Direkt zum Inhalt

Gade, Nils

Einfluss adrenerger Faktoren bei Kopf-Hals-Tumoren

Gade, Nils (2024) Einfluss adrenerger Faktoren bei Kopf-Hals-Tumoren. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 12 Dez 2024 10:00
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.59788


Zusammenfassung (Deutsch)

Ein bedeutendes Thema der Forschung stellen die Kopf-Hals-Tumoren dar. Trotz enormer Forschung in den letzten Jahren ist die 5-Jahres-Überlebensrate speziell bei den oralen Plattenepithelkarzinomen nicht deutlich gestiegen. In Tumoren werden vermehrt beta-AR exprimiert, was darauf schließt, dass der Tumor daraus einen Überlebensvorteil zieht. Der adrenerge Stoffwechsel ist für Zellwachstum und ...

Ein bedeutendes Thema der Forschung stellen die Kopf-Hals-Tumoren dar. Trotz enormer Forschung in den letzten Jahren ist die 5-Jahres-Überlebensrate speziell bei den oralen Plattenepithelkarzinomen nicht deutlich gestiegen. In Tumoren werden vermehrt beta-AR exprimiert, was darauf schließt, dass der Tumor daraus einen Überlebensvorteil zieht. Der adrenerge Stoffwechsel ist für Zellwachstum und die entzündliche Antwort von Bedeutung. Mit dem b-AR-Antagonisten Propranolol sollte in der vorliegenden Arbeit der Einfluss der adrenergen Faktoren auf das Wachstum, die Metastasierung und das Überleben des Tumors getestet werden. Die mit Propranolol in verschiedenen Konzentrationen behandelten Zellen zeigten teilweise Reaktionen auf die Adrenozeptor-vermittelte Antwort. Bei hohen Konzentrationen ist anzunehmen, dass Propranolol nicht allein als b-AR-Antagonist wirkt, sondern zusätzlich über Agonisierung und andere, noch nicht geklärte Mechanismen. Bei einigen Zellen fanden bereits morphologische Veränderungen statt, wenn die Konzentration unter 100 µM gewählt wurde. Der Einfluss auf die Expression von Proteinen, der den Zellen ermöglicht, verstärkt Signalwege anzustoßen, wodurch das Wachstum und die Metastasierung des Tumors verbessert werden, konnten wir zeigen. Nachgewiesen wurden diese Proteine und Gene mittels Western-Blot und qPCR. Hierbei wurden Konzentrationen von Propranolol im Bereich von 0,1 µM – 100 µM gewählt, um die erfolgten Reaktionen auf die Wirkung am b-AR zurückzuführen. Ein deutlicher Einfluss von Propranolol bei verschiedenen Zellreihen konnte in einem deutlichen Anstieg oder Abfall der Expression beobachtet werden. Abschließend ist festzuhalten, dass wir
einen Einfluss von Propranolol als b-AR-Antagonist auf verschiedene Tumorzellen aus dem Kopf-Hals-Bereich feststellen konnten. Jede Tumorzelle reagiert in unterschiedlicher Weise auf die Behandlung mit Propranolol und zeigt Auswirkungen auf Ebene der Protein- und Genexpression.

Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)

Head and neck tumors are an important topic of research. Despite enormous research in recent years, the 5-year survival rate has not increased significantly, especially in oral squamous cell carcinoma has not increased significantly. Tumors express more beta-AR, which suggests that the tumor derives a survival advantage. The adrenergic metabolism is important for cell growth and the inflammatory ...

Head and neck tumors are an important topic of research. Despite
enormous research in recent years, the 5-year survival rate has not increased significantly, especially in oral squamous cell carcinoma has not increased significantly. Tumors express more beta-AR, which suggests that the tumor derives a survival advantage. The adrenergic metabolism is important for cell growth and the inflammatory response. The beta-AR antagonist propranolol was used to investigate the influence of adrenergic factors on growth, metastasis and survival, metastasis and survival of the tumor. The cells were treated with propranolol at different concentrations and showed partial responses to the adrenoceptor-mediated response. At high concentrations it can be assumed that
propranolol does not act solely as a beta-AR antagonist, but additionally via
agonization and other mechanisms that have not yet been clarified. In some cells, morphological changes already occurred when a concentration below 100 µM was selected. We could show an influence on the expression of proteins that enables cells to trigger more signaling pathways, thereby improving tumor growth and metastasis. These proteins and genes were detected using Western blot and qPCR. Concentrations of propranolol in the range of 0.1 µM - 100 µM were selected. A clear influence of propranolol on different cell lines could be observed in a clear increase or decrease in expression. In conclusion, we were able to determine an influence of propranolol as a beta-AR antagonist on various tumor cells from the head and neck region. Each tumor cell reacts differently to treatment with propranolol and shows effects at the level of protein and gene expression.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum12 Dezember 2024
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Richard Bauer
Tag der Prüfung27 November 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Stichwörter / KeywordsHead and neck cancer; Propranolol; beta-adrenergic
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-597887
Dokumenten-ID59788

Bibliographische Daten exportieren

Nur für Besitzer und Autoren: Kontrollseite des Eintrags

nach oben