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Untersuchung des unteren Uterinsegments bei Frauen im Zustand nach Sectio caesarea mittels standardisierter Nahttechnik im Hinblick auf die Prävalenz uteriner Nischen
Pohle, Marie (2024) Untersuchung des unteren Uterinsegments bei Frauen im Zustand nach Sectio caesarea mittels standardisierter Nahttechnik im Hinblick auf die Prävalenz uteriner Nischen. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 28 Okt 2024 14:09
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.59439
Zusammenfassung (Deutsch)
Eine defiziente Wundheilung im Zustand nach CS kann unter anderem zur Entstehung uteriner Nischen führen. Diese sind definiert als Einzug des Myometriums im Bereich der Uterotomie von mind. 2 mm Tiefe. Auch wenn viele Patientinnen mit uteriner Nische asymptomatisch sind, treten zum Teil sehr schwerwiegende Komplikationen auf. Insbesondere das Auftreten einer Uterusruptur oder -dehiszenz im Falle ...
Eine defiziente Wundheilung im Zustand nach CS kann unter anderem zur Entstehung uteriner Nischen führen. Diese sind definiert als Einzug des Myometriums im Bereich der Uterotomie von mind. 2 mm Tiefe. Auch wenn viele Patientinnen mit uteriner Nische asymptomatisch sind, treten zum Teil sehr schwerwiegende Komplikationen auf. Insbesondere das Auftreten einer Uterusruptur oder -dehiszenz im Falle einer Folgeschwangerschaft kann mit hoher Morbidität und Mortalität für Mutter und Kind einhergehen. Darüber hinaus ist bei Vorhandensein einer uterinen Nische auch das Risiko für Plazentationsstörungen erhöht. Bei den nicht-schwangeren Patientinnen stehen Blutungsstörungen, chronische Unterbauchschmerzen und Infertilität im Vordergrund.
Der Goldstandard zur Beurteilung des unteren Uterinsegmentes hinsichtlich der Wundheilung nach CS stellt die HSG dar, hiermit gelingt die zuverlässigste Detek-tion und Vermessung von Narbendefekten. Die Pathophysiologie uteriner Nischen ist multifaktoriell, einen wesentlichen Einflussfaktor stellt aber die Verschluss- und Operationstechnik des CS dar. Das Kernelement der von uns verwendeten und untersuchten Nahttechnik ist der zweischichtige Verschluss der Uterotomie – bestehend aus einer ersten Schicht mittels Einzelknopfnähten unter Aussparung des Endometriums, gefolgt von einem seromuskulär fortlaufenden Verschluss. Darüber hinaus wird eine weniger kaudale Positionierung der Uterotomie, eine mechanische Dilatation bei Fehlen von muttermundswirksamer Wehentätigkeit sowie ein einfacher Verschluss des Peritoneums durchgeführt.
Die hier beschriebenen Ergebnisse deuten auf eine Überlegenheit dieser Nahttechnik gegenüber anderen Verfahren im Hinblick auf die Wundheilung nach CS und insbesondere auf die Entstehung uteriner Nischen hin. Unsere Studie könnte daher eine Entscheidungshilfe hinsichtlich einer optimalen und leicht durchführbaren Nahttechnik zum Verschluss einer Uterotomie bieten.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Inadequate wound healing after CS can lead to the formation of uterine niches, among other things. These are defined as a retraction of the myometrium in the area of the uterotomy of at least 2 mm depth. Even though many patients with uterine niches are asymptomatic, serious complications can occur. In particular, the occurrence of uterine rupture or dehiscence in the case of a subsequent ...
Inadequate wound healing after CS can lead to the formation of uterine niches, among other things. These are defined as a retraction of the myometrium in the area of the uterotomy of at least 2 mm depth. Even though many patients with uterine niches are asymptomatic, serious complications can occur. In particular, the occurrence of uterine rupture or dehiscence in the case of a subsequent pregnancy can be associated with high morbidity and mortality for mother and child. In addition, the presence of a uterine niche also increases the risk of abnormal placentation. In non-pregnant patients, bleeding disorders, chronic lower abdominal pain and infertility are the most common complications.
The gold standard for assessing the lower uterine segment with regard to wound healing after CS is HSG, which provides the most reliable detection and measurement of scar defects. The pathophysiology of uterine niches is multifactorial, but the closure and surgical technique of the CS is a significant influencing factor. The core element of the suturing technique used and investigated by us is the two-layer closure of the uterotomy - consisting of a first layer using interrupted suture, excluding the endometrium, followed by a seromuscular continuous closure. In addition, a less caudal positioning of the uterotomy, a mechanical dilation in the absence of labour and a simple closure of the peritoneum are performed.
The results described here indicate a superiority of this suturing technique over other procedures with regard to wound healing after CS and in particular the formation of uterine niches. Our study could therefore provide a decision-making aid with regard to an optimal and easy-to-perform suturing technique for closing a uterotomy.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 28 Oktober 2024 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Angela Köninger |
| Tag der Prüfung | 12 September 2024 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Geburtshilfe) |
| Stichwörter / Keywords | caesarean scar defect; contrast hysterosonography; isthmocele; uterine niche; uterotomy closure technique; wound healing. |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-594398 |
| Dokumenten-ID | 59439 |
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