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Lang, Daniel

Explorative Analyse von Patientendaten zur Untersuchung des Zusammenhangs von Multipler Sklerose und verschiedenen Komorbiditäten

Lang, Daniel (2022) Explorative Analyse von Patientendaten zur Untersuchung des Zusammenhangs von Multipler Sklerose und verschiedenen Komorbiditäten. PhD, Universität Regensburg.

Date of publication of this fulltext: 12 Dec 2022 08:01
Thesis of the University of Regensburg
DOI to cite this document: 10.5283/epub.53403


Abstract (German)

Hintergrund: Durch intensiver Forschung zu Multipler Sklerose in den letzten Jahren wird immer mehr bekannt, dass Komorbiditäten wie ein erhöhter Bluthochdruck oder Diabetes mellitus verschiedene Einflüsse auf den Krankheitsverlauf der MS haben. So sollen sie die Lebensqualität der Patienten verschlechtern, die Progression der neurologischen Erkrankung beschleunigen und die Sterblichkeit der ...

Hintergrund: Durch intensiver Forschung zu Multipler Sklerose in den letzten Jahren wird immer mehr bekannt, dass Komorbiditäten wie ein erhöhter Bluthochdruck oder Diabetes mellitus verschiedene Einflüsse auf den Krankheitsverlauf der MS haben. So sollen sie die Lebensqualität der Patienten verschlechtern, die Progression der neurologischen Erkrankung beschleunigen und die Sterblichkeit der Patienten erhöhen. Nichtsdestotrotz ist der Zusammenhang zwischen Multipler Sklerose und möglichen Begleiterkrankungen aber immer noch nicht genau verstanden.
Methoden: Im Rahmen der vorliegenden retrospektiven Studie wurden die Akten von 570 Patienten mit Multipler Sklerose auf ihre Begleiterkrankungen und exponierten Risikofaktoren wie Alkoholund Zigarettenkonsum analysiert. Dies Patienten wurden zwischen 2005 und 2018 in der Klinik und Poliklinik für Neurologie im Bezirksklinikum Regensburg therapiert. Die Daten wurden mithilfe der Software SPSS ausgewertet. Das Geschlechterverhältnis der 570 Patienten lag bei 67,7 % weiblichen zu 32,3 % männlichen Personen, das Durchschnittsalter betrug 51,0 Jahre (SD: 13,7 Jahre), der häufigste MS-Verlaufstyp war die schubförmig-remittierende MS-Form (53,2 %), gefolgt vom sekundär-chronisch-progredienten Typ (27,5 %).
Ergebnisse: Die häufigsten dokumentieren Komorbiditäten waren die psychiatrischen Begleiterkrankungen (27,2 %), vor allem die Depressionen (19,8%), gefolgt von der arteriellen Hypertonie (20,9 %), weiteren kardiovaskulären Krankheiten (18,4 %) und den neurologischen Komorbiditäten (16,7 %). Darüberhinaus konnte gezeigt werden, dass bei den malignen Erkrankungen ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der Gruppe der weiblichen Patienten und der Personengruppe der männlichen Patienten bestand. Ferner zeigte sich ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den MS-Verlaufstypen bei den Gruppen der kardiovaskulären, psychiatrischen und urologischen Begleiterkrankungen und bei den Patienten mit arterieller Hypertonie.
Konklusionen: Durch die vorliegende Studie konnte gezeigt werden, dass sich Komorbiditäten bei Multipler Sklerose hinsichtlich des Patientengeschlechts und des Verlaufstyps zum Teil unterscheiden. Die Analyse des Zusammenhangs zwischen MS und den verschiedenen Begleiterkrankungen muss weiter intensiviert werden.

Translation of the abstract (English)

Background: Currently, more than 30.000 people suffer from the autoimmune disease multiple sclerosis (MS) in Bavaria, Germany. This neurological illness has many comorbidities such as cardiovascular diseases or psychiatric disorders. Despite the intensive research of many studies in recent years, the exact relationship between MS and its comorbidities is still unknown. Methods: In this ...

Background: Currently, more than 30.000 people suffer from the autoimmune disease multiple sclerosis (MS) in Bavaria, Germany. This neurological illness has many comorbidities such as cardiovascular diseases or psychiatric disorders. Despite the intensive research of many studies in recent years, the exact relationship between MS and its comorbidities is still unknown.
Methods: In this retrospective study, we analyzed the data of 570 patients with MS with regard to their documented comorbidities and risk factors. The patients had been treated at the Department of Neurology of the University Medical Center in Regensburg between 2005 and 2018. The data was evaluated with the software SPSS (version 25).
Results: The most frequent documented comorbidities were psychiatric disorders (27.2 %), arterial hypertension (20.9 %) and other cardiovascular disorders (18.4 %). In addition, there are differences between the prevalence values of arterial hypertension, migraine, cancer and endocrine disorders among female and male MS patients. In addition, the prevalence values of arterial hypertension, diabetes mellitus, cardiovascular, psychiatric, urological and respiratory diseases also differ among the three types of MS, namely relapsing remitting MS, secondary progressive MS and primary progressive MS.
Discussion: In summary, we found comorbidities in patients with MS that partly differed depending on gender and type of MS. In addition, the results of this retrospective study show the importance of intensifying the research about the relationship between MS and its comorbidities


Involved Institutions


Details

Item typeThesis of the University of Regensburg (PhD)
Date12 December 2022
RefereeProf. Dr. Dr. Robert Weißert
Date of exam24 November 2022
InstitutionsMedicine > Lehrstuhl für Neurologie
KeywordsMultiple Sklerose, Komorbiditäten, Zusammenhang
Dewey Decimal Classification600 Technology > 610 Medical sciences Medicine
StatusPublished
RefereedYes, this version has been refereed
Created at the University of RegensburgYes
URN of the UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-534039
Item ID53403

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