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Treibhausgasäquivalente und Nutzwasserverbrauch durch dermatologische Produktprobenverpackungen
Niebel, Dennis
, Schweig, Carolina, Luhmann, Esther und Saha, Susanne
(2024)
Treibhausgasäquivalente und Nutzwasserverbrauch durch dermatologische Produktprobenverpackungen.
Die Dermatologie 75 (9), S. 711-720.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 30 Mai 2025 12:28
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.76783
Zusammenfassung
Hintergrund Unter Sampling versteht man das kostenlose Anbieten kleiner Produktproben. Dabei kann die Verpackung in einem Missverhältnis zum Inhalt stehen, dies führt zu Rohstoffverbrauch und bei mangelnder Recyclingfähigkeit zu Umweltbelastungen. Ziel der Arbeit Im vorliegenden Beitrag werden Berechnungen zum Verhältnis zwischen Verpackungs- und Produktgewicht für im Sampling gängige ...
Hintergrund
Unter Sampling versteht man das kostenlose Anbieten kleiner Produktproben. Dabei kann die Verpackung in einem Missverhältnis zum Inhalt stehen, dies führt zu Rohstoffverbrauch und bei mangelnder Recyclingfähigkeit zu Umweltbelastungen.
Ziel der Arbeit
Im vorliegenden Beitrag werden Berechnungen zum Verhältnis zwischen Verpackungs- und Produktgewicht für im Sampling gängige Verpackungsarten (Sachet, Tube, Tiegel) dermatologischer Produktproben dargelegt. Die Zweckmäßigkeit des Samplings wird unter Berücksichtigung umweltrelevanter und betriebswirtschaftlicher Kriterien diskutiert.
Material und Methoden
Insgesamt wurden 43 dermatologische Produktproben unterschiedlicher Hersteller händisch verwogen und klassifiziert. Verpackungen wurden in ihrem strukturellen Aufbau zerlegt. Die anteiligen Gewichte bzw. das Gewicht der Flaschen/Tuben wurden mit Datenbankwerten für den jeweiligen Stoff (Material) bezüglich Treibhausgasäquivalenten (CO2eq) und Brauchwasser verrechnet. Anschließend wurde eine Gesamtsumme für den Impact der jeweiligen Verpackung gebildet. Hierbei wurden nur das Material und dessen Herstellungs- und Verarbeitungsprozess berücksichtigt, weil zu Transport, Gebrauchsnutzen und End-of-Life (EoL) der Verpackungen keine validen Informationen vorlagen.
Ergebnisse
Die kleinste und leichteste Produktprobe (1,24 g) generiert ca. 15 g CO2eq und ca. 700 ml Nutzwasserverbrauch. Die größte und schwerste Produktprobe (37 g) generierte 53 g CO2eq bei 5,78 l Nutzwasserverbrauch. Unter Annahme einer jährlichen Abgabemenge von 10 Mio. Einheiten der hier untersuchten 43 Produktproben entstehen ca. 8000 t CO2eq nur durch die Verpackungen. Weiterhin fallen 880.000.000 l Wasserverbrauch und ca. 2300 t Verpackungsabfall an.
Diskussion
Sampling weist ein ungünstiges Verhältnis zwischen CO2eq/Wasserverbrauch und Nutzen auf, insbesondere im Vergleich zu größeren Verkaufsverpackungen. Produktproben werden jährlich millionenfach in Arztpraxen, Kliniken und Apotheken und insbesondere in der Dermatologie verteilt. Die Praxis des Samplings ist ökologisch und ökonomisch zu hinterfragen.
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Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel | ||||
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Die Dermatologie | ||||
| Verlag: | Springer Nature | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Band: | 75 | ||||
| Nummer des Zeitschriftenheftes oder des Kapitels: | 9 | ||||
| Seitenbereich: | S. 711-720 | ||||
| Datum | 23 Juli 2024 | ||||
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Dermatologie und Venerologie | ||||
| Identifikationsnummer |
| ||||
| Stichwörter / Keywords | Sampling · Sustainability · Plastic · Marketing · Dermatology | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-767831 | ||||
| Dokumenten-ID | 76783 |
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