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Gedig, Isabel

Einfluss von nicht-steroidalen Antirheumatika auf den Tumormetabolismus

Gedig, Isabel (2017) Einfluss von nicht-steroidalen Antirheumatika auf den Tumormetabolismus. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Dez 2017 09:21
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.36351


Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit war eine systematische Untersuchung des Effektes von NSAR auf verschiedene Tumorzelllinien. Es hatte sich im Vorfeld gezeigt, dass NSAR auch COX-unabhängige Effekte zu haben scheinen. Aufgrund dessen wurden verschiedene NSAR mit unterschiedlicher COX-Selektivität (COX-1/ COX-2) getestet. Es konnte bestätigt werden, dass diese Substanzen auf die verschiedenen ...

Ziel der vorliegenden Arbeit war eine systematische Untersuchung des Effektes von NSAR auf verschiedene Tumorzelllinien. Es hatte sich im Vorfeld gezeigt, dass NSAR auch COX-unabhängige Effekte zu haben scheinen. Aufgrund dessen wurden verschiedene NSAR mit unterschiedlicher COX-Selektivität (COX-1/ COX-2) getestet.
Es konnte bestätigt werden, dass diese Substanzen auf die verschiedenen Tumorzellen wirken, allerdings mit deutlichen substanzspezifischen Unterschieden, v.a. auch im Hinblick auf die erforderliche Medikamentenkonzentration zur Erzielung eines inhibitorischen Effekts. Dies lässt zusätzlich auf ein COX-unabhängiges Phänomen schließen.
Die Annahme, dass NSAR ihre inhibitorische Wirkung auf Malignome u.a. über eine Beeinflussung des Tumorzellstoffwechsels, insbesondere im Bereich des Glukosemetabolismus, entfalten, ließ sich vor allem bei Diclofenac verifizieren. Bei dieser Substanz waren bereits unabhängig von einer veränderten Proliferationsrate Effekte auf die Laktatsekretion bzw. Glukose-Verstoffwechselung zu verzeichnen. Hingegen kam es bei den weiteren untersuchten Medikamenten zuerst zu einer Reduktion der Proliferation der Tumorzellen. Erst anschließend waren auch verminderte Laktatmengen messbar, was vermutlich der verminderten Gesamtzahl an vitalen Tumorzellen geschuldet ist.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das lang bekannte und häufig im klinischen Alltag als Analgetikum eingesetzte NSAR Diclofenac neben seiner klassischen Aktivität als Hemmer der Cyclooxygenase offensichtlich auch ein glykolytischer Inhibitor zu sein scheint.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis was a systematic analysis of the effect of NSAIDs on different tumor cell lines. Previous studies had proven the existence of COX-independent effects of these drugs, which is why we tested various NSAIDs with COX-1 and -2 selectivity. We were able to show an effect of these drugs on different types of tumor cells, but this effect was highly dependent on the substance used, ...

The aim of this thesis was a systematic analysis of the effect of NSAIDs on different tumor cell lines. Previous studies had proven the existence of COX-independent effects of these drugs, which is why we tested various NSAIDs with COX-1 and -2 selectivity.
We were able to show an effect of these drugs on different types of tumor cells, but this effect was highly dependent on the substance used, especially regarding the concentration required for an inhibition of the tumor cell proliferation. This may also suggest a COX-independent mechanism.
Our studies indicated that NSAIDs are able to inhibit the tumor cell growth by influencing the tumor cell metabolism, especially the glucose metabolism, which was particularly seen with diclofenac. Even before reducing the proliferation rate of the tumor cells, this substance influenced the glucose metabolism and lactate secretion. The other drugs reduced tumor cell proliferation first, thus the reduced lactate concentration was due to a reduced number of living tumor cells.
In summary, besides just being a classic COX inhibitor, the NSAID diclofenac, which has been used in clinical practice as a potent analgetic for a long time, showed promising effects as a glycolytic inhibitor.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum5 Dezember 2017
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Marina Kreutz
Tag der Prüfung27 Oktober 2017
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin III (Hämatologie und Internistische Onkologie)
Stichwörter / KeywordsNSAR Tumormetabolismus Diclofenac
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-363512
Dokumenten-ID36351

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