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Hausmann, Nadine

Lebensqualität nach Beckenringfrakturen und
minimalinvasiver Stabilisierung

Hausmann, Nadine (2020) Lebensqualität nach Beckenringfrakturen und
minimalinvasiver Stabilisierung.
Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 15 Jan 2020 09:07
Hochschulschrift der Universität Regensburg


Zusammenfassung (Deutsch)

Instabile Beckenringfrakturen stellen noch immer eine Herausforderung in der Chirurgie dar. Einer niedrigen Inzidenz steht eine vergleichsweise hohe Mortalitätsrate gegenüber. Gleichzeitig stellen Beckenringfrakturen aufgrund der komplexen Kraftverhältnisse am Beckenring einen hohen Anspruch an die operative Versorgung. Durch schonende minimalinvasive Therapien besteht die Chance, das Outcome für ...

Instabile Beckenringfrakturen stellen noch immer eine Herausforderung in der Chirurgie dar. Einer niedrigen Inzidenz steht eine vergleichsweise hohe Mortalitätsrate gegenüber. Gleichzeitig stellen Beckenringfrakturen aufgrund der komplexen Kraftverhältnisse am Beckenring einen hohen Anspruch an die operative Versorgung. Durch schonende minimalinvasive Therapien besteht die Chance, das Outcome für die Patienten weiter zu verbessern.
In der vorliegenden Studie wurden 105 konsekutive Patienten untersucht, die in den Jahren 2004 – 2014 Beckenringfrakturen AO/OTA Typ B oder Typ C erlitten hatten und operativ mit einem minimalinvasiven Schrauben-Stab-System (TIFI bzw. ILA) versorgt wurden. Von ihnen wurden demographische und klinische Daten erhoben und die operativen Ergebnisse erfasst.
Von 60 Patienten konnte die Lebensqualität als patientenbezogenes, postoperatives Outcome ermittelt werden. Dies erfolgte mit Hilfe zweier etablierter Messinstrumente (SF-36 und EQ-5D).
In weiteren Analysen wurden verschiedene Faktoren bezüglich ihres Einflusses auf die Lebensqualität untersucht. Weder die Art der Fraktur noch die Art der operativen Versorgung oder das Repositionsergebnis bzw. die Verletzungsschwere konnten als eindeutige Einflussgrößen auf das Lebensqualitätsoutcome ermittelt werden. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der patientenbezogenen Lebensqualität mit deutschen Normstichproben verglichen. Dabei zeigten sich deutlich reduzierte Werte gegenüber den Referenzpopulationen. Besonders ausgeprägt waren die Einschränkungen in den körperlichen Dimensionen.
Der Vergleich mit den Ergebnissen in der Literatur machte deutlich, dass die beiden untersuchten minimalinvasiven Operationsmethoden (TIFI und ILA) zuverlässige und sichere Verfahren zur Versorgung von instabilen Beckenringverletzungen darstellen. Im Rahmen der Studie konnte auch festgestellt werden, dass nach einer Beckenringfraktur die Lebensqualität der Betroffenen deutlich reduziert ist. Eine weitere Verbesserung des Outcomes dieser Patientengruppe erscheint daher notwendig. Hierfür sollte die regelhafte Erhebung und Berücksichtigung der Lebensqualität als Parameter für das patientenbezogene Outcome einen noch höheren Stellenwert einnehmen.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Instable pelvic ring fractures are still a challenge for trauma surgeons. While the incidence rate is low, the mortality rate is high. Moreover, surgical treatment is challenging because of the complex force ratios of the pelvic ring. Gentle minimally invasive treatments bear the chance to further improve the patients' outcome. 105 patients who underwent minimally invasive treatment (TIFI or ...

Instable pelvic ring fractures are still a challenge for trauma surgeons. While the incidence rate is low, the mortality rate is high. Moreover, surgical treatment is challenging because of the complex force ratios of the pelvic ring. Gentle minimally invasive treatments bear the chance to further improve the patients' outcome.
105 patients who underwent minimally invasive treatment (TIFI or ILA) at the university hospital of Ratisbona after suffering a pelvic ring fracture type b or c (AO/OTA) between 2004 and 2014 were enrolled in this study. Patients’ demographics, clinical data as well as operative outcome data were collected.
Quality of life as patient reported outcome was assessed by two frequently used instruments (SF-36 and EQ-5D) from 60 patients. By further analyses potential factors of influence on the quality of life were investigated. Thereby neither type of fracture nor type of surgical treatment, injury severity or fracture reduction had a statistically significant influence on postoperative quality of life. Moreover, postoperative quality of life was compared to the values of two German norm populations, which showed reduced values for the study group especially in the physical dimension.
Compared to outcomes in the literature the investigated minimally invasive treatment methods (TIFI and ILA) are reliable and safe methods for the stabilization of pelvic ring fractures.
This study showed that the quality of life after a pelvic ring fracture is substantially reduced. Therefore further improvement is needed. Quality of life should be collected regularly and should be taken into account as a parameter of patient-reported quality of life.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum15 Januar 2020
Begutachter (Erstgutachter)PD Dr. Paul Schmitz
Tag der Prüfung12 November 2019
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Unfallchirurgie
Stichwörter / KeywordsBeckenringfraktur, Lebensqualität, minimal invasiv, pelvic ring fracture, quality of life, SF-36, EQ-5D, TIFI, ILA
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-411335
Dokumenten-ID41133

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