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Analyse ambulanter und stationärer Katarakt-Operationen am Universitätsklinikum Regensburg: Auswertung des Patientenkollektivs von der Planung bis zur Durchführung der Operation
Friesl, Alexander (2025) Analyse ambulanter und stationärer Katarakt-Operationen am Universitätsklinikum Regensburg: Auswertung des Patientenkollektivs von der Planung bis zur Durchführung der Operation. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 09 Mai 2025 04:51
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.76651
Zusammenfassung (Deutsch)
Die Studie analysiert die Patientenkohorte, die am Universitätsklinikum Regensburg eine Katarakt-Operation erhielt und untersucht deren Behandlung von der Planung bis zur Durchführung. Ziel war es, Unterschiede in der Art der Eingriffe und Komplikationsraten zwischen stationären und ambulanten Behandlungen zu identifizieren sowie die Risikoprofile der Patienten zu erfassen. Die Analyse umfasste ...
Die Studie analysiert die Patientenkohorte, die am Universitätsklinikum Regensburg eine Katarakt-Operation erhielt und untersucht deren Behandlung von der Planung bis zur Durchführung. Ziel war es, Unterschiede in der Art der Eingriffe und Komplikationsraten zwischen stationären und ambulanten Behandlungen zu identifizieren sowie die Risikoprofile der Patienten zu erfassen.
Die Analyse umfasste insgesamt 900 Katarakt-Operationen, wobei 63,4% als reine Linsenoperationen und 36,6% im Rahmen kombinierter Eingriffe durchgeführt wurden. Der Großteil der Operationen (57,2%) fand ambulant statt und wurde in topischer Anästhesie durchgeführt, während stationäre Eingriffe meist unter Vollnarkose erfolgten. Ambulante Patienten wiesen häufig ein geringeres Risikoprofil auf, was sich auch in der geringeren Komplikationsrate widerspiegelte.
Die Komplikationsrate für alle Eingriffe lag bei 19,7%, wobei postoperative Komplikationen mit 13% häufiger auftraten als intraoperative (6,7%). Besonders stationäre Eingriffe wiesen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen auf, was auf das komplexere Risikoprofil der Patienten zurückzuführen ist. Typische ophthalmologische Risikofaktoren, wie enge Pupillen und harte Linsenkerne, waren häufiger bei stationären Patienten vertreten und wurden mit einem höheren Komplikationsrisiko in Verbindung gebracht.
Ein bedeutender Aspekt der Untersuchung betraf die Zuweiserstruktur ambulanter Eingriffe. Ambulante Patienten, die von operativ tätigen Augenärzten überwiesen wurden, hatten im Vergleich zu Patienten, die von konservativ tätigen Augenärzten zugewiesen wurden, ein höheres Risiko für intra- und postoperative Komplikationen, was auf eine gezielte Vorauswahl in Abhängigkeit der Zuweiser hindeutet.
Insgesamt deutet die Studie darauf hin, dass das Universitätsklinikum Regensburg eine vorselektionierte Patientengruppe mit erhöhtem Komplikationspotenzial behandelt. Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit einer detaillierten Planung und sorgfältigen Risikoeinschätzung bei der Aufnahme komplexer Fälle in das stationäre Setting.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
The study analyzes the cohort of patients who underwent cataract surgery at the University Hospital Regensburg and examines their treatment from planning to execution. The aim was to identify differences in the type of procedures and complication rates between inpatient and outpatient treatment and to record the patients' risk profiles. The analysis included a total of 900 cataract surgeries, of ...
The study analyzes the cohort of patients who underwent cataract surgery at the University Hospital Regensburg and examines their treatment from planning to execution. The aim was to identify differences in the type of procedures and complication rates between inpatient and outpatient treatment and to record the patients' risk profiles.
The analysis included a total of 900 cataract surgeries, of which 63.4% were performed as pure lens operations and 36.6% as combined operations. The majority of surgeries (57.2%) were performed as outpatient procedures under topical anesthesia, while inpatient procedures were mostly performed under general anesthesia. Outpatients often had a lower risk profile, which was also reflected in the lower complication rate.
The complication rate for all procedures was 19.7%, with postoperative complications occurring more frequently (13%) than intraoperative complications (6.7%). Inpatient procedures in particular had an increased risk of complications, which can be attributed to the more complex risk profile of the patients. Typical ophthalmologic risk factors, such as narrow pupils and hard lens nuclei, were more common in inpatients and were associated with a higher risk of complications.
An important aspect of the study concerned the referral structure of outpatient procedures. Outpatients referred by surgical ophthalmologists had a higher risk of intraoperative and postoperative complications compared to patients referred by conservative ophthalmologists, indicating a targeted pre-selection depending on the referring physician.
Overall, the study indicates that the University Hospital Regensburg treats a pre-selected group of patients with an increased potential for complications. The results emphasize the need for detailed planning and careful risk assessment when admitting complex cases to the inpatient setting.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 9 Mai 2025 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Viola Radeck |
| Tag der Prüfung | 7 Mai 2025 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Augenheilkunde |
| Stichwörter / Keywords | Katarakt-Operation, Risikoprofile, Komplikationsraten, Ambulantisierung |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-766516 |
| Dokumenten-ID | 76651 |
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