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Kadlez, Sabine

Methoden zur Quantifizierung von bakterieller Adhäsion auf zahnärztlichen Materialien

Kadlez, Sabine (2020) Methoden zur Quantifizierung von bakterieller Adhäsion auf zahnärztlichen Materialien. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 02 Jul 2020 08:08
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.43442


Zusammenfassung (Deutsch)

Karies ist eine der am weitesten verbreiteten Infektionserkrankungen weltweit. Sie entsteht, wenn Zahnoberflächen über einen längeren Zeitraum hinweg zuckerhaltiger Ernährung und kariogenen Bakterien ausgesetzt sind. Je nach Ausdehnung der Karies ist eine direkte Füllungstherapie oder die Anfertigung von indirektem Zahnersatz sinnvoll. Die Langzeitprognose von zahnärztlichen Füllungen und ...

Karies ist eine der am weitesten verbreiteten Infektionserkrankungen weltweit. Sie entsteht, wenn Zahnoberflächen über einen längeren Zeitraum hinweg zuckerhaltiger Ernährung und kariogenen Bakterien ausgesetzt sind. Je nach Ausdehnung der Karies ist eine direkte Füllungstherapie oder die Anfertigung von indirektem Zahnersatz sinnvoll. Die Langzeitprognose von zahnärztlichen Füllungen und festsitzendem Zahnersatz wird durch das Auftreten von Sekundärkaries limitiert. Daher sollten solche dentalen Materialien entwickelt werden, die eine möglichst geringe bakterielle Adhäsion auf ihrer Oberfläche aufweisen. Dazu sind mikrobiologische Untersuchungsmethoden notwendig, die reproduzierbare und belastbare Ergebnisse generieren, die wiederum zu aussagekräftigen klinischen Schlussfolgerungen führen. Es sollen Rückschlüsse hinsichtlich des Adhäsionspotentials von Bakterien auf spezifischen Füllungsmaterialien gezogen werden, damit deren biologische Eigenschaften gegebenenfalls modifiziert werden können. Dies setzt ein detailliertes Verständnis der Adhäsionsprozesse und der Biofilmbildung voraus. Grundsätzlich stehen optische, chemische und physikalische Methoden zum direkten oder indirekten Nachweis von Biofilmen zur Verfügung. Sie unterscheiden sich hinsichtlich des logistischen, zeitlichen und finanziellen Aufwands. Auch scheint nicht jedes Verfahren für jedes Material gleich gut geeignet zu sein. Drei grundlegende klassische Versuchsaufbauten sollen im Folgenden auf ihre Vor- und Nachteile, ihre Effektivität und ihre klinische Durchführbarkeit untersucht werden.
Es wurde die Fluorometrie mit Rasazurin gewählt, REM-Aufnahmen ausgewertet und Bakterien auf Agarplatten kultiviert. Als Testkeim wurde S. mutans gewählt, der als Hauptverursacher für kariöse Läsionen gilt. Die Methoden unterschieden sich deutlich bezüglich ihres zeitlichen und logistischen Aufwands, der Reproduzierbarkeit und der zu generierenden Datenmenge innerhalb eines gewissen Zeitintervalls. Bestimmte Materialeigenschaften können Messergebnisse bei Verwendung bestimmter Methoden stark und unerwünscht beeinflussen. Es erwiesen sich Methoden für bestimmte Materialien als ungeeignet. Teilweise ergaben sich zwischen den Methoden große Unterschiede der Messergebnisse innerhalb eines Materials. Das ließ die Folgerung zu, dass die Methoden unterschiedlich gut für das Material geeignet waren, da die Adhäsion auf den Materialien immer gleich abläuft. Eine Verifizierung der Ergebnisse durch die Verwendung mehrerer Methoden erscheint daher sinnvoll.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Caries is one of the most common infectious diseases worldwide. It arises when tooth surfaces are exposed to sugary food and cariogenic bacteria for a long period of time. Depending on the extent of the caries, a direct filling therapy or the manufacturing of indirect dentures makes sense. The long-term prognosis of dental fillings and fixed dentures is limited by the occurrence of secondary ...

Caries is one of the most common infectious diseases worldwide. It arises when tooth surfaces are exposed to sugary food and cariogenic bacteria for a long period of time. Depending on the extent of the caries, a direct filling therapy or the manufacturing of indirect dentures makes sense. The long-term prognosis of dental fillings and fixed dentures is limited by the occurrence of secondary caries. Therefore, dental materials should be developed that have the lowest possible bacterial adhesion on their surface. This requires microbiological test methods that generate reproducible and reliable results, which in turn lead to meaningful clinical conclusions. Conclusions should be drawn regarding the adhesion potential of bacteria on specific filling materials, so that their biological properties can be modified if necessary. This requires a detailed understanding of the adhesion processes and biofilm formation. Basically, optical, chemical and physical methods are available for the direct or indirect detection of biofilms. They differ in terms of logistical, time and financial expenditure. Also, not every process seems to be equally suitable for every material. In the following, three basic classic test setups will be examined for their advantages and disadvantages, their effectiveness and their clinical feasibility.
Fluorometry with rasazurin was chosen, SEM images were evaluated and bacteria were cultivated on agar plates. S. mutans was chosen as the test germ, which is the main cause of carious lesions. The methods differed significantly in terms of their time and logistical effort, reproducibility and the amount of data to be generated within a certain time interval. Certain material properties can strongly and undesirably influence measurement results when using certain methods. Methods have proven unsuitable for certain materials. In some cases, there were large differences in the measurement results within a material between the methods. This allowed the conclusion that the methods were differently suitable for the material, since the adhesion process on the materials is always the same. A verification of the results by using several methods therefore makes sense.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum2 Juli 2020
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Sebastian Hahnel
Tag der Prüfung15 Juni 2020
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Zahnärztliche Prothetik
Stichwörter / KeywordsS.mutans, REM, Agarplatte, Resazurin
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-434429
Dokumenten-ID43442

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