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Kollektive politische Identitäten und ihr Beitrag zur Erklärung staatlicher Performanz in Demokratien
Bein, Simon
(2023)
Kollektive politische Identitäten und ihr Beitrag zur Erklärung staatlicher Performanz in Demokratien.
Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft 17, S. 225-260.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 25 Sep 2023 14:27
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.54752
Zusammenfassung
Die sozio-kulturellen Grundlagen einer Gesellschaft spielen eine wichtige Rolle bei der Erklärung von Performanz in demokratischen Ordnungen, wie bereits Alexis de Tocqueville erkannt hat. Allerdings ist dieser Erklärungsansatz bis auf wenige Ausnahmen nicht systematisch weiterentwickelt worden, was insbesondere für den Gegenstand kollektiver politischer Identitäten gilt. Aufbauend auf der ...
Die sozio-kulturellen Grundlagen einer Gesellschaft spielen eine wichtige Rolle bei der Erklärung von Performanz in demokratischen Ordnungen, wie bereits Alexis de Tocqueville erkannt hat. Allerdings ist dieser Erklärungsansatz bis auf wenige Ausnahmen nicht systematisch weiterentwickelt worden, was insbesondere für den Gegenstand kollektiver politischer Identitäten gilt. Aufbauend auf der theoretischen Prämisse, wonach eine umfassende Verankerung des liberalen
Paradigmas in der kollektiven politischen Identität eine Zielorientierung hinsichtlich ökonomischer Performanz und Wohlstand, eine Stärkung republikanisch-gemeinschaftsorientierter Elemente hingegen den Fokus auf sozio-ökonomische Sicherheit und Gleichheit legt, soll zur Schließung dieser Forschungslücke beigetragen werden.
Gegenstand der empirischen Analyse ist eine Fuzzy-Set QCA, die überprüft, ob liberale und republikanische politische Identität notwendige oder hinreichende Bedingungen
für eine wachsende Wirtschaft beziehungsweise soziale Gleichheit sind.
Die beiden politischen Identitäten werden mit Hilfe von World Values Survey und European Values Study für den Zeitraum 2005 bis 2021 gemessen, die Grundlage der Performanzdaten sind die Sustainable Governance Indicators der Bertelsmann-
Stiftung für die Jahre 2018 bis 2022. Im Ergebnis zeigt sich, dass liberale politische Identität als Teil einer kombinatorischen Erklärung für ökonomische Performanz
gesehen werden kann, der Erklärungsbeitrag republikanischer Identität für die sozialpolitische Performanz ist jedoch weniger eindeutig. Insgesamt ist eine äquifinale Vielfalt der Lösungspfade für Performanz in westlichen Demokratien und kombinierte Erklärungspotenziale beider untersuchten politischen Identitäten zu bilanzieren.
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Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel | ||||
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft | ||||
| Verlag: | Springer | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Band: | 17 | ||||
| Seitenbereich: | S. 225-260 | ||||
| Datum | 22 September 2023 | ||||
| Institutionen | Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Politikwissenschaft > Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Westeuropa) - Prof. Dr. Martin Sebaldt | ||||
| Identifikationsnummer |
| ||||
| Stichwörter / Keywords | Kollektive Identität · Liberalismus · Republikanismus · Politisches System · Leistungsfähigkeit | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 300 Sozialwissenschaften > 320 Politik | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-547524 | ||||
| Dokumenten-ID | 54752 |
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