sowohl den Zusammenhang zwischen räumlicher Verteilung von Wohn- und Arbeitsort auf dem Arbeitsmarkt als auch eine Politikmaßnahme, welche diese Verteilung beeinflusst. Kapitel zwei untersucht die Frage, ob der Lohnunterschied zwischen Migranten und Deutschen auf räumlicher Verteilung beruht. Ich untersuche die ...

Die Dissertation thematisiert räumliche Aspekte des Arbeitsmarktes. Ich analysiere sowohl den Zusammenhang zwischen räumlicher Verteilung von Wohn- und Arbeitsort auf dem Arbeitsmarkt als auch eine Politikmaßnahme, welche diese Verteilung beeinflusst.
Kapitel zwei untersucht die Frage, ob der Lohnunterschied zwischen Migranten und Deutschen auf räumlicher Verteilung beruht. Ich untersuche die Rolle von räumlicher Segregation auf Lohnunterschiede. Hierzu verwende ich Panel und Querschnittsregressionen. Im Gegensatz zu früheren Ergebnissen auf diesem Gebiet finde ich keine negative Korrelation zwischen der räumlichen Konzentration von Migranten in Städten und individuellen Löhnen. Stattdessen zeigt sich eine leicht positive Korrelation. Eine mögliche Erklärung für dieses Ergebnis sind Arbeitsmarktnetzwerke, die in Nachbarschaften entstehen und die Integration auf dem deutschen Arbeitsmarkt erleichtern können. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Existenz eben solcher Netzwerkeffkte. Wir nutzen einen georeferenzierten Datensatz aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberdaten, welcher alle Arbeitnehmer der Rhein-Ruhr Metropolregion im Jahr 2008 abbildet. Wir zeigen, dass direkte Nachbarschaft (definiert als 500m x 500m Gitterzelle) die Wahrscheinlichkeit in der gleichen Firma zusammenzuarbeiten um 30% steigert. Unser Ergebnis ist robust gegenüber einer Vielzahl anderer Erklärungen wie umgekehrter Kausalität, Selbstselektion und Ansammlungen in der Nähe von Stadtzentren (Central Buisness Districts).
In Kapitel 4 analysiere ich welche Auswirkungen eine räumliche Politikmaßnahme auf den Arbeitsmarkt hat. Genauer gesagt analysieren wir, wie die teilweise Abschaffung einer Steuererleichterung für Pendeln individuelle Löhne beeinflusst. Wir nutzen einen großen Datensatz an georeferenzierten Daten, welcher exakte Pendelstraßendistanzen beinhaltet. Wir können zeigen, dass Nettolohnverluste nur zu einem geringen Umsatz vom Arbeitgeber kompensiert werden. Während die Politikmaßnahme vor der teilweisen Abschaffung klar regressiv wirkte, führte die Einführung einer Untergrenze in der steuerlichen Absetzbarkeit zu einer gleicheren Verteilung von Steuerersparnissen.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum23 September 2016
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Gabriel Lee und Prof. Dr. Andrea Weber
Tag der Prüfung1 Juli 2016
InstitutionenWirtschaftswissenschaften > Institut für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie > Lehrstuhl für Immobilienökonomie (Prof. Dr. Gabriel Lee)
Wirtschaftswissenschaften > Institut für Immobilienenwirtschaft / IRE|BS > Lehrstuhl für Immobilienökonomie (Prof. Dr. Gabriel Lee)
Stichwörter / KeywordsNachbarschaftseffekte, Räumliche Segregation, Politikevaluation
Dewey-Dezimal-Klassifikation300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-344052
Dokumenten-ID34405

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