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Epistemische Überzeugungen bei Studierenden der Humanmedizin - Eine Pilotstudie zur Evaluierung des „Fragebogen zur Erfassung epistemischer Überzeugungen“
Forstner, Tatjana (2019) Epistemische Überzeugungen bei Studierenden der Humanmedizin - Eine Pilotstudie zur Evaluierung des „Fragebogen zur Erfassung epistemischer Überzeugungen“. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 13 Nov 2019 08:04
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.41023
Zusammenfassung (Deutsch)
Fragestellung: Forschungen über epistemische Überzeugungen sind momentan eine der interessantesten Forschungen in der Lehre und wurden bisher selten bei Studierenden der Humanmedizin betrachtet. Im Vergleich zu den Studierenden der Studie 3 von Moschner & Gruber könnten Studierende der Humanmedizin ein anderes Verständnis von epistemischen Überzeugungen besitzen. Das Ziel dieser Studie ist es zu ...
Fragestellung: Forschungen über epistemische Überzeugungen sind momentan eine der interessantesten Forschungen in der Lehre und wurden bisher selten bei Studierenden der Humanmedizin betrachtet.
Im Vergleich zu den Studierenden der Studie 3 von Moschner & Gruber könnten Studierende der Humanmedizin ein anderes Verständnis von epistemischen Überzeugungen besitzen. Das Ziel dieser Studie ist es zu überprüfen, ob die epistemischen Überzeugungen von Studierenden der Humanmedizin anhand des „FEE: Fragebogen zur Erfassung epistemischer Überzeugungen“ erfasst werden können. Diese Ergebnisse werden mit den Ergebnissen von Moschner & Grubers Studie 3 verglichen.
Methodik: Diese Studie erfolgte an 97 Studierenden der Humanmedizin vom fünften bis zum zehnten Semester der Universität Regensburg. Das verwendetet Instrument ist der „FEE: Fragebogen zur Erfassung epistemischer Überzeugungen“ von Moschner & Gruber (2005). Dieser besteht aus insgesamt 43 Items, welche in 8 Subskalen unterteilt sind.
Als Ersten wurden die acht abgefragten Subskalen einer Itemanalyse mit Berechnung von Mittelwert, Standardabweichung, Trennschärfe und interne Konsistenz unterzogen.
Danach erfolgte die Validierung des Fragebogens durch eine explorative Faktorenanalyse.
Ergebnisse: Ähnlichkeiten beider Stichproben waren vor allem in der Skala „Reflexive Natur von Wissen“ ersichtlich. Die meisten Unterschiede konnten in den Skalen „Umgang mit Autoritäten“, „Soziale Komponente von Wissen“ und „Kulturspezifische Wissenszugänge“ gezeigt werden.
Schlussfolgerung: Es konnte in unserer Studie gezeigt werden, dass ein Unterschied in den Interaktionen mit den Autoritäten besteht. Die Studierenden der Humanmedizin nehmen das Wissen beziehungsweise die Wahrheiten an, jedoch hinterfragen sie davon einiges. Auf der anderen Seite vertrauen sie dennoch bei strittigen Problemen auf die Ideen der Autoritäten.
Weiterhin besteht ein großer Unterschied in der Skala „Soziale Komponente von Wissen“.
Studierende der Humanmedizin sind vor allem davon überzeugt, dass Wissen, auch wenn es nicht gezeigt wird, vorhanden ist und kaum eine stärkere Geltung beziehungsweise Gültigkeit durch Veröffentlichungen erfährt.
Die dritte große Differenz manifestierte sich bei der Skala „Kulturspezifische Wissenszugänge“. Studierende in dieser Studie besitzen große epistemische Überzeugungen dahingehend, dass der Wissenserwerb und das erlangte Wissen sehr von der jeweiligen Kultur geprägt wird.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Context: Epistemic beliefs in students is currently one of the most interesting areas of research within education. Epistemic beliefs in medical students have rarely been researched and little is know about this area. Medical students are a very select group of students who could have a different understanding of epistemic beliefs in comparison to other students. The purpose of this study was ...
Context: Epistemic beliefs in students is currently one of the most interesting areas of research within education. Epistemic beliefs in medical students have rarely been researched and little is know about this area.
Medical students are a very select group of students who could have a different understanding of epistemic beliefs in comparison to other students. The purpose of this study was to replicate Moschner & Gruber (2005) with a sample of medical students and to compare the results with the study 3 from Moschner & Gruber (2005).
Methods: This study was carried out at the University Hospital of Regensburg in Germany. Participant were 97 medical students in their 5th to 10th semester of study. The students were asked to complete the FEE (Fragebogen zur Erfassung epistemischer Überzeugungen, a questionnaire for epistemic beliefs), which has 43 items grouped in 8 subscales. To begin with each subscale was analysed for mean, standard deviation, discriminatory power and internal consistency. The validity of the FEE was then tested using Exploratory Factor Analysis.
Results: The greatest similarity with Moschner & Gruber (2005) was shown in the scale “Reflective nature of knowledge”. The greatest differences were seen in the scales “Omniscient authority”, “Social aspects of knowledge” and “Culture specific access to knowledge”.
Conclusion: This study demonstrates differences in students` interactions with authority when compared to Moschner & Gruber study 3(2005). Medical students accept knowledge and facts from authority figures, however they do still questioning them to a certain extent. On the other hand, when it comes to problems, medical students rely on the expertise and ideas of authority figures. Furthermore differences where shown in the scale “Social aspects of knowledge”. Medical students show a belief that knowledge is not demonstrated and furthermore, that knowledge has no more worth or validity if it is indeed demonstrated. The third difference was found in the scale “Culture specific access to knowledge”. Students in our study have the epistemic belief that knowledge and knowledge acquisition are influenced by culture.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 13 November 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Jörg Marienhagen |
| Tag der Prüfung | 6 November 2019 |
| Institutionen | Medizin > Abteilung für Nuklearmedizin |
| Stichwörter / Keywords | epistemische Überzeugungen, FEE, Moschner & Gruber, Fragebogen zur Erfassung epistemischer Überzeugungen |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-410231 |
| Dokumenten-ID | 41023 |
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