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Greimel, Felix ; Schiegl, Julia Sabrina ; Meyer, Matthias ; Grifka, Joachim ; Maderbacher, Günther

Fast-Track-Endoprothetik

Greimel, Felix, Schiegl, Julia Sabrina, Meyer, Matthias , Grifka, Joachim und Maderbacher, Günther (2024) Fast-Track-Endoprothetik. Die Orthopädie 53, S. 117-126.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Jan 2024 07:53
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.55346


Zusammenfassung

Einführung Wesentliche Bestandteile von Fast-Track- oder Enhanced-Recovery-Programmen in der Endoprothetik sind die Optimierung der interdisziplinär-organisatorischen Abläufe sowie der prä-, intra- und postoperativen Vorgehensweisen im klinischen Alltag. Die frühpostoperative Mobilisation der Patienten ist nach Gelenkersatzoperation von zentraler Bedeutung, mit dem Ziel, Schmerzen und ...

Einführung
Wesentliche Bestandteile von Fast-Track- oder Enhanced-Recovery-Programmen in der Endoprothetik sind die Optimierung der interdisziplinär-organisatorischen Abläufe sowie der prä-, intra- und postoperativen Vorgehensweisen im klinischen Alltag. Die frühpostoperative Mobilisation der Patienten ist nach Gelenkersatzoperation von zentraler Bedeutung, mit dem Ziel, Schmerzen und Komplikationen nachweislich zu vermeiden. Dieser Beitrag gibt einen detaillierten Überblick hinsichtlich der zwischenzeitlich zunehmend verbreiteten Fast-Track-Vorgehensweisen. Zudem zeigt er die klinischen Vorteile von Fast-Track für die Hüftendoprothetik im Rahmen eines randomisierten Studiendesigns evidenzbasiert auf.
Material und Methoden
Es wurden 194 Patienten mit primärer HTEP nach einfach verblindeter Randomisierung in zwei Gruppen untersucht: Fast-Track (n = 98) oder konventioneller Behandlungspfad (n = 96). Als primärer Outcomeparameter war die Mobilisierung definiert, gemessen mit dem Timed-Up-and-Go-Test (TUG) in Sekunden. Sekundäre Parameter waren erreichbare Gehstrecke in Metern sowie Schmerzen auf der Numerische Rating-Skala (NRS). Alle Parameter wurden präoperativ und täglich bis zum 6. postoperativen Tag erfasst.
Ergebnisse
Innerhalb der ersten postoperativen Woche wurden keine Komplikationen oder Revisionen verzeichnet. Die Fast-Track-Gruppe zeigte im Vergleich zur konventionellen Gruppe bis zum 6. postoperativen Tag signifikant bessere TUG-Werte sowie Gehstreckenergebnisse (jeweils p < 0,05). Bezüglich der Bewertung von Schmerzen (NRS) zeigte sich kein signifikanter Unterschied (p > 0,05).
Fazit
Die Anwendung von Fast-Track-Konzepten in der Hüftendoprothetik kann evidenzbasiert die klinischen Ergebnisse verbessern. Diese prospektive, einfach verblindete randomisierte kontrollierte Studie konnte ein sehr gutes kurzfristiges Ergebnis mit vergleichbaren Schmerzen nach Fast-Track-HTEP im Vergleich zu einem konventionellen Behandlungspfad aufzeigen. Fast-Track-Konzepte sind hochwirksam in Bezug auf Frühmobilisierung und klinisches Ergebnis – ohne in der Frühphase ein höheres Komplikationsrisiko einzugehen.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftDie Orthopädie
Verlag:Springer Nature
Band:53
Seitenbereich:S. 117-126
Datum16 Januar 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Identifikationsnummer
WertTyp
10.1007/s00132-023-04465-4DOI
Stichwörter / KeywordsLokale Infiltrationsanalgesie · Frühmobilisation · Beschleunigte postoperative Erholung · Hüftgelenkendoprothetik · Kniegelenkendoprothetik
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-553462
Dokumenten-ID55346

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