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Vergleich verkürzter MR-Protokolle mit Standardprotokollen zur Verlaufsbeurteilung von Patienten mit bekannter Lebermetastasierung bei kolorektalem Karzinom
Eckl, Benedikt (2022) Vergleich verkürzter MR-Protokolle mit Standardprotokollen zur Verlaufsbeurteilung von Patienten mit bekannter Lebermetastasierung bei kolorektalem Karzinom. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 01 Sep 2022 06:36
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.52822
Zusammenfassung (Deutsch)
Ziel: Vergleich der diagnostischen Genauigkeit der alleinigen axialen hepatobiliären Phase 20 min (Minuten) nach intravenöser Applikation von Gd-EOB-DTPA (Gadolinium-Ethoxybenzyl�Diethylentriaminpentaessigsäure) mit dem Standardprotokoll einer umfassenden Untersuchung zum Verlauf bei Patienten mit bekannter Lebermetastasierung bei kolorektalem Karzinom. Material und Methoden: 47 Patienten ...
Ziel:
Vergleich der diagnostischen Genauigkeit der alleinigen axialen hepatobiliären Phase 20 min (Minuten) nach intravenöser Applikation von Gd-EOB-DTPA (Gadolinium-Ethoxybenzyl�Diethylentriaminpentaessigsäure) mit dem Standardprotokoll einer umfassenden Untersuchung zum Verlauf bei Patienten mit bekannter Lebermetastasierung bei kolorektalem Karzinom.
Material und Methoden:
47 Patienten (Durchschnittsalter 61 Jahre, 11 weiblich) mit bekanntem kolorektalen Karzinom und gesicherter hepatischer Metastasierung sowie insgesamt 58 MRT (Magnetresonanztomographie)-Untersuchungen wurden retrospektiv für diese monozentrische Studie herangezogen. Die Bildakquisition erfolgte im Zeitraum von 10/2002 bis 10/2018. Verwendet wurde das hepatozytenspezifische Kontrastmittel Gd-EOB-DTPA. Das durchschnittliche Zeitintervall zwischen den Verlaufs-MRT-Untersuchungen betrug 148 Tage. Die Auswertung der Untersuchungen erfolgte durch einen Facharzt für Radiologie mit zwei Jahren Erfahrung in der MRT-Diagnostik in zwei getrennten Sitzungen im Abstand von zwei Wochen. In der ersten Sitzung wurden alle Sequenzen einer umfassenden klinischen kontrastgestützten MRT-Routineuntersuchung evaluiert, in der zweiten lediglich die axiale hepatozytenspezifische Phase 20 min nach i.v. (intravenöser) Kontrastmittelapplikation. Folgende Parameter wurden erfasst: Anzahl der Metastasen, Verlauf nach RECIST (Response Evaluation Criteria In Solid Tumors), linker Leberlappen frei, rechter Leberlappen frei, Kapselbeteiligung, Gefäßinvasion und relevante Nebenbefunde. Die statistische Auswertung erfolgte mittels des McNemar-Tests auf einem Signifikanzniveau von 5 %.
Ergebnisse:
Hinsichtlich des Kriteriums „Anzahl der Metastasen“ bestand eine Übereinstimmung zwischen beiden Protokollen in 55 von 58 Fällen (p = 0,25).
Nach RECIST-Kriterien kam es im Verlauf zwischen der jeweiligen Voruntersuchung und der aktuellsten MRT bei beiden Protokollen bei 12 Patienten zu einer kompletten Remission, bei 7 zu einer partiellen Remission, bei 19 zu einer unveränderten Situation und bei 20 zu einem Fortschreiten der Erkrankung.
Bezüglich des Kriteriums „linker Leberlappen frei“ erfolgte bei beiden Protokollen eine Bejahung in 31 Fällen und eine Verneinung in 22 Fällen. In 5 Fällen war der linke Leberlappen reseziert.
Das Kriterium „rechter Leberlappen frei“ betreffend erfolgte bei beiden Protokollen eine Bejahung in 25 Fällen und eine Verneinung in 23 Fällen. In 10 Fällen war der rechte Leberlappen reseziert.
Beim Kriterium „Kapselbeteiligung“ erfolgte eine Bejahung im umfassenden Protokoll in 23 Fällen, in der alleinigen hepatobiliären Phase in 21 Fällen (p = 0,48).
In Hinsicht auf das Kriterium „Gefäßinvasion“ erfolgte eine Bejahung im umfassenden Protokoll in 19 Fällen, in der alleinigen hepatobiliären Phase in 18 Fällen (p = 1).
In Bezug auf das Kriterium „relevante Nebenbefunde“ bestand eine Übereinstimmung zwischen beiden Protokollen in 57 von 58 Fällen (p = 1).
Schlussfolgerung:
Anhand der gewonnenen Ergebnisse lässt sich folgern, dass es möglich ist, Patienten mit bekannter hepatischer Metastasierung bei kolorektalem Karzinom im Verlauf mit der alleinigen hepatobiliären Phase 20 min nach KM (Kontrastmittel)-Applikation zu untersuchen ohne Einbußen bei der diagnostischen Leistung hinnehmen zu müssen. Legt man fest, dass
alle oben genannten Kriterien gleichzeitig übereinstimmen müssen, so lässt sich die Nullhypothese auf einem Signifikanzniveau von 5 % noch ablehnen, auf einem Niveau von 1 % jedoch nicht mehr.
Kernaussage:
Soll eine bekannte hepatische Metastasierung bei Patienten mit kolorektalem Karzinom im Verlauf kontrolliert werden, so ist eine Sequenz in axialer Schichtung in hepatobiliärer Phase 20 min nach Applikation von Gd-EOB-DTPA ausreichend.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Objective: Comparison of the diagnostic accuracy of the sole axial hepatobiliary phase 20 min after i.v application of Gd-EOB-DTPA with the standard protocol for the progress assessment of patients with known hepatic metastases of colorectal cancer. Methods: 47 patients with known hepatic metastases of colorectal cancer were retrospective examined in 58 protocols. It was a monocentric study. ...
Objective:
Comparison of the diagnostic accuracy of the sole axial hepatobiliary phase 20 min after i.v application of Gd-EOB-DTPA with the standard protocol for the progress assessment of patients with known hepatic metastases of colorectal cancer.
Methods:
47 patients with known hepatic metastases of colorectal cancer were retrospective examined in 58 protocols. It was a monocentric study. Gd-EOB-DTPA was used as contrast media. A radiologist compared the sole axial hepatobiliary phase with the standard protocol on the criteria 'number of metastases', 'progress by RECIST', 'left liver lobe free', 'right liver lobe free', 'capsule involvement', 'vascular invasion' and 'relevant secondary findings`. The statistical evaluation was performed with the McNemar test at a significance level of 5%.
Results:
There was no significant difference for each criterion in the diagnostic accuracy between the sole axial hepatobiliary phase 20 min after i.v. application and the standard protocol for the progress assessment in patients with known hepatic metastases of colorectal cancer.
Conclusion:
For the progress assessment of known hepatic metastases of colorectal cancer it is possible only to use sole axial hepatobiliary phase.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 1 September 2022 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Andreas G. Schreyer |
| Tag der Prüfung | 11 August 2022 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Röntgendiagnostik |
| Stichwörter / Keywords | verkürzte MR-Protokolle |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-528220 |
| Dokumenten-ID | 52822 |
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