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Meyer, Matthias ; Michalk, Katrin ; Greimel, Felix ; Maderbacher, Günther ; Grifka, Joachim ; Kappenschneider, Tobias

SOG – Spezielle Orthopädische Geriatrie

Meyer, Matthias , Michalk, Katrin, Greimel, Felix, Maderbacher, Günther, Grifka, Joachim und Kappenschneider, Tobias (2024) SOG – Spezielle Orthopädische Geriatrie. Die Orthopädie 53, S. 127-135.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 25 Jan 2024 05:32
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.55411


Zusammenfassung

Hintergrund Für die Versorgung geriatrischer Patienten bei elektiven orthopädischen Operationen existieren in Deutschland bisher noch keine adäquaten Versorgungskonzepte. Die SOG-Studie evaluiert hierzulande erstmalig den Einfluss eines komplexen orthogeriatrischen Co-Managements auf das Outcome älterer Patienten mit elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz im Vergleich zur orthopädischen ...

Hintergrund
Für die Versorgung geriatrischer Patienten bei elektiven orthopädischen Operationen existieren in Deutschland bisher noch keine adäquaten Versorgungskonzepte. Die SOG-Studie evaluiert hierzulande erstmalig den Einfluss eines komplexen orthogeriatrischen Co-Managements auf das Outcome älterer Patienten mit elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz im Vergleich zur orthopädischen Standardversorgung.
Methodik
In die Zwischenanalyse der noch laufenden Studie wurden 174 Patienten eingeschlossen, wovon 87 Patienten in die Interventionsgruppe und 87 Patienten in die Kontrollgruppe randomisiert wurden. Das SOG-Versorgungsmodell besteht aus Screening, präoperativem Assessment mit präoperativer Intervention/Optimierung, Operation nach dem Fast-Track-Prinzip und multimodaler perioperativer Versorgung im orthogeriatrischen Team. Die Kontrollgruppe erhielt eine orthopädische Standardbehandlung. Verglichen wurden Mobilität, Komplikationen und „patient-reported outcome measures“ (PROM).
Ergebnisse
Die Interventionsgruppe wies postoperativ gegenüber der Kontrollgruppe zu allen Erfassungszeitpunkten eine klinisch relevant verbesserte Mobilität auf (p < 0,01). Die Komplikationsauswertung zeigte eine signifikante Risikoreduktion für Minor-Komplikationen (p < 0,01) sowie einen deutlichen Trend zur Risikoreduktion für Major-Komplikationen. Die Auswertung der PROM zeigte unabhängig von der Intervention eine signifikante Verbesserung der Gelenkfunktion und der allgemeinen gesundheitsbedingten Lebensqualität.
Schlussfolgerung
Integrierte orthogeriatrische Modelle, wie die Spezielle Orthopädische Geriatrie, könnten zukünftig die Versorgung geriatrischer Patienten in der elektiven orthopädischen Chirurgie verbessern und vor allem sicherer gestalten.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftDie Orthopädie
Verlag:Springer Nature
Band:53
Seitenbereich:S. 127-135
Datum18 Januar 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Identifikationsnummer
WertTyp
10.1007/s00132-023-04466-3DOI
Stichwörter / KeywordsPostoperative Mobilität · Postoperative Komplikationen · Patient reported outcome measure · Hüfttotalendoprothese · Knietotalendoprothese
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-554110
Dokumenten-ID55411

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