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Wolfram, Heiko

Korrelation der patellaren Kinematik mit dem klinischen Outcome nach Knietotalendoprothetik

Wolfram, Heiko (2019) Korrelation der patellaren Kinematik mit dem klinischen Outcome nach Knietotalendoprothetik. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Dez 2019 05:18
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.41096


Zusammenfassung (Deutsch)

Durch den demographischen Wandel nimmt die Prävalenz der Gonarthrose in Deutschland zu. Im Jahre 2016 wurden daher ca. 187.000 Knietotalendoprothesen implantiert. Als häufigste Komplikation des Eingriffs gilt der vordere Knieschmerz. Als ursächlich wird meist ein patellares Maltracking genannt. Doch bislang existieren wenige Studien, die die patellare Kinematik in einen Zusammenhang mit dem ...

Durch den demographischen Wandel nimmt die Prävalenz der Gonarthrose in Deutschland zu. Im Jahre 2016 wurden daher ca. 187.000 Knietotalendoprothesen implantiert. Als häufigste Komplikation des Eingriffs gilt der vordere Knieschmerz. Als ursächlich wird meist ein patellares Maltracking genannt. Doch bislang existieren wenige Studien, die die patellare Kinematik in einen Zusammenhang mit dem klinischen Ergebnis setzen. Diese Lücke wollten wir mit unserer Arbeit schließen. Unser Ziel war es herauszufinden, welche postoperativen kinematischen Veränderungen das klinische Ergebnis negativ beeinflussen. Hierzu konnte auf ein Kollektiv von 36 Patienten zurückgegriffen werden, bei denen im Rahmen einer navigationsgestützten Knieprothesenimplantation eine zusätzliche Referenzbasis an der Patella angebracht worden war, die die Aufzeichnung mehrerer kinematischer Parameter vor und nach der Knieprothesenimplantation zwischen 30° und 90° ermöglichte. Im Schnitt 22 Monate später erfolgte die Erhebung mehrerer klinischer Scores und die radiologische Bestimmung von Shift und Tilt. Mittels linearer Regressionsanalyse wurde der Korrelationskoeffizient nach Pearson bestimmt und das Abschneiden in den Scores mit der Kinematik korreliert. Es zeigten sich große individuelle Unterschiede, aber keine relevanten, statistisch signifikanten Zusammenhänge. Auch andere postoperative Studien bestätigen dieses Ergebnis. Eine Verallgemeinerung, welche Kinematik als normal und welche als pathologisch anzusehen ist, erscheint nicht möglich.
Für eine abschließende Beurteilung ist die Studienlage jedoch noch zu dürftig. Weitere Studien sollten möglichst alle Freiheitsgrade der Patella erfassen und untersuchen, inwiefern der retropatellare Druck und die Dicke des Gelenkknorpels Prädiktoren für das Auftreten des vorderen Knieschmerz sind. Verschiedene Prothesendesigns und Operationstechniken müssen ebenso wie krankengymnastische und rehabilitative Konzepte überprüft werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Due to demographic development the prevalence of gonarthrosis in Germany is increasing. In the year 2016 about 187.000 total knee replacements were performed. Anterior knee pain is known as the leading complication and thought to be caused by a change in patellar kinematics. Nevertheless, there is only a small number of studies correlating patellar kinematics with the clinical outcome after total ...

Due to demographic development the prevalence of gonarthrosis in Germany is increasing. In the year 2016 about 187.000 total knee replacements were performed. Anterior knee pain is known as the leading complication and thought to be caused by a change in patellar kinematics. Nevertheless, there is only a small number of studies correlating patellar kinematics with the clinical outcome after total knee arthroplasty. That was the reason for our study. Our goal was to find out which kinematic changes result in a worse clinical outcome. We recruited 36 patients for a follow-up 22 month after computer-navigated surgery. During operation an additional patellar array had been fixed, which allowed the measurement of patellar kinematics between 30° and 90° before and after the implantation of the prosthesis. At the time of follow-up some clinical scores were recorded and patellar shift and tilt were measured radiologically. The Pearson correlation coefficient was used as a measure for a linear correlation. After the operation there were big individual differences. No clear statistically significant correlations were detected. Other studies confirm these findings. A general definition of pathological kinematics does not seem possible. Future studies are needed. These should examine the correlation between patellofemoral pressure or patellar cartilage thickness and anterior knee pain.
Various prosthesis designs and surgical techniques as well as physiotherapeutic and rehabilitative concepts have to be checked.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum5 Dezember 2019
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Joachim Grifka
Tag der Prüfung27 November 2019
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Stichwörter / KeywordsVorderer Knieschmerz; Patellare Kinematik; Knietotalendoprothetik;
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-410960
Dokumenten-ID41096

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