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Klinische, radiologische und Revisionsergebnisse 10 Jahre nach konventioneller bzw. navigierter Knietotalendprothese - eine matched-pair Analyse
Otto, Franziska (2018) Klinische, radiologische und Revisionsergebnisse 10 Jahre nach konventioneller bzw. navigierter Knietotalendprothese - eine matched-pair Analyse. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 19 Jun 2018 08:28
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.37407
Zusammenfassung (Deutsch)
Bei zunehmender Lebenserwartung und steigendem Anspruch sind eine korrekte Achslage, Implantation mit gerader ostoperativer Beinachse, eine möglichst langfristige Standzeit sowie ein geringes Revisionsrisiko wichtige Kriterien bei der Implantation einer Kniegelenksendoprothese . Das Ziel dieser Arbeit war es, zu ermitteln, inwieweit sich die navigationsgestütze Operationstechnik auf die ...
Bei zunehmender Lebenserwartung und steigendem Anspruch sind eine korrekte Achslage, Implantation mit gerader ostoperativer Beinachse, eine möglichst langfristige Standzeit sowie ein geringes Revisionsrisiko wichtige Kriterien bei der Implantation einer Kniegelenksendoprothese .
Das Ziel dieser Arbeit war es, zu ermitteln, inwieweit sich die navigationsgestütze Operationstechnik auf die klinische Zufriedenheit, die radiologische Implantationsgenauigkeit und die Revisionsrate im 10 Jahres Verlauf auswirkt.
In einer retrospektiven, nicht-randomisierten, verblindeten matched pair Analyse wurden insgesamt 150 Patienten nachuntersucht, welche vor 10 Jahren eine Kniegelenksendoprothese (PFC-Sigma, Fa. Depuy) entweder in konventioneller Implantationstechnik (75 Patienten) oder durch Verwendung eines navigationsgestützten Verfahrens (Vector Vision, Ci Knee Fa. BrainLab) (75 Patienten) erhalten haben.
Dabei ergab sich eine signifikant höhere Implantationsgenauigkeit in der Navigationsgruppe. Diese bestätigt die Ergebnissen von bereits existierenden, kurz- und mittelfristigen Studien.
Bezüglich der klinischen und funktionellen Parameter ergab sich kein relevanter Unterschied zwischen konventioneller und navigierter Patientengruppe. Auch diese Ergebnisse entsprechen der derzeitigen Studienlage.
Als bedeutendstes Ergebnis im Rahmen unserer Studie, konnte in der CAS Gruppe eine signifikant geringere Revisionsrate nach 10 Jahren im Vergleich zur CON Patientengruppe nachgewiesen worden. Im Umkehrschluss lässt sich daraus eine Verlängerung der Standzeit der einliegenden Kniegelenksendoprothese bei Verwendung eines Navigationsystems schließen. Dies kann als ein sehr bedeutenden Langzeitvorteil gegenüber der konventionellen Operationsmethode gewertet werden, wodurch der Stellenwert der navigationsgestützen Operationsmethode in der Kniegelenksendoprothetik an Bedeutung unterstrichen und gesteigert wird.
Die entstehenden Anschaffungskosten, zusätzlicher Materialaufwand, die Verlängerung der OP-Zeiten sowie navigationsspezifische Komplikationen stehen den ermittelten Vorteilen der Navigation dabei gegenüber.
Insgesamt müssen die erhobenen Resultate unserer Studie, als eine der ersten großen Langzeitstudien zum Thema Nachuntersuchung nach Kniegelenksendoprothesen im 10 Jahres Verlauf durch weitere Langzeitstudien mit größerer Fallzahl bestätigt und ergänzt werden, um unsere Ergebnisse noch präziser und langfristig in die aktuelle Studienlage einordnen zu können.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Our aim was to compare the long-term outcome be-tween na vigated and conventional total knee arthr oplasty(TKA), which is currently not known.Methods Long-term survivorship, clinical scores and radio-graphic results of a matched-pair group of 350 patients (350knees) treated with naviga ted (n = 157) or conventional(n = 188) TKA for osteoarthritis over a period of 11 yearswere reviewed ...
Our aim was to compare the long-term outcome be-tween na vigated and conventional total knee arthr oplasty(TKA), which is currently not known.Methods Long-term survivorship, clinical scores and radio-graphic results of a matched-pair group of 350 patients (350knees) treated with naviga ted (n = 157) or conventional(n = 188) TKA for osteoarthritis over a period of 11 yearswere reviewed retrospectively.Results The mean clinical follow-up was ten years. Therewere no clinically relevant differences with respect to anyclini cal outcome, patient satisfaction or pain between th etwo groups. Coronal leg alignment was closer (1.7-3.1°) tothe neutral mechanical axis in the navigated group comparedwith the conventional group (2.6-4.7°). A total of 12 knees(6.4%) in the conventional group and three (1.9%) in the nav-igated group underwent revision surgery (p = 0.04), resultingin an absolute risk reduction of 4.5% for revision surgery byusing navigation. Using any revision as an end point, the ten-year Kaplan-Meier survivorship was 98.1% in the navigatedand 92.5% in the conventional group.Conclusions Navigated TKA improves implant survivorshipcompared with conventional TKA
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 19 Juni 2018 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Clemens Baier |
| Tag der Prüfung | 11 Juni 2018 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Orthopädie |
| Stichwörter / Keywords | Knietotalendoprothese; Navigation; Revisionsergebnisse;10Jahres matched-pair Analyse |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-374076 |
| Dokumenten-ID | 37407 |
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