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Unterschiede im Wissens- und Angstniveau von Patientinnen der Dysplasiesprechstunde nach Aufklärung mittels Video oder Aufklärungsbogen
Maidowski, Lisa Patricia (2021) Unterschiede im Wissens- und Angstniveau von Patientinnen der Dysplasiesprechstunde nach Aufklärung mittels Video oder Aufklärungsbogen. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 26 Nov 2021 08:22
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.51032
Zusammenfassung (Deutsch)
Viele Frauen, die eine Dysplasiesprechstunde besuchen und sich einer kolposko-pischen Untersuchung unterziehen, verspüren Angst. Dies liegt zu einem Großteil darin begründet, dass sie ein unzureichendes Wissen über Zervixdysplasien und das Untersuchungsprocedere zur Diagnosesicherung einer CIN haben. Die vorliegende Arbeit hat ein Kollektiv von 102 Patientinnen der Dysplasiesprechstunde der ...
Viele Frauen, die eine Dysplasiesprechstunde besuchen und sich einer kolposko-pischen Untersuchung unterziehen, verspüren Angst. Dies liegt zu einem Großteil darin begründet, dass sie ein unzureichendes Wissen über Zervixdysplasien und das Untersuchungsprocedere zur Diagnosesicherung einer CIN haben. Die vorliegende Arbeit hat ein Kollektiv von 102 Patientinnen der Dysplasiesprechstunde der Universitätsfrauenklinik am Caritas Krankenhaus St. Josef in Regensburg untersucht und ihnen Aufklärungsmaterial in Form eines Aufklärungsbogens und eines –videos zur Verfügung gestellt. Die zunächst aufgestellte Hypothese, dass das Aufklärungsmaterial die Angst der Patientinnen signifikant reduzieren könne, wurde bestätigt. Es zeigte sich allerdings, anders als zuvor vermutet, kein signifikanter Vorteil des Videos gegenüber dem schriftlichen Material. Patientinnen mit einem hohen Angstlevel vor der Untersuchung profitierten besonders von einer Aufklärung, da bei ihnen die absolute Angstreduktion höher war. Die Patientinnen, die durch eine der beiden Interventionen aufgeklärt worden waren, wussten signifikant mehr über Zervixdysplasien als Patientinnen, die keinerlei Informationen im Rahmen der Studie erhielten. Hinsichtlich der Wissensvermittlung war das Video dem Aufklärungsbogen nicht überlegen. Anhand der Kontrollgruppe wurden deutliche Wissenslücken bei Patientinnen zum Thema Zervixdysplasien sichtbar. Des Weiteren korrelierte in der Kontrollgruppe der Grad des erreichten Bildungsabschlusses positiv mit der Punktzahl im Wissenstest. Diese Beobachtung wurde in den Interventionsgruppen nicht gemacht, weshalb angenommen werden kann, dass besonders Patientinnen mit einem niedrigeren Bildungsabschluss von der Aufklärung profitieren.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Anxiety is one of the predominant feelings of women after receiving the result of an abnormal Pap smear and therefore having to undergo colposcopic examination. The main reason for feeling anxiety is a lack of knowledge about cervical intraepithelial lesions (CIN) and the physical examination that is necessary in order to confirm a CIN diagnosis. In our clinical trial a cohort of 102 patients of ...
Anxiety is one of the predominant feelings of women after receiving the result of an abnormal Pap smear and therefore having to undergo colposcopic examination. The main reason for feeling anxiety is a lack of knowledge about cervical intraepithelial lesions (CIN) and the physical examination that is necessary in order to confirm a CIN diagnosis. In our clinical trial a cohort of 102 patients of the colposcopy unit at the University Hospital of Regensburg at the Caritas Krankenhaus St. Josef was given information in form of either a video or a leaflet. The hypothesis that both forms of information material could reduce patients‘ anxiety was confirmed. Nevertheless it could not be shown that the video was significantly more effective than the written material. Patients with a higher basic level of anxiety showed a greater decrease in state anxiety which means that these patients had the greatest benefit from the information provided. Patients that had received any kind of information – regardless to whether it was the video or written material – scored significantly higher in the knowledge questionnaire than patients who had not been given any information about CIN at all. Patients who were given the video did not know more about CIN than patients who read the leaflet. The study group that did not receive any kind of patient information (control group) showed a general lack of knowledge about CIN among patients. Furthermore, in the control group patients with higher education scored higher in the knowledge questionnaire. We could not make this observation in the intervention groups and therefore we conclude that especially patients with a low educational background benefit from patient information.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 26 November 2021 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Claus Richard Lattrich |
| Tag der Prüfung | 27 Oktober 2021 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Frauenheilkunde) |
| Stichwörter / Keywords | Zervixdysplasie, Patientinnenaufklärung, audiovisuelles versus schriftliches Material |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-510323 |
| Dokumenten-ID | 51032 |
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