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Markowiak, Till Marvin

Retrospektive Analyse von Computertomographiebefunden bei Patienten mit geplantem, kathetergestütztem, perkutanem Aortenklappenersatz

Markowiak, Till Marvin (2020) Retrospektive Analyse von Computertomographiebefunden bei Patienten mit geplantem, kathetergestütztem, perkutanem Aortenklappenersatz. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 04 Mai 2020 10:43
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.43114

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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Präoperative Computertomographie (CT)-Aufnahmen für eine Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) werden routinemäßig durchgeführt. Bei älteren Hochrisikopatienten wird häufig über zufällige Röntgenbefunde berichtet. Ziel dieser Arbeit war es, den Einfluss von thorakalen Zufallsbefunden auf das Überleben sowie auf den Behandlungsverlauf der Patienten zu untersuchen.. Methoden: ...

Hintergrund: Präoperative Computertomographie (CT)-Aufnahmen für eine Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) werden routinemäßig durchgeführt. Bei älteren Hochrisikopatienten wird häufig über zufällige Röntgenbefunde berichtet. Ziel dieser Arbeit war es, den Einfluss von thorakalen Zufallsbefunden auf das Überleben sowie auf den Behandlungsverlauf der Patienten zu untersuchen..
Methoden: Zwischen März 2011 und April 2016 wurden alle radiologischen Berichte von kontrastmittelverstärkten CT-Aufnahmen von 976 Patienten, die für eine TAVI-Studie vorgesehen waren, retrospektiv auf zufällige Thoraxbefunde einschließlich solitärer pulmonaler Rundherde und einer thorakalen Lymphadenopathie analysiert. Der Nachbeobachtungszeitraum betrug mindestens 1 Jahr nach TAVI.
Ergebnisse: Das mediane Alter aller Patienten betrug 79 Jahre; 51,9% (n = 507) waren Frauen. Ungefähr 37% (n = 361) der Patienten zeigten einen der definierten, pathologischen Befunde. Ein pulmonaler Rundherd ≥5 mm wurde bei 16,4% (n = 160) der Patienten diagnostiziert. Vier von ihnen erkrankten an Lungenkrebs, und 2 Herde wurden bei der Nachbeobachtung als Metastasen identifiziert. Darüber hinaus hatten 12% (n = 117) der Patienten eine thorakale Lymphadenopathie. Während die pulmonalen Rundherde keinen signifikanten Einfluss auf das Gesamtüberleben hatte, erwies sich der Nachweis einer Lymphadenopathie als statistisch signifikanter Faktor bezüglich der 4-Jahres-Überlebensrate (P = 0,001; Hazard Ratio 1,66; 95% Konfidenzintervall 1,19-2,31).
Schlussfolgerung: Pulmonale Rundherde ≥5 mm wurden bei 16,4% der für TAVI vorgesehenen Patienten festgestellt. Dennoch war die Inzidenz von Lungenkrebs gering und der Effekt auf das Überleben in dieser Hochrisikogruppe von Patienten statistisch nicht signifikant. Im Gegensatz dazu hatte die thorakale Lymphadenopathie einen signifikanten negativen Effekt auf das Überleben. Es muss nachgewiesen werden, ob das Ergebnis dieser Kohorte durch weitere Diagnostik und Therapie verbessert werden kann.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

OBJECTIVES: Preoperative computed tomography (CT) scans for transcatheter aortic valve implantation (TAVI) are used routinely. In elderly high-risk patients, incidental radiographic findings are frequently reported. The aim of this study was to investigate the impact of auxiliary findings on the patients’ mid-term survival, which might affect the treatment strategy. METHODS: Between March 2011 ...

OBJECTIVES: Preoperative computed tomography (CT) scans for transcatheter aortic valve implantation (TAVI) are used routinely. In elderly high-risk patients, incidental radiographic findings are frequently reported. The aim of this study was to investigate the impact of auxiliary findings on the patients’ mid-term survival, which might affect the treatment strategy.
METHODS: Between March 2011 and April 2016, all radiological reports of contrast-enhanced CT scans of 976 patients scheduled for TAVI were analyzed retrospectively for incidental thoracic findings including solitary pulmonary nodules (SPN) and thoracic lymphadenopathy (LAP). The minimum follow-up period was 1 year after TAVI.
RESULTS: The median age of all patients was 79 years; 51.9% (n = 507) were women. Approximately 37% (n = 361) of patients showed 1 of the determined findings. An SPN ≥5 mm was diagnosed in 16.4% (n = 160) of patients. Four of them developed lung cancer and 2 nodules were identified as metastases during follow-up. In addition, 12% (n = 117) of the patients had thoracic LAP. Whereas SPN had no significant effect on the overall survival rate, evidence of LAP turned out to be a statistically significant factor regarding 4-year survival (P = 0.001; hazard ratio 1.66; 95% confidence internal 1.19–2.31).
CONCLUSIONS: SPN ≥5 mm were detected in 16.4% of patients scheduled for TAVI. Nevertheless, the incidence of lung cancer was low and the effect on survival in this high-risk group of patients was statistically not significant. In contrast, thoracic LAP had a significant negative effect on survival. It needs to be proven if the outcome of this cohort can be enhanced by further diagnostics and therapy.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum4 Mai 2020
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Hans-Stefan Hofmann
Tag der Prüfung29 April 2020
InstitutionenMedizin > Abteilung für Thoraxchirurgie
Stichwörter / KeywordsTranskatheter-Aortenklappenimplantation; Lungenkrebs; solitärer pulmonaler Rundherd; Thorakale Lymphadenopathie
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-431147
Dokumenten-ID43114

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