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Häufigkeit der CMV-Testung in der Schwangerschaft
Hadjiiona, Antigoni (2024) Häufigkeit der CMV-Testung in der Schwangerschaft. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 16 Feb 2024 09:08
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.55542
Zusammenfassung (Deutsch)
Das Zytomegalievirus (CMV) gehört der Familie der humanen Herpesviridae und ist weltweit verbreitet. Es ist der häufigste Erreger von viralen kongenitalen Infektionen und kann schwerwiegende Folgen auf die Gesundheit des Feten bei einer vertikalen Infektion haben. Ziel dieser Studie ist die Evaluation der Häufigkeit beziehungsweise des Prozentsatzes der Durchführung einer CMV-Diagnostik in der ...
Das Zytomegalievirus (CMV) gehört der Familie der humanen Herpesviridae und ist weltweit verbreitet. Es ist der häufigste Erreger von viralen kongenitalen Infektionen und kann schwerwiegende Folgen auf die Gesundheit des Feten bei einer vertikalen Infektion haben. Ziel dieser Studie ist die Evaluation der Häufigkeit beziehungsweise des Prozentsatzes der Durchführung einer CMV-Diagnostik in der Schwangerschaft der sich in unserer Klinik vorstellenden schwangeren Frauen.
Retrospektiv wurden 1000 schwangere Patientinnen im Alter von 17 bis 45 Jahre, die in unserer Klinik behandelt wurden, in die Studie eingeschlossen. Es wurde untersucht, ob in der Schwangerschaft ein CMV-Test durchgeführt wurde und wenn Ja, wie sich die Ergebnisse darstellten.
597 Patientinnen (59,7%) hatten im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge keinen CMV-Test erhalten. Unter den 403 (40,3%) Patientinnen, bei denen eine CMV-Diagnostik stattgefunden hatte, konnte bei 143 (35,5%) eine Immunität nachgewiesen werden. 257 Patientinnen (63,8%) zeigten keine Immunität, wobei 3 (0,74%) davon eine aktive Infektion aufwiesen.
Obwohl CMV der häufigste Erreger von viralen kongenitalen Infektionen ist, der die Gesundheit der betroffenen Neugeborenen stark beeinträchtigen kann, und sowohl die Hyperimmunglobulingabe als auch die virale Therapie inzwischen im “Off-Label-Use" gute präventive als auch therapeutische Erfolge zeigen, ist die CMV-Diagnostik in der Schwangerschaft in Deutschland immer noch kein fester Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien, sondern eine Individualisierte Gesundheitsleistung (IGeL). Zurzeit steht leider noch keine Impfung zur Prävention der vertikalen Transmission zu Verfügung, weswegen die Frühdiagnostik und die Hygienemaßnahmen die wichtigsten Mittel zur Prävention einer Serokonversion der Mutter und einer etwaigen Infektion des Feten darstellen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
The cytomegalovirus (CMV) belongs to the family of human herpesviridae and is distributed worldwide. It is the most common cause of viral congenital infections and can have serious consequences for the health of the fetus in the event of a vertical infection. The aim of this study is to evaluate the frequency or percentage of CMV diagnosis during pregnancy of pregnant women presenting to our ...
The cytomegalovirus (CMV) belongs to the family of human herpesviridae and is distributed worldwide. It is the most common cause of viral congenital infections and can have serious consequences for the health of the fetus in the event of a vertical infection. The aim of this study is to evaluate the frequency or percentage of CMV diagnosis during pregnancy of pregnant women presenting to our clinic.
The study retrospectively included 1000 pregnant patients aged between 17 and 45 years who were treated in our clinic. It was investigated whether a CMV test was carried out during pregnancy and, if so, what the results were.
597 patients (59.7%) had not received a CMV test as part of their prenatal care. Among the 403 (40.3%) patients who had a CMV test, immunity was detected in 143 (35.5%). 257 patients (63.8%) showed no immunity, of whom 3 (0.74%) had an active infection. Although CMV is the most common pathogen of viral congenital infections, which can severely impair the health of affected newborns, and both hyperimmunoglobulin administration and viral therapy now show good preventive and therapeutic success in "off-label use", CMV diagnostics during pregnancy is still not a fixed component of maternity guidelines in Germany, but rather an individualized health service (IGeL). Unfortunately, there is currently no vaccination available to prevent vertical transmission, which is why early diagnosis and hygiene measures are the most important means of preventing seroconversion of the mother and possible infection of the foetus.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 16 Februar 2024 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Edith Reuschel |
| Tag der Prüfung | 30 Januar 2024 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Frauenheilkunde) Medizin > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Geburtshilfe) |
| Stichwörter / Keywords | Häufigkeit, CMV-Testung, Schwangerschaft |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-555422 |
| Dokumenten-ID | 55542 |
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