Direkt zum Inhalt

Schneider, Teresa

Funktionelles und subjektives Outcome im Langzeit-Follow Up bei proximalen Humerusfrakturen

Schneider, Teresa (2024) Funktionelles und subjektives Outcome im Langzeit-Follow Up bei proximalen Humerusfrakturen. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 14 Mai 2024 09:02
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.58093


Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, das Outcome im Langzeitintervall nach proximaler Humerusfraktur im Vergleich der konservativen und operativen Therapie zu untersuchen. Dabei werden Morbidität und Mortalität, die Schulterfunktion in Form validierter Scores, die Lebensqualität durch den SF-12 und das Komplikationsrisiko untersucht und diskutiert. Es ist zu ...

Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, das Outcome im Langzeitintervall nach proximaler Humerusfraktur im Vergleich der konservativen und operativen Therapie zu untersuchen. Dabei werden Morbidität und Mortalität, die Schulterfunktion in Form validierter Scores, die Lebensqualität durch den SF-12 und das Komplikationsrisiko untersucht und diskutiert. Es ist zu betonen, dass das Therapieresultat nach durchschnittlich 10,5 Jahren erhoben wird, das Durchschnittsalter das Patientenkollektivs bei 72 Jahren liegt (Zahlen in Bezug auf das Grundkollektiv) und der Großteil der Patienten mit einer Neer-IV- oder Neer-V-Fraktur behandelt wurde. Diese Konstellation stellt ein Patientenkollektiv dar, bei dem die aktuellen therapeutischen Möglichkeiten häufig nicht zufriedenstellenden Ergebnisse zeigen und weiterhin Uneinigkeit herrscht über die richtige Behandlung. So soll unsere Studie bei der Therapieentscheidung für eben jenes Patientenkollektiv eine Hilfestellung darstellen, indem auch das Outcome im Langzeitintervall berücksichtigt wird.
Im Vergleich der Osteosynthese mit der konservativen Therapie kann nach Operation kein funktioneller Vorteil bei höherer Komplikationsrate festgestellt werden. Insbesondere bei hoher Morbiditätslast ist die Mortalität erhöht, was allerdings für beide Therapieoptionen gilt. Die subjektiv bewertete Schulterfunktion, gemessen am SSV, ist nach konservativer Therapie signifikant besser als nach durchgeführter operativer Therapie. Grundsätzlich unterstützen unsere Ergebnisse die These, dass bei der Therapiewahl der proximalen Humerusfraktur ein individualisiertes Vorgehen nötig ist und bestätigen die Notwendigkeit der Etablierung eines evidenzbasierten und patientenspezifizierten Therapiealgorithmus.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this study is to investigate the outcome in the long-term interval after proximal humerus fracture in comparison with conservative and surgical treatment. Morbidity and mortality, shoulder function in the form of validated scores, quality of life using the SF-12 and the risk of complications are examined and discussed. It should be emphasized that the treatment outcome is assessed ...

The aim of this study is to investigate the outcome in the long-term interval after proximal humerus fracture in comparison with conservative and surgical treatment. Morbidity and mortality, shoulder function in the form of validated scores, quality of life using the SF-12 and the risk of complications are examined and discussed. It should be emphasized that the treatment outcome is assessed after an average of 10.5 years, the average age of the patient collective is 72 years (figures in relation to the basic collective) and the majority of patients were treated with a Neer IV or Neer V fracture. This constellation represents a patient collective in which the current therapeutic options often show unsatisfactory results and there is still disagreement about the correct treatment. Our study is therefore intended to provide assistance in making treatment decisions for this patient group by also taking into account the outcome in the long-term interval.
In a comparison of osteosynthesis with conservative treatment, no functional advantage can be determined after surgery with a higher complication rate. Mortality is increased, particularly with a high morbidity burden, although this applies to both treatment options. The subjectively assessed shoulder function, measured by the SSV, is significantly better after conservative treatment than after surgical treatment. Basically, our results support the thesis that an individualized approach is necessary in the choice of treatment for proximal humerus fractures and confirm the need to establish an evidence-based and patient-specific treatment algorithm.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum14 Mai 2024
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Maximilian Kerschbaum
Tag der Prüfung7 Mai 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Unfallchirurgie
Stichwörter / Keywordsproximale Humerusfraktur Langzeit-Follow Up konservativ Osteosynthese
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-580930
Dokumenten-ID58093

Bibliographische Daten exportieren

Nur für Besitzer und Autoren: Kontrollseite des Eintrags

nach oben