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Untersuchung der Wirkung einer intravenösen Therapie mit Magnesium-Sulfat auf die Konversionsrate bei neu aufgetretenem Vorhofflimmern
Gratzl, Susanna (2018) Untersuchung der Wirkung einer intravenösen Therapie mit Magnesium-Sulfat auf die Konversionsrate bei neu aufgetretenem Vorhofflimmern. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 11 Apr 2018 05:33
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.36847
Zusammenfassung (Deutsch)
Magnesium prolongiert die atrialen und atrioventrikulären nodalen Refraktärperioden und wirkt negativ auf die Autonomie des Myokards. Ziel war es,den Einfluss von MgSO4 auf die Konversion von neu aufgetretener absoluter Arrhythmie bei Vorhofflimmern in den Sinusrhyhmus (SR) bei 71konsekutiven Patienten (29–89; 69 Jahre+/-12;46% weiblich) retrospektiv zu evaluieren. Erfasst wurden die Dauer und ...
Magnesium prolongiert die atrialen und atrioventrikulären nodalen Refraktärperioden und wirkt negativ auf die Autonomie des Myokards. Ziel war es,den Einfluss von MgSO4 auf die Konversion von neu aufgetretener absoluter Arrhythmie bei Vorhofflimmern in den Sinusrhyhmus (SR) bei 71konsekutiven Patienten (29–89; 69 Jahre+/-12;46% weiblich) retrospektiv zu evaluieren. Erfasst wurden die Dauer und die Zahl der Ereignisse, Vorerkrankungen, Aufnahmesymptomatik, Vor- und Entlassungsmedikation. Nach i.v. MgSO4–Sulfat (5g in 200 ml 5%-Glucose über 20 min) wurde nach Frequenzverhalten zusätzlich (Stepp up Schema) Metoprolol (BB) (fraktioniert 5 mg i.v.), Digitoxin (0.25 mg i.v.) und Amiodaron (150 mg) verabreicht. 57% erreichten nach Mg und BB einen SR innerhalb von 24h; unter zusätzlicher Amiodarontherapie lag die Konversionsrate bei 66%. Zudem zeigte sich, dass die Konversionsrate signifikant höher war bei einer Arrhythmiedauer unter 12 Stunden (31%) im Vergleich zu einer fortbestehenden Arrhythmiedauer von 12-24 St (10% Konversionsrate). Die Nonresponder (22 Patienten) hatten eine deutlich höhere Prävalenz für 3 Gefäßerkrankung (32 vs. 12%), Herzklappenvitium (28 vs.10%) und Hyperthyreose (9 vs. 5%). Es mussten bei keinem Pat. die Mg-Infusionen aufgrund möglicher Beschwerden abgebrochen werden; Hauptnebenwirkung war ein Hitzegefühl.
Schlussfolgerung: Die Applikation von Magnesium i.v. ist sicher und ohne schwerwiegende Nebenwirkungen zur Verbesserung der Konversionsrate bei neu aufgetretenem Vorhofflimmern anwendbar. Durch Magnesium bzw. Magnesium+ BB kann eine Konversionsrate von 64% bei einem unselektionierten Patientengut erreicht werden. Bei Patienten ohne schwerwiegende kardiale Grunderkrankung ist eine höhere Effektivität von Magnesium anzunehmen. Die vorliegenden Daten werden limitiert durch die retrospektive Erhebungen bzw. fehlendem Placeboarm und werden durch
eine prospektive Erhebung an unserer Klinik überprüft.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Magnesium prolongs the atrial and atrioventricular nodal refractory periods and negatively affects the autonomy of the myocardium. The aim of the study was to retrospectively evaluate the effect of MgSO4 on the conversion of onset atrial fibrillation into the sinus rhythm by 71 patients (69 years+/-12,46% female). After MgSO4 sulfate application (5g in 200 ml 5% -glucose over 20 min) were ...
Magnesium prolongs the atrial and atrioventricular nodal refractory periods and negatively affects the autonomy of the myocardium. The aim of the study was to retrospectively evaluate the effect of MgSO4 on the conversion of onset atrial fibrillation into the sinus rhythm by 71 patients
(69 years+/-12,46% female). After MgSO4 sulfate application (5g in 200 ml 5% -glucose over 20 min) were additionally administered metoprolol (BB) (fractionated 5 mg i.v.),
digitoxin (0.25 mg i.v.) and amiodarone (150mg) (Step up scheme). 57% achieved an SR within 24 h after Mg and BB; with additional amiodarone therapy the conversion was achieved by 66%. There was no need to stop Mg application because of side effects.
Conclusion: The application of Magnesium was safe and without serious side effects to
improve the conversion rate of onset atrial fibrillation applicable.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Seitenanzahl: | 93 |
|---|---|
| Datum | 11 April 2018 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Robert H.G. Schwinger |
| Tag der Prüfung | 23 Februar 2018 |
| Institutionen | Nicht ausgewählt |
| Stichwörter / Keywords | Neu aufgetretene Arrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern, Magnesium-Sulfat, Konversion in Sinusrhythmus |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-368479 |
| Dokumenten-ID | 36847 |
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