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Buchholz, Hannah

Altersspezifische Risikofaktoren für die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien im Kindesalter

Buchholz, Hannah (2025) Altersspezifische Risikofaktoren für die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien im Kindesalter. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 16 Okt 2025 05:33
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.77965


Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Nahrungsmittelallergien bei Kindern zeigen sich als fortwährendes und relevantes Gesundheitsproblem und können durch viele verschieden Faktoren beeinflusst werden. Welche Risikofaktoren aktuell von Bedeutung sind und welche altersspezifischen Unterschiede bestehen wird in dieser Arbeit analysiert. Methoden: In der KUNO Kids Kohorte mit über 3000 Teilnehmenden wurden mittels ...

Hintergrund:
Nahrungsmittelallergien bei Kindern zeigen sich als fortwährendes und relevantes Gesundheitsproblem und können durch viele verschieden Faktoren beeinflusst werden. Welche Risikofaktoren aktuell von Bedeutung sind und welche altersspezifischen Unterschiede bestehen wird in dieser Arbeit analysiert.

Methoden:
In der KUNO Kids Kohorte mit über 3000 Teilnehmenden wurden mittels univariabler logistischer Regressionsanalysen prä- und postnatale Risikofaktoren, welche zuvor in einer ausführlichen Literaturrecherche gesammelt wurden, analysiert und genauer für die Altersstufen 2 und 3 Jahre spezifiziert. Zusätzliche Telefoninterviews mit Betroffenen lieferten weitere Informationen zu Belastungen, die im Rahmen der Erkrankung auftreten.

Ergebnisse:
Bei 3199 Kindern aus der KUNO Kids Kohorte lag die Punktprävalenz für den Zeitpunkt 6 Monate, 1 Jahr, 2 Jahre und 3 Jahre für ‚Eltern-berichtete Symptome auf Nahrungsmittel‘ im Vergleich zu einer ‚Eltern-berichteten ärztlichen Nahrungsmittelallergiediagnose‘ deutlich höher (7,9% - 15% vs. 2,0% – 2,7%).
Mit dem höchsten Risiko für einen Nahrungsmittelallergie signifikant assoziiert zeigte sich sowohl für den Zeitpunkt 2 als auch 3 Jahre eine atopische Dermatitis, mit einem abnehmenden Trend bei steigendem Alter (OR: 15,709 (KI: 5,392 – 45,770) vs. OR: 10,327 (KI: 3,730 – 28,591)).
Ein Trend zu einem erhöhten Risiko für den Zeitpunkt 2 Jahre, allerdings einer Risikoreduktion für den Zeitpunkt 3 Jahre ergab sich bei einer Geburt per Kaiserschnitt, einem regelmäßigen Kontakt zu Katzen sowie dem Verzicht auf Kuhmilch und/oder Eiern und/oder Erdnüssen innerhalb des ersten Lebensjahres. Als weitere relevante Risikofaktoren konnte eine Exposition zu Zigarettenrauch sowie eine niedrige Bildung der Mutter identifiziert werden.

Schlussfolgerung:
Risikofaktoren für Nahrungsmittel können sich im Laufe der Zeit verändern und scheinen sich altersspezifisch unterschiedlich auszuwirken. Genaue Kenntnisse über diese Faktoren können zu individuellen Präventions- und Therapiemaßnahmen beitragen, um die Lebensqualität und Gesundheit von Betroffenen zu verbessern.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Background: Food allergies in children present a persistent and relevant health problem and can be influenced by many different factors. This study analyzes which risk factors are of current importance and what age-specific differences exist. Methods: In the KUNO Kids cohort with over 3,000 participants univariable logistic regression analyses were used to further examine pre- and ...

Background:
Food allergies in children present a persistent and relevant health problem and can be influenced by many different factors. This study analyzes which risk factors are of current importance and what age-specific differences exist.

Methods:
In the KUNO Kids cohort with over 3,000 participants univariable logistic regression analyses were used to further examine pre- and postnatal risk factors, which were identified in an extensive literature review and specified for the age groups 2 and 3 years. Additional telephone interviews with affected individuals provided further information on burdens associated with the condition.

Results:
In 3,199 children from the KUNO Kids cohort, the point prevalence for the time points of 6 months, 1 year, 2 years, and 3 years for “parent-reported food-allergy symptoms” was clearly higher (7.9% –15%) compared with “parent-reported physician-diagnosed food allergy” (2.0% – 2.7%). The strongest risk factor for developing a food allergy at both age 2 and age 3 was a history of atopic dermatitis, with a high but decreasing trend in risk with increasing age (OR: 15.709 [CI: 5.392–45.770] at age 2 vs. OR: 10.327 [CI: 3.730–28.591] at age 3). A trend toward increased risk at age 2, but a risk reduction at age 3, was observed for children delivered with a cesarean section, regular contact with cats, and avoidance of cow’s milk and/or eggs and/or peanuts within the first year of life. Additional relevant risk factors identified were exposure to tobacco smoke and low maternal education.

Conclusion:
Risk factors for food allergies change over time and appear to have different age-specific effects. Precise knowledge of these factors can contribute to individualized prevention and treatment measures to improve the quality of life and health of affected individuals.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum16 Oktober 2025
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Michael Kabesch
Tag der Prüfung2 Oktober 2025
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Kinder- und Jugendmedizin
Stichwörter / KeywordsNahrungsmittelallergien; Risikofaktoren; Kinder
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-779657
Dokumenten-ID77965

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