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Grimps, Petra

Das zeitliche Auftreten pathologischer Spontanaktivität im Elektromyogramm nach peripherer Nervenläsion

Grimps, Petra (2019) Das zeitliche Auftreten pathologischer Spontanaktivität im Elektromyogramm nach peripherer Nervenläsion. PhD, Universität Regensburg.

Date of publication of this fulltext: 11 Jul 2019 06:58
Thesis of the University of Regensburg
DOI to cite this document: 10.5283/epub.40434


Abstract (German)

Auszug: Der derzeitige Wissensstand über den Zeitverlauf der pathologischen Spontanaktivität (PSA) beruht vorwiegend auf Tierversuchen und nur vereinzelten Beobachtungen an Menschen. Kenntnisse über den zeitlichen Verlauf der PSA sind jedoch für die Beurteilung des Ausmaßes einer peripheren Nervenläsion sowie für die Therapieentscheidung und Prognoseabschätzung von großer Bedeutung. Aktuell wird ...

Auszug: Der derzeitige Wissensstand über den Zeitverlauf der pathologischen Spontanaktivität (PSA) beruht vorwiegend auf Tierversuchen und nur vereinzelten Beobachtungen an Menschen. Kenntnisse über den zeitlichen Verlauf der PSA sind jedoch für die Beurteilung des Ausmaßes einer peripheren Nervenläsion sowie für die Therapieentscheidung und Prognoseabschätzung von großer Bedeutung. Aktuell wird laut Leitlinie und Lehrbüchern eine elektromyographische Untersuchung 14 Tage posttraumatisch zur Eingrenzung einer Nervenläsion empfohlen.
Methoden: In der vorliegenden Studie wurde das zeitliche Auftreten der PSA prospektiv an 16 Patienten mit peripherer traumatischer Nervenläsion untersucht. Dazu erfolgten elektromyographische Messungen im Abstand von 2 Tagen bis zum Auftreten von reichlich PSA, wobei die erste Messung innerhalb der ersten 72 Stunden nach Läsion durchgeführt wurde.
Ergebnisse: Es konnte gezeigt werden, dass PSA bereits 2,5 Tage nach peripherer Nervenläsion auftritt. Außerdem ergab sich eine kontinuierliche quantitative Zunahme der PSA über die Zeit. An Tag 14 posttraumatisch war nur in 50 % der Muskeln PSA zu verzeichnen. Deshalb sollte im klinischen Alltag eine weitere Messung an Tag 28 posttraumatisch ergänzt werden. Zu diesem Zeitpunkt weisen alle Muskeln PSA auf, sodass keine axonale Schädigung übersehen werden kann. Zudem ist aus den Ergebnissen zu schließen, dass bei Fehlen von PSA vier Wochen nach Läsion ein axonaler Schaden ausgeschlossen werden kann. Außerdem ist die Beantwortung forensischer Fragestellungen nach einem Vorschaden binnen einer Woche nach Läsion zu klären.

Translation of the abstract (English)

Abstract: Electromyographic data on the time course of pathological spontaneous activity (PSA) is based almost only on animal studies. A precise knowledge of the electrodiagnostic features would be highly relevant for classification, therapy and prognosis of peripheral nerve lesions. Currently it is clinical practice to do electrodiagnostic studies 14 days after injury. Methods: We prospectively ...

Abstract: Electromyographic data on the time course of pathological spontaneous activity (PSA) is based almost only on animal studies. A precise knowledge of the electrodiagnostic features would be highly relevant for classification, therapy and prognosis of peripheral nerve lesions. Currently it is clinical practice to do electrodiagnostic studies 14 days after injury.
Methods: We prospectively studied 16 patients with traumatic peripheral nerve injury. They underwent needle electromyographic examinations beginning no later than three days after injury. Subsequent examinations were done every other day until the presence of plentiful PSA.
Results: PSA was present already 2,5 days after peripheral nerve lesion and there was continuous increase of PSA. On day 14 after injury there was PSA in only 50 % of the muscles. Therefore we recommend doing a second look on day 28 after injury, when 100 % of the muscles show PSA after an axonal lesion. Hence, if there is no PSA four weeks after the lesion, an axonal lesion is ruled out.


Involved Institutions


Details

Item typeThesis of the University of Regensburg (PhD)
Date11 July 2019
RefereeProf. Dr. Wilhelm J. Schulte-Mattler
Date of exam1 July 2019
InstitutionsMedicine > Lehrstuhl für Neurologie
Keywordspathologische Spontanaktivität, Fibrillationen, positive scharfe Wellen, Elektromyographie, elektrophysiologische Untersuchungen, periphere Nervenläsionen
Dewey Decimal Classification600 Technology > 610 Medical sciences Medicine
StatusPublished
RefereedYes, this version has been refereed
Created at the University of RegensburgYes
URN of the UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-404347
Item ID40434

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