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Barlinn, J. ; Winzer, S. ; Worthmann, H. ; Urbanek, C. ; Häusler, K. G. ; Günther, A. ; Erdur, H. ; Görtler, M. ; Busetto, L. ; Wojciechowski, C. ; Schmitt, J. ; Shah, Y. ; Büchele, B. ; Sokolowski, P. ; Kraya, T. ; Merkelbach, S. ; Rosengarten, B. ; Stangenberg-Gliss, K. ; Weber, J. ; Schlachetzki, F. ; Abu-Mugheisib, M. ; Petersen, M. ; Schwartz, A. ; Palm, F. ; Jowaed, A. ; Volbers, B. ; Zickler, P. ; Remi, J. ; Bardutzky, J. ; Bösel, J. ; Audebert, H. J. ; Hubert, G. J. ; Gumbinger, C.

Telemedizin in der Schlaganfallversorgung – versorgungsrelevant für Deutschland

Barlinn, J., Winzer, S., Worthmann, H., Urbanek, C., Häusler, K. G., Günther, A., Erdur, H. , Görtler, M., Busetto, L., Wojciechowski, C., Schmitt, J. , Shah, Y., Büchele, B., Sokolowski, P., Kraya, T. , Merkelbach, S., Rosengarten, B., Stangenberg-Gliss, K., Weber, J. , Schlachetzki, F., Abu-Mugheisib, M., Petersen, M., Schwartz, A., Palm, F., Jowaed, A., Volbers, B. , Zickler, P., Remi, J., Bardutzky, J., Bösel, J., Audebert, H. J. , Hubert, G. J. und Gumbinger, C. (2021) Telemedizin in der Schlaganfallversorgung – versorgungsrelevant für Deutschland. Der Nervenarzt 92 (6), S. 593-601.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 29 Feb 2024 12:37
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.56711


Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel Telemedizinische Schlaganfall-Netzwerke tragen dazu bei, die Schlaganfallversorgung und insbesondere den Zugang zu zeitkritischen Schlaganfalltherapien in vorrangig strukturschwachen, ländlichen Regionen zu gewährleisten. Ziel ist eine Darstellung der Nutzungsfrequenz und regionalen Verteilung dieser Versorgungsstruktur. Methoden Die Kommission „Telemedizinische ...

Hintergrund und Ziel

Telemedizinische Schlaganfall-Netzwerke tragen dazu bei, die Schlaganfallversorgung und insbesondere den Zugang zu zeitkritischen Schlaganfalltherapien in vorrangig strukturschwachen, ländlichen Regionen zu gewährleisten. Ziel ist eine Darstellung der Nutzungsfrequenz und regionalen Verteilung dieser Versorgungsstruktur.

Methoden

Die Kommission „Telemedizinische Schlaganfallversorgung“ der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft führte eine Umfragestudie in allen Schlaganfall-Netzwerken durch.

Ergebnisse

In Deutschland sind 22 telemedizinische Schlaganfall-Netzwerke aktiv, welche insgesamt 43 Zentren (pro Netzwerk: Median 1,5, Interquartilsabstand [IQA] 1–3) sowie 225 Kooperationskliniken (pro Netzwerk: Median 9, IQA 4–17) umfassen und an einem unmittelbaren Zugang zur Schlaganfallversorgung für 48 Mio. Menschen teilhaben. Im Jahr 2018 wurden 38.211 Telekonsile (pro Netzwerk: Median 1340, IQA 319–2758) durchgeführt. Die Thrombolyserate betrug 14,1 % (95 %-Konfidenzintervall 13,6–14,7 %), eine Verlegung zur Thrombektomie wurde bei 7,9 % (95 %-Konfidenzintervall 7,5–8,4 %) der ischämischen Schlaganfallpatienten initiiert. Das Finanzierungssystem ist uneinheitlich mit einem Vergütungssystem für die Zentrumsleistungen in nur drei Bundesländern.

Diskussion

Etwa jeder 10. Schlaganfallpatient wird telemedizinisch behandelt. Die telemedizinischen Schlaganfall-Netzwerke erreichen vergleichbar hohe Lyseraten und Verlegungen zur Thrombektomie wie neurologische Stroke-Units und tragen zur Sicherstellung einer flächendeckenden Schlaganfallversorgung bei. Eine netzwerkübergreifende Sicherstellung der Finanzierung und einheitliche Erhebung von Qualitätssicherungsdaten haben das Potenzial diese Versorgungsstruktur zukünftig weiter zu stärken.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftDer Nervenarzt
Verlag:Springer
Ort der Veröffentlichung:NEW YORK
Band:92
Nummer des Zeitschriftenheftes oder des Kapitels:6
Seitenbereich:S. 593-601
Datum2021
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Neurologie
Identifikationsnummer
WertTyp
10.1007/s00115-021-01137-6DOI
Stichwörter / KeywordsPILOT PROJECT; THROMBOLYSIS; TELESTROKE; THROMBECTOMY; NETWORK; SUPPORT; TEMPIS; Stroke; Stroke unit; Telemedicine; Stroke networks; Survey
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenZum Teil
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-567116
Dokumenten-ID56711

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