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Evaluation von Vortestwahrscheinlichkeit und Diagnostik der heparininduzierten Thrombozytopenie am Universitätsklinikum Regensburg
Oertli, Linnéa Dorothea Johanna (2019) Evaluation von Vortestwahrscheinlichkeit und Diagnostik der heparininduzierten Thrombozytopenie am Universitätsklinikum Regensburg. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 15 Apr 2019 07:31
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.40073
Zusammenfassung (Deutsch)
Die heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) stellt eine schwerwiegende, potentiell lebensbedrohliche Form der erworbenen Thrombophilien dar. Diagnostische Kriterien und Algorithmen wurden bereits breit erforscht. Dennoch stellt die Diagnostik der HIT bis heute eine Herausforderung dar und erfordert sowohl eine sorgfältige klinische Beurteilung als auch eine adäquate Labordiagnostik. Um das ...
Die heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) stellt eine schwerwiegende, potentiell lebensbedrohliche Form der erworbenen Thrombophilien dar. Diagnostische Kriterien und Algorithmen wurden bereits breit erforscht. Dennoch stellt die Diagnostik der HIT bis heute eine Herausforderung dar und erfordert sowohl eine sorgfältige klinische Beurteilung als auch eine adäquate Labordiagnostik.
Um das Management der Diagnostik, Dokumentation und Behandlung der HIT am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) zu evaluieren erfolgte zum einen eine retrospektive Analyse zur Untersuchung der Diagnostik und Therapie vor und nach Umstellung der Labortestmodalitäten. Zum anderen erfolgte eine prospektive, observierende Studie, um die Adhärenz der behandelnden Ärzte an den diagnostischen Algorithmus sowie die klinische Handhabung der Patienten mit HIT-Verdacht zu analysieren.
Zusammenfassend verdeutlichen die Daten der vorliegenden Studie, dass, obwohl nur etwa 1% der Fälle der Thrombozytopenien auf den Intensivstationen auf die HIT zurückzuführen sind, die HIT am UKR überschätzt wird. Das Ersetzen der weniger spezifischen immunologischen Tests (PaGIA und ELISA) durch den CLIA ermöglicht einen gezielteren Einsatz der alternativen Antikoagulanzien. Obwohl ein weitreichendes Bewusstsein für die HIT vorhanden ist, bestehen in der Anwendung des klinischen Scores für die Vortestwahrscheinlichkeit und in der Berücksichtigung der Differenzialdiagnosen der Thrombozytopenie bei vielen behandelnden Ärzten Unsicherheiten.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is a severe and potentially life-threatening disease. Criteria and algorithms for correct diagnosis including pretest probability have been well published. However, correct handling of diagnostic tools and therapeutic consequences are still a challenge in clinical routine. To evaluate the management of diagnosis, documentation and treatment of HIT in our ...
Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is a severe and potentially life-threatening disease. Criteria and algorithms for correct diagnosis including pretest probability have been well published. However, correct handling of diagnostic tools and therapeutic consequences are still a challenge in clinical routine.
To evaluate the management of diagnosis, documentation and treatment of HIT in our university hospital we used a retrospective approach to observe clinical indications for laboratory testing, diagnosis as well as documentation and treatment. Furthermore we used a prospective observing study to analyse the clinician´s adherence to the HIT-algorithm and the management of patients suspected with HIT.
In conclusion our study shows that HIT in our hospital is a well-known, but even overestimated differential diagnosis of thrombocytopenia / thromboembolism. Our data indicate that a better focus on evaluating the pretest probability and treatment consequences is still needed.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 15 April 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Christina Hart |
| Tag der Prüfung | 9 Januar 2019 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Innere Medizin III (Hämatologie und Internistische Onkologie) |
| Stichwörter / Keywords | Thrombozytopenie, HIT, 4T-Score |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-400730 |
| Dokumenten-ID | 40073 |
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