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Huber, Laura

Wachstumsstörungen nach distalen Radiusfrakturen im Kindesalter – ein Vergleich zwischen konservativer Therapie und transepiphysärer K-Draht-Osteosynthese

Huber, Laura (2024) Wachstumsstörungen nach distalen Radiusfrakturen im Kindesalter – ein Vergleich zwischen konservativer Therapie und transepiphysärer K-Draht-Osteosynthese. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 25 Jun 2024 09:20
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.58515


Zusammenfassung (Deutsch)

Da die distale Radiusfraktur die häufigste Fraktur im Kindesalter darstellt, ist die adäquate Behandlung mit einer Minimierung der Risiken besonders wichtig. Um das Outcome vor allem in Bezug auf Wachstumsstörungen zu untersuchen, wurden in dieser retrospektiven Kohortenstudie Röntgenbilder von Patienten mit distaler Radiusfraktur analysiert, welche in der Klinik für Kinderchirurgie und ...

Da die distale Radiusfraktur die häufigste Fraktur im Kindesalter darstellt, ist die adäquate Behandlung mit einer Minimierung der Risiken besonders wichtig. Um das Outcome vor allem in Bezug auf Wachstumsstörungen zu untersuchen, wurden in dieser retrospektiven Kohortenstudie Röntgenbilder von Patienten mit distaler Radiusfraktur analysiert, welche in der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderorthopädie in der Klinik St. Hedwig Regensburg behandelt wurden. Die ausgewählten Patienten wurden mindestens ein Jahr nach Fraktur zur sonographischen und klinischen Nachuntersuchung einbestellt.
In dieser Studie wurden 125 Patienten mit insgesamt 126 Frakturen untersucht, wovon ehemals 62 konservativ mit Ruhigstellung im Gips und 64 operativ mittels fugenkreuzender K-Draht-Osteosynthese behandelt wurden. Beide Gruppen zeigten gute bis sehr gute Nachuntersuchungsergebnisse. Insbesondere eine Wachstumsstörung wurde in keiner der Gruppen festgestellt. Diese zwar seltene Komplikation hat weitreichende Folgen, nicht nur bezüglich Schmerzen, sondern auch das Bewegungsausmaß im Handgelenk, die Optik und Einschränkungen beim Bewältigen des alltäglichen Lebens betreffend.
Um die Wahrscheinlichkeit einer Wachstumsstörung zu minimieren, ist es wichtig die Risikofaktoren dafür zu kennen. Dazu gehören nicht nur der Frakturtyp, sondern auch Maßnahmen bei der Therapie, auf die es zu achten gilt. Neben schonender Reposition sollte auch die Wachstumsfuge bei einer transepiphysären K-Draht-Osteosynthese ein möglichst geringes Trauma erleiden.
In dieser Studie wurden die konservative und operative Therapie mit fugenkreuzender Osteosynthese als ebenbürtig in Bezug auf mögliche Wachstumsstörungen erwiesen. So kann aufgrund der hier gewonnenen Datenlage bei vorliegender OP-Indikation eine fugenkreuzende Osteosynthese ohne vermehrtes Risiko einer folgenden Wachstumsstörung durchgeführt werden. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, sowohl bei ärztlichem Personal als auch bei Patienten und Erziehungsberechtigten die Sensibilität für Wachstumsstörungen als posttraumatische oder iatrogene Komplikation zu schärfen. Hierzu gehören gute Aufklärungsgespräche und regelmäßige Kontrollen. Aufgrund diverser Limitierungen dieser Studie und dem Potential weiterführender Forschung sollten größere Studien folgen.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

As the distal radius fracture is the most common fracture in childhood, adequate treatment with minimization of risks is particularly important. In this retrospective cohort study, X-ray images of patients with distal radius fractures treated at the Department of Pediatric Surgery and Pediatric Orthopedics at the St. Hedwig Clinic in Regensburg were analyzed to investigate the outcome, especially ...

As the distal radius fracture is the most common fracture in childhood, adequate treatment with minimization of risks is particularly important. In this retrospective cohort study, X-ray images of patients with distal radius fractures treated at the Department of Pediatric Surgery and Pediatric Orthopedics at the St. Hedwig Clinic in Regensburg were analyzed to investigate the outcome, especially with regard to growth disturbances. The selected patients were called in for sonographic and clinical follow-up examinations at least one year after the fracture. In this study, 125 patients with a total of 126 fractures were examined, of whom 62 had previously been treated conservatively with immobilization in a cast and 64 surgically by means of transepiphyseal K-wire osteosynthesis. Both groups showed good to very good follow-up results. In particular, no growth disturbance was observed in either group. Although rare, this complication has far-reaching consequences, not only in terms of pain, but also with regard to the range of movement in the wrist, appearance and limitations in coping with everyday life.

To minimize the likelihood of a growth disturbance, it is important to know the risk factors. These include not only the type of fracture, but also treatment measures that need to be taken into account. In addition to gentle reduction, the growth plate should also suffer as little trauma as possible during transepiphyseal K-wire osteosynthesis. In this study, conservative and surgical treatment with transepiphyseal osteosynthesis were shown to be equally effective with regard to possible growth disturbances. Thus, based on the data obtained here, transepiphyseal osteosynthesis can be performed without an increased risk of subsequent growth disturbance if surgery is indicated. Nevertheless, it is important to raise awareness of growth disturbances as a post-traumatic or iatrogenic complication among medical staff as well as patients and their legal guardians. This includes good educational talks and regular check-ups. Due to various limitations of this study and the potential for further research, larger studies should follow.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum25 Juni 2024
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Hans J. Schlitt
Tag der Prüfung21 Mai 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Chirurgie
Stichwörter / KeywordsDistale Radiusfraktur; Hemmende Wachstumsstörung; Kirschner-Draht-Osteosynthese; Ulnavarianz; Epiphysenfuge
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-585155
Dokumenten-ID58515

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